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Existiert Gott?: Antwort auf die Gottesfrage der Neuzeit
 
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Existiert Gott?: Antwort auf die Gottesfrage der Neuzeit [Taschenbuch]

Hans Küng
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 880 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: N.-A., Nachdr. 2004. (Dezember 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492221440
  • ISBN-13: 978-3492221443
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 12,1 x 4,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 117.283 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hans Küng
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Für einen katholischen Theologen ist die Frage nach der Existenz Gottes eigentlich Ketzerei in Reinform. Doch gleichzeitig ist das In-Frage-Stellen von Zeit zu Zeit eine Notwendigkeit, um den zweifelnden Menschen mögliche Wege zu einem Glauben an einen (christlichen) Gott aufzeigen zu können. Dies hat sich Hans Küng mit Existiert Gott? vorgenommen, wobei er bereits im einleitenden "Was dieses Buch will" die Frage mit einem persönlich überzeugten Ja beantwortet.

Dass die Klärung der Gottesfrage die Schaffung eines Bewusstseins für deren historische Ursprünge und divergierende Interpretationen zur Voraussetzung hat, wird dem Interessierten spätestens bei Durchsicht des zehnseitigen Inhaltsverzeichnisses bei einem Buchumfang von 870 Seiten klar werden. Deshalb sei ausdrücklich darauf hingewiesen: Man braucht ernsthaftes Interesse, ein Grundverständnis vor allem der Philosophie und Geistesgeschichte sowie Ausdauer. Ohne diese wird einem der Zugang zu den teils erhellenden Reflexionen -- wie zum Beispiel den Ausführungen zum nur scheinbaren Gegensatzpaar "Vernunft und Glaube" (Descartes, Thomas von Aquin, Pascal, Augustin, Wittgenstein, Popper) oder zu der theologisch-biblischen Argumentation zum Gottesbeweis (der Mensch ist mehr als nur das, was er offensichtlich zu sein scheint, so auch in Christ sein) -- verwehrt bleiben.

Dem souverän gestalteten und hervorragend formulierten Text merkt man dabei stets die fundierte philosophische Ausbildung wie die jahrzehntelange breite und intensive Beschäftigung des Autors mit der Thematik an. Dennoch ist dies, wie Küng betont, keine Philosophie- oder Ideengeschichte, sondern eine Hinführung und Auseinandersetzung mit den Zweifeln konkreter Menschen der Vergangenheit, die dieselben wie die der Gegenwart sind.

Kernpunkte des historischen Diskurses sind die Antipoden des Glaubens, der Atheismus und der Nihilismus, wobei Letzterer als Konsequenz des Ersteren zu verstehen ist. Diesen wird als Ausweg aus der Glaubenskrise die Bejahung der Wirklichkeit sowie die Bejahung Gottes entgegengestellt, wobei Küng bei aller intellektuellen Raffinesse und Logik letztlich auf das Thema von Ewiges Leben? zurückkommt: Vertrauen in Glauben. Allerdings bleibt fraglich, ob sie sich dann für die Existenz Gottes entscheiden, um eine mögliche Antwort auf die Dinge zwischen Himmel und Erde zu haben, für die es keine plausible Erklärung gibt. --Osseline Kind

