Vor 18 Jahren erwischte der Journalist Sam Ronstadt (Jim Broadbent) seinen Sohn Tom (als Erwachsener dargestellt von John Simm) beim Durchsehen einer Akte und schlug ihn brutal zusammen, obwohl er bisher nie die Hand gegen ihn erhoben hatte. Zutiefst gekränkt verließ Tom daraufhin sein Elternhaus. Nun kehrt er zurück und will eine Erklärung für die Ereignisse von damals finden. Das ist gar nicht so einfach, denn der Vater leidet mittlerweile an Alzheimer. Tom beginnt nachzuforschen, worüber sein Vater damals recherchierte; er selbst kann sich nur mehr an einen Namen erinnern, den er in der Akte gelesen hat: Metzler. Bald merkt Tom, dass seine Nachforschungen sein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen drohen und ihn und seine Familie in Gefahr bringen...
"Exile" ist ein dichter Dreiteiler mit exzellenten Schauspielern. Jim Broadbent spielt den alzheimerkranken Vater mit beeindruckender Intensität und viel Gespür sowohl für die Tragik als auch für die Situationskomik, die sich aus seiner Verwirrtheit manchmal ergibt. Die Mini-Serie nimmt sich Zeit für die Charaktere, ohne dass die Spannung dabei zu kurz kommt, und obwohl die Geschichte eher düster ist, wird sie immer wieder durch Humor aufgelockert. "Exile" ist vielleicht nicht ganz so großartig wie "State of Play" (das sich ja ebenfalls Paul Abbot ausgedacht hat), aber auf jeden Fall sehr sehenswert und sehr berührend.
Die DVD enthält die 3 Folgen, die jeweils eine knappe Stunde dauern, ein kurzes "Behind the Scenes" und 3 Kurzfilme der Alzheimer Society. Sprache und Untertitel sind nur auf Englisch.