Nachdem Robert Monroe mit seinem ersten Buch, das sich mit prinzipiellen Fragen des außerkörperlichen Reisens beschäftigt, weltberühmt wurde beschäftigt sich das zweite Buch mehr mit persönlich/philosophischen Fragen die sich aus OOBE (Out Of Body Experiences) ergeben.
Robert Monroe schildert in dem Buch einerseits, wie sich sein Hemi-Sync-Konzept und -Institut entwickelte, den Aufbau des OOB-Explorer Teams usw., andererseits in welche Richtung seine eigenen OOB-Erfahrungen liefen und welche Schlüsse er hieraus zieht.
Die Beschreibung seiner eigenen OOB-Erfahrungen sind für mich der klar interessantere Teil und bewegen sich außerhalb der Raum-Zeitlichen Welt, d.h. es werden nicht mehr Freunde, andere Städte oder Planeten besucht, sondern das ganze bewegt sich ... tja ... wo eigentlich ... man könnte sagen im Jenseits, in astralen Spähren, in der Psyche ... hier zu versuchen das zu beschreiben ist fast zum scheitern verurteilt, würde zum anderen auch dem Buch beim späteren Lesen ein wenig den Reiz nehmen, sich diese Frage selbst zu stellen (es gibt m.E. hierauf keine allgemeingültige Antwort). Zur Beschreibung dieser außerkörperlichen Reisen verwendet Robert Monroe einige neu erfundene Vokabeln, was nicht weiter kritisch ist und in vielen Fällen auch Sinn macht. Durch seine so beschriebenen Reisen/Erfahrungen zieht sich ein roter Faden, zum einen seine eigene Entwicklung und Erkenntnis über das Leben vor und nach dem Tod, aber auch eine Art spannende "Geschichte" (von der ich annehme, daß sie nicht erfunden ist), da sich viele der Reisen um zwei Wesen drehen, die sich im Erdendasein "verstrickt" haben.
Robert Monroe schreibt auch hier wieder recht nüchtern und ohne Sendungsbewußtsein, mit einem kleinen Schuß Selbstironie ... ich fand es sehr spannend, erhellend und angenehm zu lesen (ich schätze persönlich allerdings das Nüchterne als viel angenehmer als viele sonstige Literatur, die sich mit Astralem beschäftigt).
Fazit:
Das Buch ist sehr interessant, wenn man schon mit OOBE vertraut ist (darüber gelesen hat, oder eigene Erfahrungen hat), ist aber keine Anleitung um OOBE zu erreichen. Viel mehr stellt es die Frage, wie und wo OOBE in einem philosophischen Kontext stehen kann und gibt einen Ausblick darauf, wie es nach dem Tod weitergehen könnte.
Nicht geeigenet, für Leser, die eine Anleitung zum OOBE suchen, oder die keinen Schritt über die physische Welt hinausdenken möchten, jedoch auch nicht, wenn in astralen Spähren Lichtwesen, Götter, Dämonen oder reliöse Figuren erwartet werden.