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Existiert Gott?
OA 1978 Form Sachbuch Bereich Religion
Die Antwort auf die Gottesfrage der Neuzeit, so der Untertitel, fasst in einem Buch zusammen, »was für den Verfasser seit seiner Studienzeit immer klarer geworden ist«. Seine Antwort auf die Frage »Existiert Gott?« lautet »Ja«.
Entstehung: Existiert Gott? war zunächst als Ergänzung der vorausgehenden Schrift Christ sein (1974) gedacht und entwickelte sich zu einer religions- und philosophiegeschichtlichen Darstellung des Atheismus und Nihilismus. Zugleich sollte die Schrift die Zweifel an der Christologie von Küng widerlegen.
Inhalt: Gegliedert in sechs Teile, führt die zumeist referierende Darstellung vom Zeitalter des Rationalismus bis zu einer Synopse des Gottesbegriffs in außerchristlichen Religionen; sie bleibt dem abschließenden »Ja zum christlichen Gott« untergeordnet. Symbolfiguren der Entwicklung des Atheismus zum Nihilismus sind René Descartes als Repräsentant des Vertrauens auf mathematische Gewissheit, Georg Friedrich Wilhelm R Hegel, Karl R Marx, Sigmund R Freud, Friedrich R Nietzsche, Max R Horkheimer und Martin R Heidegger.
Wirkung: Mit rund 870 Seiten Umfang um 200 Seiten über den Vorgänger Christ sein hinausgewachsen, knüpfte die »Ergänzung« an dessen Publikumserfolg an. In gleichem Maße wuchs der Argwohn der Glaubenskongregation in Rom und auch die deutschen Bischöfe sahen sich in ihrem Zweifel an Küngs rechtem Glauben bestärkt: Der »Fall Küng« mündete Ende 1979 in den Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis zur Mitwirkung an der Ausbildung von Theologen. C. W.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
53 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Schweizer Hans Küng zählt neben Uta Ranke-Heinemann und Eugen Drewermann zu den auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannten katholischen Theologen. Ebenso wie letztere verdankt er diese Popularität vor allem seiner kirchenkritischen Haltung - insbesondere in der Frage der Unfehlbarkeit des Papstes - aufgrund derer ihm 1979 die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen wurde.

Nichtsdestotrotz ist Küng ein überzeugter Christ und daher läßt er in EXISTIERT GOTT ? auch von Anfang an keinen Zweifel daran, daß er diese Frage mit einem klaren Ja beantwortet. Aber Küng bleibt auch da, wo er kritisiert, stets sachlich. Daher können auch eingefleischte Agnostiker und Atheisten dieses Buch mit Gewinn lesen. Küng setzt sich mit der Entwicklung vom Rationalismus zum Nihilismus auseinander. Er behandelt im Rahmen seiner Argumentation die für diese Entwicklung wesentlichen Positionen: Descartes' "Ich denke, also bin ich", Pascals Logik des Herzens, Hegels geschichtlichen Gott, Feuerbachs Atheismus, Marx und sein berühmtes Wort vom "Opium des Volkes, Nietzsches "Gott ist tot" und Freuds Interpretation des Gottesglaubens als infantile Illusion. Küng stellt die jeweiligen Philosophien ausführlich in ihrem jeweiligen Kontext dar. Diese Darstellungen, denen er etwa Zweidrittel seines umfangreichen Buches widmet, sind somit auch ausgezeichnete und verständlich geschriebene Einführungen in die Weltanschauungen der besprochenen Philosophen. Im letzten Drittel schließlich bietet er mit dem christlichen Glauben eine - seine - Alternative zum Atheismus an.

EXISTIERT GOTT ? kann, muß aber keineswegs von der ersten bis zur letzten Seite durchgelesen werden. Es eignet sich auch als eine Art Nachschlagwerk. Wer sich mit einem knappen Lexikonartikel etwa über Descartes' Philosophie nicht zufrieden geben, aber auch nicht gleich ein ganzes Buch darüber lesen möchte, findet hier einen goldenen Mittelweg. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

War diese Rezension für Sie hilfreich?
34 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wenn HK auch gleich zu Beginn, die Im Titel auf-geworfene Frage positiv beantwortet und sich ein-deutig hinter den christlichen Gott stellt, bleibt das Buch dennoch lesens- und empfehlens-wert weil der groessere Teil seines Inhalts ausge-rechnet den vielen Gegnern und Zweiflern gewidmet ist. Diese werden gruendlich und neutral kommen-tiert.

