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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Zurück zum Ursprung,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Experimental Jet Set, Trash And No Star (Audio CD)
Das Album Experimental Jet Set, Thrash and no star ist eins der genialsten Alben von Sonic Youth überhaupt, es wird auf jegliche Annäherung an den Mainstream, wie z.B. auf der Dirty erkennbar, verzichtet. Krasse Gitarreneffekte und extreme Spielweisen bringen das zum Vorschein. Mit diesem Album ging es fast direkt wieder zu den Anfängen von Sonic Youth, mit Alben wie Confusion is Sex, Bad Moon Rising oder Evol. Geniales Werk, wenn auch für manche nicht erkennbar!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sonic Youth gehen zurück in den Underground,
Rezension bezieht sich auf: Experimental Jet Set, Trash And No Star (Audio CD)
Nachdem Sonic Youth (oder bessergesagt deren Label 'David Geffen Company') mit ihren beiden Vorgängeralben, dem misslungenen Weichspüler 'Goo' und dem fetzigen, aber trotzdem weitgehend massenkompatiblen 'Dirty' verzweifelt versucht haben, für Sonic Youth einen Markt im Mainstream zu erschließen, haben sich die vier New York (zumindest musikalisch) mit diesem Album kurzerhand dazu entschlossen der Welt des Pop den Rücken zu kehren und wieder zum dreckigen Undergroundsound zurückzukehren.Herausgekommen ist dabei das brainstormartige 'Experimental, Jet-Set, Trash And No Star', welches Anfang 1994 veröffentlicht wurde. Aber das Album revolutionierte das Schaffen der Band noch auf eine andere Weise, so ist dieses Album doch das erste seit 'Bad Moon Rising' auf dem Lee Ranaldo keinen eigenen Song vertreten sieht, nachdem er sich bei den Compilingsessions zu 'Dirty' darüber mokierte, das nur einer seiner Songs vom Rest der Band aufs Album genommen werden würde, beschloss er kurzerhand bis auf weiteres nur noch im Hintergrund zu bleiben, worunter 'Jet-Set' auch letztlich etwas leiden sollte. Wenn man sich das Album anhört scheint es um so verwunderlicher, dass auch hier Butch Vig mitproduziert haben soll (immerhin hat der Mann nicht nur die ersten zwei sauber abgemischten Smashing Pumpkins Alben 'Gish' und 'Siamese Dream' produziert sondern auch Nirvana's Kommerzrockstandardwerk 'Nevermind' mitverbrochen). Wie auch immer, vom Sound her könnte das Album auf die Kappe 'Sonic Youth, alleine, im guten Studio' gehen. Nun aber zu den Songs: 1. Winner's Blues: Bei dem Opener, welcher im letzten Moment mit aufs Album genommen wurde, handelt es sich um einen, von drei spontan (und qualitativ recht mies) aufgenommen Akustiksongs, von denen es nur dieser aufs Album geschafft hat, während "Compilation Blues" (Nomen Est Omen) auf eine Geffencompilation landete und "Razorblade" als B-Side herhalten musste. Thurston Moore flüstert hier beinahe die Lyrics und im Hintergrund plätschert eine countryartige Bluesslidegitarre und während man sich noch fragt ob die ehemligen Noisegötter noch alle Tassen im Schrank haben, ist der ganze Spuk nach 2 Minuten schon zu Ende. 2.Bull In The Heather: Mit Deadnotes und dem Sliden des Plektrums auf den Saiten, wird der zweite Track, die Single, eingeläutet. "10..20..30..40!" knurrt Kim Gordon und gibt sich gar nicht erst die Mühe harmonisch dabei zu klingen. Die Musik selbst scheint wie eine Grungehitsingle, bei der jemand im Studio fahrlässig vergessen hat, die melodische Gitarrenspur mit aufs Mastertape aufzunehemen. Trocken, lakonisch, schräg: Das sind Sonic Youth! 3. Starfield Road: Und nun bricht eine Noisegewitter über den Hörer herein, aus dem sich nach einer Minute mehr und mehr zwei Powerchords herauskristalliesieren, zu denen Thursten Moore nun, während der zweiten Minute des Stücks, über die Starfield Road, einen schreienden Jesus und Flammen siniert. 4. Skink: Bevor man sichs versieht, nimmt Kim Gordon das Steuer wieder in die Hand und präsentiert sich in dem immerhin 4 1/2 Minuten langen von ihren psychedelischen und besonders schrägen Seite. Im Hintergrund droht die ganze Zeit über ein schwingender Bass, die Gitarren bedienen sich verschiedener, sachte geschlagener Tritonie...erst nach knapp 3 Minuten wird das Geschehen durch einen plötzlichen Jauchzer Gordon's aufgelockert: "Uh, I love YOU". Ja, und wir dieses Stück, was für geile 4 Minuten! 5. Screaming Skull: Bei diesem Stück dürfte jeder, der das Album Anno '94 in den Händen gehalten hat, herzlich gelacht haben: Selten hat jemand den Stil Nirvana's so gut parodiert. Mit gequälter Stimme nudeln sich Gordon und Moore durch zweieinhalb Minuten billigsten Indierock und lassen dabei Lyrics wie "Society, a screaming skull!" vom Stapel...ganz großes Kino und 100% auch augenzwinkernd gemeint! 