ACHTUNG: Ich beziehe mich auf die Ausgabe von 1994, die war noch in orange gehalten...
Während meines Physikstudiums hatte ich bei fast allen Büchern immer den Eindruck, "die wollen gar nicht, dass ich was verstehe"!
Darin zeigt sich dann die Mächtigkeit einer Vorlesung! Sie soll der rote Faden sein, die den Studenten sicher durch die Meere der Physik führt.
Diesem Anspruch werden leider die wenigsten Profs gerecht...
Mein Prof sagte damals in der ersten Ex-Vorlesung:
LESEN SIE ALLES, WAS SIE ZU DEM THEMA IN DIE FINGER BEKOMMEN !
..und dann empfahl er den Demtroeder, weil der Autor sein Prof in KL war.
Soviel dann zum Thema "gute und ausgewählte Bücher" - Seilschaften wohin man schaut.
Ich stehe mittlerweile am anderen Ufer des Studiums und habe gewissermaßen den Überblick. Daher erlaube ich mir das Urteil, dass der Demtroeder wohl viel Stoff, diesen aber sehr oberflächlich und zum Teil auch (Bände 2,3,4) recht (mathematisch unnötig) kompliziert behandelt.
Gerade die Gebiete der "Klassischen Physik" und der "Thermodynamik" sind mittlerweile in sich geschlossene Themen, so dass sich gerade in der Ex-Physik, herrliche Kapitel erstellen lassen sollten.
Doch dies sucht man hier vergeblich. Viel Text, dann ein Schwung Formeln, eine Art Herleitung, dann die letztendliche Gleichung, ein doofes Beispiel (...natürlich ein Spezialfall...) und fertig.
Das beste an den Büchern, sind die Zusammenfassungen am Ende der Kapitel, da erfährt man dann erst, was denn wirklich wichtig und wesentlich war!
Fazit: Ein Buch, dass man haben kann aber nicht haben muss! Es gibt weitaus bessere Ex-Bücher, die den Stoff in einer sehr kompakten Weise aufarbeiten und auch didaktisch optimierter präsentieren.
Ohne jetzt ins Detail zu gehen, ist dies der Eindruck, den der Demtroeder bei mir hinterlassen hat.