Allerdings, das Buch erweckt den Eindruck als muesste HK, angesichts der erdrueckenden Last kritischen Materials, alle inneren Kraefte mobi-lisieren um selber an der These von der Existenz des christlichen Gottes festzuhalten. Wahrend die Gegner und Zweifler, durch seine Feder, ihre Thesen wissenschaftlich zu untermauern suchen, zieht HK die Taktik der Gegenfragen, nach dem Motto vor (S.586): "Laesst sich schlisslich nicht zu jedem Beweis fuer Gott ein gleichwertiger Gegenbeweis erstellen?" Alternativ entflieht er in den nebuloesen Bereich des nicht erklaerungs-beduerftigen, persoenlichen Glaubensbekennt-nisses.

Es stellt sich die faszinierende Frage ob HK, der schliesslich sein Leben der Kirchenarbeit gewid-met hat, in eine Notlage geraten ist. Der reich-haltige Stoff seines Buches fuehrt den unvorein-genommenen Leser zwangslaeufig zu der Erkenntnis, dass zumindest berechtigte Zweifel an der realen Existenz des christlichen Gottes angebracht sind. Sein "Credo in spiritus sanctum" hinterlaesst einen kraftlosen Eindruck. Zumindest bietet er versoehnlich an: "Niemand - kein Bischoff und kein Professor, kein Pfarrer und kein Laie - 'besitzt' den Geist. Aber jedermann darf immer wieder neu daraum bitten."

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Wir modernen Menschen haben es uns angewöhnt, die Sache mit Gott als Privatissimum anzusehen. Gerade bei uns hier in Deutschland, indem sowieso sehr viele pessimistisch eingestellt sind (nicht gegen den Leser gerichtet) man schaue sich nur mal in Südamerika oder Indien um. In dn demokratischen Verfassungen ist die Glaubens und Gewissensfreiheit garantiert, die offizielle Zurechung zu einer bestimmten Konfession geschieht bei uns vor allem aus steuerlichen Gründen. Im übrigen ist sie in der Regel folgenlos und sagt nichts über die Glaubenspraxis des einzelnen. Jeder soll nach seiner Fassion selig werden. Aber fragt man sich, muss das sein?.
Auf den ersten fünfhundert Seiten dieses Buches ist viel von Philosophie und nur ansatz weise von Theologie die Rede. Doch keine Philosophie - oder Geistesgeschichte ist von Küng beabsichtigt, sondern `systematische Klärung der geschichtlichen Gottesproblematik`. Die Frage nach der Existenz Gottes war seit der Patristik stets die nach der Feststellbarkeit und Beweisbarkeit eines allmächtigen Wesens. (Das was der Mensch denkt was es ist, zumal er dies nicht weiß, dennoch aber meint es zu wissen). Vernunft sollte den Glauben bestätigen. Küngs Untersuchung beginnt nicht, wie man bei diesem Thema erwarten möchte, bei Augustin und Thomas (wenn du es beweisen kannst, ist es nicht Gott), sondern im Stil aufgeklärter Darstellungen der neu zeitlichen Philosophiegeschichte bei Descartes. Der Einstieg wird also dort gesucht, wo die Selbstsicherheit der mitteraltlichen Theologie sichtbar zu Ende ging: nach der Reformation, in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, als mitten im Dreißigjährigen Krieg durch die Erkenntnise von Männern wie Kepler, Galilei, Bacon und Descartes allem scholastigen Starrsinn zum Trotz die Grundlagen der modernen Wissenschaft geschaffen wurden. Mit Descartes wird die radikale Trennung von Glauben und Wissen mainfest, mit ihm tritt ein Denker auf den Plan, für den die Philosophie nicht mehr die Erfüllungsgehilfin der Theologie ist.

