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Exit. Mein Weg aus der Neonazi- Szene.
 
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Exit. Mein Weg aus der Neonazi- Szene. [Taschenbuch]

Kent Lindahl , Janne Mattsson , Sigrid Engeler
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Exit -- so heißt ein Programm, das sich an Neonazis wendet, die aus der rechtsextremen Szene aussteigen wollen. Denn wer diesen Schritt wagt, der braucht Hilfe: um sich ein neues Leben aufzubauen, einen Job zu finden oder sich vor Racheakten der alten Kameraden zu schützen.

Exit -- so hat der Schwede Kent Lindahl seine Autobiografie genannt. Der Titel trifft in zweifacher Hinsicht zu. Zum einen ist dieses Buch die Geschichte von Lindahls eigenem Ausstieg aus der Skinhead-Szene. Zum anderen berichtet der Autor, wie er nach diesem Ausstieg zum Gründer des schwedischen Ablegers von Exit wurde.

Kent Lindahls Lebensgeschichte verläuft über weite Strecken trostlos: als Kind von den Eltern vernachlässigt, in der Schule Außenseiter und Prügelopfer, bereits mit 14 Jahren Kontakt zu Alkohol und Drogen. Damit ist der Grund für eine kriminelle Karriere gelegt. Lindahl lebt von Gelegenheitsarbeiten und Diebstählen, schlägt sich irgendwie durch und kompensiert seinen sozialen Abstieg, indem er sich eine wirre ausländerfeindliche Ideologie zulegt. Bei einer Gruppe von Skinheads findet er vermeintliche Kameradschaft, er rasiert sich den Schädel und verprügelt Ausländer.

Eine Welt voller Gewalt und Gefühlskälte wird hier geschildert, die Geschichte eines Orientierungslosen, der sich in der normalen Gesellschaft nicht zurechtfindet, Ablehnung erfährt und sich rächt durch ein möglichst radikales Verhalten, sozial und ideologisch. Kent Lindahl erzählt sein Leben in großer Offenheit, nicht in gewählter Sprache oder sachlicher Analyse, sondern als subjektiven Erfahrungsbericht im Jargon seiner Lebenswelt.

Der Ausstieg gelingt ihm, weil ihm sein eigenes Denken zunehmend fragwürdig erscheint. Und weil er in seiner Freundin und einer Suchttherapeutin entsprechenden Beistand erfährt. Um Jugendlichen zu helfen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, gründet Lindahl 1998 das Aussteiger-Programm Exit, das in Norwegen bereits erfolgreich arbeitete. Er organisiert staatliche Fördermittel, Beratungsmöglichkeiten, den Kontakt mit Sozialämtern und der Polizei. Erfolgreich, wie er schreibt, wenngleich er davor warnt, dass die Öffentlichkeit solche Projekte meist nur dann unterstützt, wenn gerade ein neuer Anschlag von Rechtsextremen für Schlagzeilen sorgt. Dass Hilfe für aussteigewillige Neonazis unabhängig von spektakulären Verbrechen notwendig ist, dafür plädiert Lindahls Buch auf eindringliche Weise. --Christoph Peerenboom

Kurzbeschreibung

Aus dem Schwedischen von Sigrid Engeler

Der Schwede Kent Lindahl war zehn Jahre aktiver Neonazi, er ließ sich die Arme tätowieren, den Kopf kahlscheren, er hat geraubt, sich geprügelt und landete schließlich im Gefängnis. Doch es gelang ihm, sich aus der Verstrickung in Kriminalität, Gewalt, nazistisches Gedankengut und Drogenhandel zu lösen und sich eine neue Existenz aufzubauen.

Nach norwegischem Vorbild gründete er das mittlerweile auch in Deutschland erfolgreiche Aussteiger-Programm »Exit«, das Rechtsextremisten hilft, sich aus der Szene zu lösen. In dieser beeindruckenden Autobiographie schildert Lindahl sein Leben und seinen Ausstieg aus der Neonazi-Szene.


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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen EXIT - Eine Skinheadkarriere, 20. Juli 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Exit. Mein Weg aus der Neonazi- Szene. (Taschenbuch)
Kent Lindahl zeigt in diesem Buch wie sich sein Leben entwickelte....

Vom Außenseiter in der Schule, durch die schwedische Arbeitersiedlung hinein in einen Kreis der ihm Macht über seine Umwelt verleiht - die Skinheadszene wird ihm schnell zum Familienersatz - der Alkohol zum Freund, das Militär zur Charakterschmiede....

Durch die Erfahrungen im Knast wendet er sich langsam ab vom Kampf und beginnt eine neue Laufbahn - als Einbrecher - er erledigt für "Bekannte" kleine Gelegenheitsjobs die Geld einbringen...

Interessantes Buch - ich denke wer sich ein Urteil zur Szene erlauben möchte, zu den Beweggründen die Skins antreiben, sollte dieses Buch gelesen haben.

Vor allen Dingen sollten es Eltern lesen die Kinder mit Sehnsucht nach einem solchen "Freundeskreis" haben - es hilft verstehen und liefert Ansatzpunkte das versinken der Kids in den Braunen Sumpf zu verhindern.... - vielleicht ergeht es Ihnen so wie es einer meiner Bekannten erging, deren Kinder in halbwüchsigem Alter begeistert waren von der (falschen!) "Nationalen Idee" - sie hatte ihren Kids das Buch zugänglich gemacht und diese erkannten bei dessen "Gebrauch" das man den "Exit" (Notausstieg) nicht braucht, wenn man es bleiben lässt noch tiefer einzusteigen!

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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein guter Einblick in die rechte Szene, 10. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Exit. Mein Weg aus der Neonazi- Szene. (Taschenbuch)
Ich muß wirklich sagen, dieses ist eines der wenigen Bücher, die wirklich Einblicke in die rechte Szene bieten. Dem Leser werden Einstieg, Befinden und Ausstieg aus der Szene beschrieben. Seit langem mal wieder ein Autor, der es versteht, dem Leser überzeugend seine Emotionen und Antriebe für Handlungen bzw. Taten zu übermitteln. Ich kann nur sagen: lesen, lesen, lesen!!!
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Notaustieg aus einem rasenden Zug in die falsche Richtung!, 16. November 2003
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Exit. Mein Weg aus der Neonazi- Szene. (Taschenbuch)
Rassenwahn gibt es immer noch - dieses Buch ist ein Hoffnungsschimmer, ein Lichtstreif am Horizont.

Kent Lindahl gibt in diesem Buch einen Einblick in sein Leben, man darf ihn ein Stück begleiten in die Irrungen der Skinheadszene und aus dieser wieder hinaus in die Menschlichkeit.

Vieles was hier geschrieben steht darf man nicht akzeptieren, nicht weil es so nicht sein kann - nein weil es so nicht sein darf, in das Weltbild eines normalen, tolleranten Menschen nicht passt - und doch gibt es dieses Seite an unserer Welt.

Dieses Buch erlaubt es einmal mehr zu erahnen was sich in der Skinheadszene abspielt - gibt einen Blick frei in die Denkstrukturen dieser Menschenhasser - denn Sie hassen Menschen, Menschen die aus anderen Ländern stammen sind trotz des Titels "Ausländer" Menschen - und dies scheint in dieser Gemeinschaft nichts zu zählen - Menschlichkeit ist ein Prädikat, welches Sie sich alleine zu vergeben vorbehalten.

Kent Lindahl hat den Weg aus der Szene gschafft - mögen die anderen Skins ihm folgen!

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