Der Nahostkonflikt ist fast jeden Tag in den Schlagzeilen - dieser Film hilft ihn besser zu verstehen. Ein Volk - kaum der totalen Vernichtung entgangen - gründet nach 2000 jährigem Exil seinen eigenen Staat. Trotz einer zweifelhaften englischen Realpolitik und einer Übermacht von arabischen Feinden wird dieser Staat geboren. Durch seine Nähe zu den tatsächlichen historischen Ereignissen wirkt der Film insgesammt sehr authentisch, auch wenn ihm streckenweise (er ist immerhin 3 Stunden lang) etwas Pepp fehlt. Paul Newman ist in seiner Rolle als Sabre - ein in Israel geborener Israeli, der außen hart und innen weich ist, durchaus glaubwürdig. Eva Maria Saint wirkt dagegen etwas steif. Am stärksten ist die Szene, in der Dov Landau von der Irgun - den militanten israelischen Freiheitskämperfn über seine KZ-Vergangenheit befragt wird. Die ganze Tragik eines KZ-Lebens wird darin auf wenige Minuten komprimiert - eine schauspielerische Meisterleistung! Daneben bietet der Film sehr spannende Passagen (z.B. die Befreiung der Gefangenen aus dem englischen Militärgefängnis), schöne Bilder und eine bewegende Filmmusik, die mit einem Oskar ausgezeichnet wurde.