Die "Croisière Jaune", über die hier berichtet wird, war eine vom Fahrzeughersteller Citroën organisierte Expedition auf Citroën-Halbkettenfahrzeugen quer durch Asien. Sicherlich war dabei auch der werbliche Aspekt, die Fähigkeiten und Zuverlässigkeit der eigenen Produkte zu demonstrieren, ein Grund für die Expedition. Es hätte sich gelohnt, den Aspekt der Asiendurchquerung auf Fahrzeugen und die damit verbundenen Herausforderungen genauer zu beschreiben.
Doch leider wird die Autorin dem technikinteressierten Leser in keiner Weise gerecht: Die Fahrzeuge werden nicht beschrieben, es gibt keine technischen Angaben oder Zeichnungen. Beschreibungen zu Problemen und Fähigkeiten der Fahrzeuge, von der Autorin fast immer nur "Raupen" genannt gibt es kaum, und wenn dann nur oberflächlich und am Rande. Außerdem bleibt unklar, welche Gruppe mit wie vielen Fahrzeugen welchen Typs unterwegs ist und wo die einzelnen Fahrzeuge verbleiben. Denn: Ab einem bestimmten Streckenabschnitt ist die Karawane offenbar nur noch auf Pferden und Kamelen unterwegs.
Insgesamt ist auch oft ziemlich unklar, wessen Tagebuchauszug, man gerade liest und zu welcher der aufgeteilten Gruppen dieser Teilnehmer gehört. Das ist wirr.
Die damalige geopolitische Lage und die sich daraus ergebenden Reiseumstände sowie die archäologischen Betrachtungen werden jedoch ganz interessant wiedergegeben. Das ist aber auch das Einzige.