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Produktinformation
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Drachen gibt es natürlich wirklich - wenn sie auch selten geworden sind. Und so sollte jeder Drachenforscher nach Dr. Drakes Ansicht vor allem dafür sorgen, dass diese letzten Exemplare nicht auch noch aussterben. Statt Drachen zu töten, sollte man sie daher in ihrer natürlichen Umgebung beobachten und dabei so wenig wie möglich stören. Sogar anfreunden kann man sich mit einem Drachen, wenn man weiß, wie - und wenn man zur Sicherheit einen feuerfesten Umhang dabei hat. Natürlich hilft es auch, wenn man so viel wie möglich über Drachen weiß. Und genau das kann man mit diesem Buch lernen.
Ganz wissenschaftlich und dabei mit viel Humor führt Dr. Ernest Drake uns in die Welt der Drachen ein. Welche Drachenarten sind wo zu Hause, wie sehen sie aus, was sind ihre besonderen Merkmale? Denn ein Frostdrache ist natürlich etwas ganz anderes als zum Beispiel ein chinesischer Lung! Wie ist der Drachenkörper aufgebaut, und wie entwickelt sich ein Drache im Ei? Wie arbeitet man mit Drachen in freier Wildbahn? Wie baut man ein naturkundliches Labor auf? Und nicht zuletzt: Wie lernt man die Drachenschrift und kann sie für Zaubersprüche nutzen? Dazu gibt es immer wieder nützliche Tipps, zum Beispiel: Kinder und hungrige Drachen nie unbeaufsichtigt zusammen spielen lassen.
Dieses Buch ist nicht nur Pflichtlektüre für alle angehenden Drachologen. Es ist mit seinem tiefgründigen und witzigen Text, den wunderbaren Details und in seiner gesamten Gestaltung ein Genuss. Farbige Zeichnungen, aufklappbare Notizbüchlein und Landkarten, Dracheneier, Rätsel in Drachenschrift, Proben von Drachenstaub und Drachenhaut - in dem üppig und liebevoll gemachten Buch findet man sogar alte Werbeanzeigen, zum Beispiel für den Hut Feuerfrei ... Und wer sich bislang fragte, wieso Drachen eigentlich Jungfrauen fressen und Edelsteine horten: Hier wird alles wissenschaftlich einwandfrei erklärt. Ein Muss für alle Drachenfreunde und Nachwuchsforscher! --Gabi Neumayer
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Schlägt der im Bann der Neugier Stehende das Buch auf, wartet schon ein versiegeltes Kuvert mit der geheimnisvollen Aufschrift: „Für alle, die es betrifft". Darunter klebt der Bibliotheksausweis des Autors Dr. Ernest Drake. Übrigens: gültig bis April 1904. Das dazugehörige Lichtbild zeigt den Kopf eines betagten Mannes. Womit zu erahnen ist, dass der Nämliche wohl schwerlich der Realautor des Buches sein kann. Es sei denn ... es sei denn was? Es sei denn, er hätte den vernunftbegabten Riesenechsen einige ihrer Anti-Aging Geheimnisse entlockt...
Gegliedert ist das Werk - dessen dicke Seiten an Pergament erinnern - in vier Kapitel. Das erste widmet sich der „Einführung in die Drachenkunde". Eine aufwendig gestaltete Klappkarte lokalisiert die Lebensräume der „Drachen der Welt". Im zweiten Abschnitt geht es um „Drachenarten". Da wird gleich mal die bekannteste Spezies, der Europäische Drache (Draco occidentalis magnus) beschrieben. Über fünf Meter Höhe erreicht dieser flatterhafte Geselle. Menschen verspeist er „wegen ihres bitteren Nachgeschmacks nur, wenn keine andere Nahrung vorhanden." Sein unwesentlich kleinerer Vetter, der in der Arktis beheimate Frostdrache, bevorzugt eher Eisbär und Schwertwal. Die imposanteste Drachenart lebt in Afrika. Bis zu sieben Meter groß kann ein ausgewachsener Wyvern (Draco africanus) werden. Wenig wunderlich, dass er Elefanten als Mahlzeit verzehrt. Damit die zoologische Abhandlung nicht zu trocken bleibt, liegt eine Fühlprobe von der Flügelhaut eines 45-jährigen Beuteldrachens (Vorkommen: Australien) bei. Ebenso die abgestoßene Haut eines Asiatischen Lung (250 Jahre alt). Besonders schillernd: die Flügelmembran eines jugendlichen Frostdrachen.
Kapitel drei: „Naturkundliche Studien". Flügel, Schuppen, Krallen oder Augen, alles was die Physiologie und Biologie der Drachen eben ausmacht, nimmt Drachologe Ernest Drake unter die Lupe. Besonders wichtig im Text scheint der Abschnitt „Feuerspeien", in dem hartgesottene Vorurteile endlich im Feuer der Wahrheit ihrer Läuterung zugeführt werden. Vom Embryo bis zum Schlüpfen gewinnt der Leser Einblick in den Entstehungszyklus der Drachen. Übrigens, Anzeichen für die Reife eines Drachen sind da folgend 1) das Horten und Nichtzurückgebenwollen wertvoller Gegenstände, 2) das Suchen nach Eisen und Feuerstein, um damit Funken zu erzeugen, 3) das mehrmalige Wiederholen all des um ihn Gehörten. Es lohnt sich daher, Wertsachen sicher zu verwahren und in der Gegenwart von Jungdrachen niemals zu fluchen.
Viele Drachen können sprechen, einige sogar schreiben. Ein Rätsel der Evolution, das selbst der große Darwin nicht knacken konnte.
Im IV. Kapitel heißt es „Mit Drachen arbeiten", wobei das Anlegen eines „persönlichen drachenkundlichen Notizbuches" empfohlen und die richtige Annäherung an einen Lung erklärt wird. Drachen zu zähmen, sollte den fortgeschrittenen Drachologen vorbehalten sein. Denn Drachen, die nach dem Zähmzauber wieder zu sich kommen, reagieren manchmal recht unwirsch - vor allem, wenn sie sich entsinnen, etwas getan zu haben, das sie als peinlich empfinden. Wer die Wertschätzung eines Drachen erringen möchte, dem sei das Studium des „Rätselhefts für Drachen" ans Herz gelegt. Die schuppigen Echsinnen und Echsen liebe knifflige Fragen.
Anhang I gibt Einblicke ins „Drachenkundliche Labor". Besonders wertvoll: 1869 abgepackter Drachenstaub - eine Rarität! Anhang II verrät zum Überleben nützliche Zaubersprüche und -formeln. Anhang III erinnert an berühmte Drachenkundler, aber auch Drachentöter der Vergangenheit; etwa an Georg von Kappadokien (3. Jh. n. Chr.), der stets mit einem christlichen Heiligen selbigen Vornamens verwechselt wird.
Das Nachwort lässt einen Blick ins spiegelglatte Auge des Drachen zu - aber nicht nur das, ein Plädoyer für den Artenschutz ruft Jung und Alt zu mehr Toleranz auf.
Wer Joanne K. Rowlings liebevoll ausgestaltete Zauberwelt liebt, dem wird auch die Expedition in die geheime Welt der Drachen viel Freude bereiten. In der Bibliothek von Hogwarts steht Ernest Drakes Buch ganz gewiss. Schließlich lautet das Motto der „Schule für Hexerei und Zauberkunde" ja: „Draco dormiens nunquam titillandus" - „Kitzle nie einen schlafenden Drachen!".
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