Aus der Amazon.de-Redaktion
Miegel zufolge soll Deutschland keinen Wert mehr darauf legen, Exportweltmeister zu werden. Vernünftig sei künftig, Verantwortung im Rahmen einer maßvollen Bürgergesellschaft zu übernehmen. „Der Wohlstand des 21. Jahrhunderts ist ein anderer und wird in höherem Maße immateriell sein“, lautet seine Prognose. Der Sozialstaat könne aufrecht erhalten werden, müsse jedoch abspecken. Für die Arbeitswelt gelte, Erwerbs- und Nichterwerbsarbeitszeit miteinander zu verschränken.
Miegel gibt zu bedenken: Nach dem Krieg wuchs die Zufriedenheit der Deutschen mit steigendem Wohlstand, bis sich 1970 etwa 60 Prozent der Menschen zufrieden nannten. Seitdem stieg der Wohlstand weiter an, aber nicht mehr die Zahl der Zufriedenen. Daran zeige sich, dass unsere Gesellschaft „ein gestörtes Verhältnis zu den materiellen und immateriellen Grundlagen ihrer Existenz“ entwickelt habe. Das wohltuende Feuer des Wachstums sei längst zu einem verzehrenden Brand geworden.
In Exit spricht Meinhard Miegel Klartext und profiliert sich einmal mehr als mutiger Querdenker in den konservativen Reihen. Offen bleibt, wie viele Deutsche begeistert Miegel folgen und den Gürtel verantwortungsbewusst enger schnallen wollen. Denn seine Ansichten schrecken auf wie einst die Forderung der Grünen nach einem Benzinpreis von 5 Mark pro Liter. Damals wie heute bleibt ebenso zu klären, inwieweit Deutschland den geforderten Kurswechsel im Alleingang schaffen kann.
„Denen, die über den Tellerrand hinausschauen“, lautet die ungewöhnliche Widmung in Miegels Sachbuch. Dass der Sozialwissenschaftler zu denen gehört, die weit blicken, steht außer Frage. Ausgiebig diskutiert werden sollte, inwieweit sein „Plan B“ in die richtige Richtung weist – am besten in den Feuilletons, Wirtschaftsteilen und an den Stammtischen zugleich.
– Herwig Slezak
Pressestimmen
"Seine Analyse liefert einen wichtigen Denkanstoß, der eine vertiefte Auseinandersetzung verdient. Es ist ein kraftvolles Buch, das von der sorgfältigen Argumentation und dem souveränen Erzählstil des Autors lebt." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 2010)
"Ein lesenswertes Buch. Ein nachdenkliches allemal. Ein aufrüttelndes." (Deutschlandfunk, 2010)
"Miegel setzt sich bis in alle philosophischen Verästelungen mit dem heutigen Wachstumsbegriff als Grundbedingung der westlichen Marktwirtschaft auseinander ... Ein lesenswertes Buch, ein nachdenkliches allemal." (Das Parlament, 2010)
"Das Neue an Meinhard Miegels Buch ist, dass er zweierlei zusammenführt: die umweltorientierte Kapitalismuskritik mit dem wertorientierten Kulturpessimismus einer erschöpften Gesellschaft." (ZEIT LITERATUR, 2010)
"Das Thema ist flächenbrandaktuell Ein Buch, das die gegenwärtige Gesamtmisere gut erklärt und zum (Rück-)Besinnen auffordert." (Manager Magazin, 2010)
"Miegels Buch ist mehr als lesenswert. Es ist eine aufrüttelnde Warnung." (Rheinischer Merkur, 2010)
"Die Diskussion über die Grenzen des Wachstums ist überfällig." (Deutschlandradio Kultur, 2010)
Kurzbeschreibung
Über den Autor
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