Naturwissenschaftliche Wahrheiten sind mathematisch beweisbare, sie gründen allein in den Prinzipien der Vernunft, wobei das Wissen der Wissenschaft auf Glauben beruht, so ungerne das auch alle Naturalisten sowie Materialisten hören mögen. Es ist also durchaus legitim, die Problematik des Fragens mit Descartes beginnen zu lassen. Die Wende des Denkens, die Descartes eingeleitet hat, ist oft meisterhaft dargestellt worden: Von den Neukantianern bis zu den Jaspers und Heidegger gibt es eine Reihe großartiger Interpretationen. Das Erstaunliche an Küngs Darstellung ist, daß sie, obwohl sie eigentlich in keinem Punkt etwas Neues bringt, der umstrittenen Figur des Cartesius auf so vielseitige Weise gerecht wird, wie dies sonst bisher nur in den Kommentaren Etienne Gilsons geschehen ist. Gegenüber der freilich unschlagbaren historischen und philologischen Akribie Gilsons hat Küng allerdings die leichte Lesbarkeit, die Beschreibung quasi aus einem Gruß voraus: Der Lebensweg und Bildungsgang Descartes wird präzis beschrieben, der Ansatz der cartesischen Metapysik bündig dargestellt, das geniale, oft unterschätzte Frühwerk über die Regeln zur Leitung des Geistes, ist in seiner wissenschaftstheorethischen Bedeutung erkannt und entsprechend hoch eingeschätzt.
Andererseits sind die Einflüsse der Scholastik bei diesem Überwinder der scholastischen Philosophie nicht unterschlagen. Dabei sind dies alles eigentlich Nebensächlichkeiten im Sinne des Themas. Wenn wir hier so ausführlich darauf eingehen, so geschieht das, um an diesem Beispiel zu verdeutlichen, wie solide und kenntnisreich die Untersuchung von Küng gearbeitet hat. In der Hauptsache geht es in dem Descartes - Kapitel natürlich um die origiginellen Gottesbeweise dieses Denkers -, besonders um jenen, der aus der `Idee Gottes im denkenden Bewußtsein die wirkliche Existenz Gottes nachweisen will`, wo er letztlich evtl Recht haben könnte, wenngleich nicht in seinem Denkschemata - Erkenntnisse der Quantenphysik weisen auf ein Elektron hin. (Tipp Dr. Michael König zu bennenen).

Die Grenzen des Rationalismus werden hier schon in seiner Geburtststunde sichtbar. Küng verteidigt nicht diesen Rationalismus, aber er bekennt sich zu der von Descartes intendierten Rationalität, zum kritischen Dialog von Glauben und Wissen und zu dem daraus resultierenden Erkenntnisethos der neuzeitlichen Wissenschaft. Die Ausführlichkeit und Breite, mit der er diesen Fragen nachgeht, hat gelegentlich etwas von der Weitschweifigkeit, die wir aus den großen Werke von Jaspers kennen. In immer wieder neuen Anäufen kreist das Denken um die vorgegebene Fragestellung.
Dabei geht es Küng nicht nur um die Redlichkeit der Argumente. Sein Buch hat zweifelos auch eine apologetische Funktion. Indem es bei Descartes die augustinische Tradition beszweifelt und Cartesius statt dessen ganz eindeutig als weltliche Nachfolger des Thomas Aquin einstuft (ein Urteil das durch die französiche Descartes Forschung gedeckt ist), kann er schon in seiner ersten Zwischenbilanz für ein neues dialogisches Miteinander von Theologie und Naturwissenschaft eintreten und dabei gleich seine frühere Vorwürfe gegen die institutionierte Kirche widerholen und untermauern: Es genügt heute nicht mehr, aus konservativer Denkgesinnung, Glaubensangst und langgepflegter Tradition den definitiven Zusammenbruch des alten und mitteraltlichen Weltbildes zu verschweigen, vom überholten Welthorizont der tradioniellen Lehraussagen einfach abzusehen und so faktisch eine halbierte Scholastik zu bieten.
Wer heute nach Art des Vogels Strauß den Kopf in den Sand der Tradition steckte, verspiele die Glaubwürdigkeit von Theologie und Kirche. Küng scheut sich nicht, Roß und Reiter zu nennen : Er spricht von den - immer wieder neuen Fehlentscheidungen - der römischen Kirche in Fragen der neuzeitlichen Wissenschaft. Sie begann mit der Verurteilung des Kepernikus und Galileis, und sie reiche bis hin zur Enzyklika - Humane vitae - Pauls 1950. Küng nennt auch die Enzyklika - Humani vitae - Pauls VI. 1986 bezüglich der Geburtenreglung schlicht einen Fehlentscheid, und er bezeichnet die Zölibatsenzyklika 1967 als Erfindung dar, das römische Studiendokument zur Dämonenlehre 1975, das Sexualdokument bezüglich Masturbation und Homosexualität 1976 und die diffamierenden Aussagen über die Frau und das Verbot der Frauenordination 1977 als - Ausdruck jenes überholten mitteralterlichen Denkens.

