... die DVD ist trotzdem kein uneingeschränkter Genuß, denn es nervt der recht von sich eingenommene Andreas Kieling in jeder zweiten Einstellung im Großbild. "Die Situation ist extremst gefährlich" - das ist sein Standardspruch. Immer wieder betont er, dass "dies nicht zur Nachahmung empfohlen ist" und er begibt sich von einer "extremen" Gefahr in die nächste, ganz alleine, nur auf sich selbst gestellt.
So erweckt er den Eindruck, dass er mutterseelenalleine, nur mit einem kleinen Rucksack und begleitet von seinem Hund, unterwegs ist und auch alleine filmt. Dabei fährt er Kanu (im winzigen Rucksack dabei ?), schläft im Zelt (im Rucksack dabei?), hat riesige Fotoapparate, Filmkameras, Stative (im Rucksack dabei ?) läßt sich jedoch von einer dritten bewegten Kamera kontinuierlich filmen.
Auf der DVD sind auch weitere 4 Kameraleute genannt, die er selbst aber im Film mit keinem Wort erwähnt.
Andreas Kieling betont jedoch mehrmals, wie die Einsamkeit nach mehreren Monaten an den Nerven zehrt und wie gefährlich eine falsche Bewegung so ganz alleine in den Weiten Alaskas sein kann.
Muss diese - dazu noch falsche - übertriebene Selbstdarstellung sein? Zumindest ein weiterer Kameramann war zeitweise zum Filmen vor Ort, außerdem schien er ja auch das Kanu, Zelt und Verpflegung transportieren zu lassen.
Hier gefallen mir Reportagen, wo sich der Tier-/Naturfilmer selbst zurückhält und die Natur für sich wirken läßt (Arend/Schweiger seien hier als herausragende Beispiele genannt), viel besser. Bei dieser DVD bleibt nur als Fazit übrig, dass man den Ton leise dreht.
Fazit: Unbestritten hervorragende Tier- und Naturaufnahmen, die seinesgleichen suchen - dafür 5 Sterne. Jedoch ein eitel erscheinender, nerviger, sich selbst in den Mittelpunkt rückender Filmemacher, dem man leider nicht alles glauben kann, dafür ein Stern Abzug.