Nach seinem schwächeren Album Todd Smith" mussten seine Fans eine lange Zeit warten bis wieder etwas vom G.O.A.T. zu hören war. Mittlerweile 2 Jahrzehnte im Musikgeschäft, ist dies nun sein letztes Album für Def Jam Recordings. Mal schauen ob es dem GOAT würdig ist:
Gleich das Intro lässt das Herz eines jeden LL Fans höher schlagen. Time for War" liefert einen klasse Beat der mit seiner pompösen Hintergrundmelodie und LL's Rhymes das Todd Smith" schnell vergessen macht. Er schildert seinen Aufstieg im Def Jam Imperium und seinen Status als einer der Größten Rapper aller Zeiten.
Weiter geht's dann mit Old School, New School", einem Track nicht weniger hart als das Intro. Super Beat mit guter Melodie und auch einem Mr. Smith in Höchstform!
Der dritte Track ist dann mit 50 Cent, von dem Anfangs gesagt wurde er solle das ganze Album als Executive Producer fungieren. Gott sei dank ist dies jedoch nicht der Fall. Den Refrain des insgesamt ziemlich smooth daherkommenden Songs hätte LL auch allein singen können, dafür war Mr. Jackson nun sicher nicht vonnöten.
Get over Here" kommt mit elektronischen Sounds daher und passt dennoch gut in die bisher starken Songs. Auch LL zeigt hier dass auf jedem Beat grandios flowt.
Danach die Single des Albums, Baby mit The Dream. Sehr guter Radio-tauglicher Song auf dem man den Ladykiller Todd Smith mal wieder hört. Doch dies ist auch schon der einzige wirklich softe" Song auf dem Album.
Richtig hart kommt dann wieder You better watch me" daher. Der Beat erinnert sehr stark an 50 Cent's I get money" oder an Cassidy's I'm a hustler". Hervorragender Track, der sicher in New York ordentlich gefeiert wird.
Cry" lässt im Titel auf etwas Softeres schließen, doch selbst hier ist der Beat energiegeladener als der Beginn vermuten lässt. Guter Track.
Der Baby Rock Remix" mit Richie Sambora tanzt etwas aus der Reihe, hätte man sich vielleicht sparen können.
Rocking with the G.O.A.T." knüpft wieder an den Anfang der CD an und liefet LL pur auf einem mid-tempo oldschool Beat.
This is Ringtone Murder" macht genau dort weiter und versetzt uns in die 90er mit Funkmaster Flex und Mr. Smith auf dem Retro-Beat.
Like a radio" feat. Ryan Leslie kommt langsamer daher, doch auch dieser Track lässt die Fans keineswegs weiterskippen.
Etwas exotisch & orientalisch ist die Melodie bei I fall in Love, doch auch hier liefert LL einen Klasse Song ab der entgegen dem Titel keineswegs nur die Ladies zu begeistern vermag.
Ur only a customer" ist leider ein etwas durchschnittlicher Track, bleibt nicht sonderlich im Ohr hängen.
Nun wieder Amerikas aktuelles Lieblingsthema: Auf Mr. President" wird auch unser LL politisch, doch das tut er auf einem richtig einprägsamen und gelungen Beat, nicht zu schnell und auch nicht zu langsam. Wyclef Jean macht die Hook ebenfalls zu Erlebnis, definitiv super Track.
American Girl" kommt mit den Trompetenklängen ungewohnt für LL daher, doch selbst hierbei keine Anzeichen von Schwäche. LL lässt seine American Girls perfekt marschieren.
Der Titel hält bei Speeding on the Highway" was er verspricht. Todd befindet sich hier mit dem Brett von Beat tatsächlich auf der Überholspur.
Come and party with me" ist sozusagen eine New York Kombo mit Fat Joe und Sheek Louch. Erinnert an alte Glanzzeiten des Big Apple. Guter Track.
We rollin" ist dann nun für meinen Geschmack nix besonderes, Durchschnitt.
Dear Hiphop" nimmt nach seichtem Beginn ordentlich Fahrt auf und bildet zum Schluss noch mal ein Highlight des Albums. LL macht sich hier klasse auf dem mächtigen Beat.
Insgesamt dürften die LL Fans über dieses Album mehr als froh sein. Die mageren Zeiten scheinen vorbei, hier erlebt man Todd Smith auf kräftigen, harten Beats. Einzig die Leadsingle Baby" lässt den Ladylover durchblicken. Empfehlenswertes Album für alle die sich lange Zeit nach dem alten "mama said knock you out"-LL gesehnt haben!