6. Self-Obsessed and Sexxee: Ja, schon alleine dieser Song rechtfertigt eigentlich den Kauf der Platte: Hier findet sich alles wieder, was Sonic Youth in den Jahren vor DGC so interessant gemacht hat; eine schräge, aber brilliante Melodie, reflektierende Lyrics (die hier Selbstsucht und die Spaßgesellschaft aufs Korn nehmen) und den unnachahmlichen 'Sonic Youth-Drive': "Finde Zugang, oder VERPISS DICH!!!" 7. Bone: Eine minutenlanger Trommelwirbel, der nach und nach mit einem slappenden Bass und schrubbender Noisegitarre angereichert wird, weicht plötzlich Kim Gordon's brüchiger Stimme "Dry as a bone...". Stimmt, besser kann man diesen Song beim besten Willen nicht beschreiben 8.Androgynous Mind: Tja, ein unangenehmes Thema, um das aus unerfindlichen Gründen keine Band, die sich gerne alternativ nennen lässt, einen Bogen macht: Transvestie. Bei Sonic Youth ist dabei der wohl nervigste Song ihrer gesamten Karriere herausgekommen. Vier schräge Akkorde und ein Thurston Moore, der einem irgendwann nur noch in fast kindlicher Artikulation "Hey, hey, it's OK!" um die Ohren schmeißt...gewagt aber befriedigend! 9.Quest For The Cup: Der abgehackt Anfang, weicht, nachdem Kim Gordon angemerkt hat "This is for Lisa!", einer ruhigern, bluesigern Passage, die wiederum reiner, in Telefonqualität augfgenommener Sprache weicht, welche dann letzten Endes wieder in den Bluesteil übergeht...und das alles in 2 1/2 Minuten!!! Irre! 10. Waist: Zur Auflockerung, so scheint es, folgt nun ein straighter Rocker aus dem Hause Moore, der etwa wie die weitaus bessere Alternativversion von "Mary-Christ" klingt: 4 schnelle Akkorde und treibende Drums. 11. Doctor's Orders: Diese mal nimmt Kim Gordon in den drei einlullenden Akkorden für 1 1/2 Minuten selbst den Stil Nirvanas auf die Schippe, wärend die restlichen 2 1/2 Minuten ein gechilltes Outro (das Irgendwie den Stil von "A Thousand Leaves" vorweg nimmt) gespielt wird. Eines der besten Stücke des Albums! 12. Tokyo Eye: Ein recht monotones Stück, unterlegt mit einem absolut billgen Schlagzeugsample (klingt wie von einem $30-Keyboard), durch das sich ein flüsternder Moore quält, welches dann urplötzlich etwas an Fahrt gewinnt und sofort wieder abflacht. Live wohl, dank der billigen Beats, ein potentielles Stück zum Mitklatschen. 13. In The Mind Of The Bourgeois Reader: ...klingt wie der zweite Teil des 10. Tracks "Waist"...that's all! 14. Sweet Shine: Das gechillte Outro von Kim Gordon lässt sich ganze 5 Minuten Zeit und plätschert die ersten 1 1/2 recht hörerfreundlich aus den Boxen, bis die Lady plötzlich anfängt zu brüllen "Uhh...I'M COMING HOME!", was sich im laufe des Stückes noch einige Male wiederholen sollte. Doch genau das sind Sonic Youth mit diesem Album: Heimgekommen, weg vom Kommerz. Und als Dreingabe gibts noch ein paar Minuten Bonusnoise; Herz, was begehrst du mehr? Abschließend gibt es zu diesem Album zu sagen, dass Sonic Youth sich endlich vom Erfolgs- und Hitdruck der Labelbosse lossagen konnten und in vollständiger Eigenregie ein dreckiges, schnelles und simples Garagenalbum auf die Beine gestellt haben, das dem Hochglanzindierock dieser Zeit den Spiegel vorhält. Leider wird die Musik im letzten Drittel etwas monoton und auch Lee Ranaldo vermisst man hier schmerzlich, aus diesem Grund würde ich dem Album 4 Sterne geben, wäre da nicht der absolut löbliche Anlass, aus welchem dieses entstanden ist, der für meine Begriffe mehr als nur einen weitern Stern rechtfertigt: Sonic Youth gehen zurück in den Underground ***** Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einer der Top 5 CD von Sonic Youth,
Von Psalm70 "Psalm70" (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Experimental Jet Set, Trash And No Star (Audio CD)
Auf diesem Album geht man wieder mehr in Richtung von Evol oder Sister.Während man mit letzteren Veröffentlichnugen doch straighter und im Falle Goo auch wesentlich komerzieller zur Sache ging wird hier wieder schön "genoisest". Der Unterschied zwischen den Oben genannten Evol und Sister ist; daß die Scheibe im ganzen etwas ruhiger gehalten ist. Was den Songs aber kein Abruch tun, den wie schon erwähnt wird auch gut gelärmt! (z.B. bei "Bone" geiles Stück!!!) Wirklich eine gelunges Album. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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