Küng verlangt von seiner Kirche nichts anderes, als in solchen Fragen radikal umzudenken und die ebenso starre wie ängstliche Defensive gegenüber der modernen Wissenschaft aufzugeben. Das mag manchen ungeheurlich erscheinen. Aber Küng fordert keineswegs, daß die Theolgie nun der Naturwissenschaft hinterherlaufe. Er zeigt vielmehr - und dies besonders in der Auseinadersetzung mit Wittgestein und Popper -, daß auch der Wissenschaftspositivismus und der Kritische Rationalismus nicht ohne Hypothesen auskommen, daß jedoch so exakte wissenschaftliche Methode an ihren Anfang Annahmen setzten muß, die letztlich auf irrationalen Entscheidungen beruhen.
Aus Irrationlität gründet sich keine Rationalität, da es ja an sich Intellktuell sein muß. Auch diese Einsicht ist nicht neu. Ihre erneute Herausarbeitung ermöglicht aber im Zusammenhang des Buches, daß so etwas wie Glaube, auch wenn von manchen Wissenchaftstheoretikern unterschlagen, überall wirksam ist. Die mit Descartes einsetzende Scheidung von Glauben und Wissen ist nicht derart, daß die Vernunft jemals ohnen den Glauben auskommen könnte. Diese heute gerade von vielen Naturwissenschaftlern geteilte Ansicht eröffnet Küng den weg die Frage nach der existenz Gottes in einer naturwissenschaftlichen und technische bestimmten Welt neu zu stellen. Dieser Frage wird mit äußerster Behutsamkeit nachgegangen.
Auf die Eröterung der Scheidung von Glauben und Wissen durch den in der thomastischen Tradition stehenden Descartes folgt die Untersuchung der Gegenthese des in der augustinischen Tradition stehenden Blaise Pascal mit seinen Verbindungen zum Protestantismus, zu Sören Kierkegaard und Karl Barth : Glaube und Wissen sind untrennbar, was aber hier heißt, daß man den (rettenden) Sprung in den Glauben wagen und alle Unsicherheiten des Wissens preisgeben muß. Die Frage, wie der existierende Gott sich denken lässt, war aber in der Tradition auch für Küng nicht angemessen zu beantworten. Sie ist heute neu zu stellen, heißt sich mit den Argumenten der Physik zu beschäftigen, die uns das ungemein fein abgestimmte Universum präsentiert. Quantenphyik wird sich der Biologie einverleiben denn die Pysik ist das Verständnis von der Welt, wie auch Leben allgemein als Elektromagnetisch betrachtet wird.

Folgerichtig kulminiert Küngs Darstellung im ausführlichen Bedenken der religionkritischen Einwände von Feurbach (war er gar ein geheimer Christ? Verbindung der erwähnung seinerseits zu dem Johannes brief ), Marx und Freud (der hätte mal darüber nachdenken sollen, weswegen er über Erkentnisse nachdenken kann) und in der Konfrontation mit dem Nihilismus Nietzsches. Lesen Sie weiter... ›
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