In einem kleinen Örtchen, am Rande der Welt, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Struktur des Ortes bestehend aus dem Shire und seinen Pächtern scheint Resistent gegen jede Modernität und Beeinflussung von Aussen. Das feudale Gefüge gerät ins Wanken, als ein junges Mädchen vermißt wird und die Spezialisten der Polizei ihre Spur aufnehmen. Voller Widerwillen unterstützen die Bewohner des Ortes sie kaum, um ihnen doch seltsamerweise die eine oder andere Information wie einen Brocken vor die Füße zu werfen.
Val McDermid ist dabei ein von Anfang bis Ende spannender und dabei tiefer Thriller gelungen. Es ist eben nicht nur eine Geschichte über den Kriminalfall des verschwundenen Mädchens, sonder ein weitgehender Einblick in gesellschaftliche Zwänge und innere Motivationen. Die Geschichte spielt über einen Zeitraum von 40 Jahren, und jeder der spannende, hintergründige Unterhaltung wünscht kann bedenkenlos zuschlagen.
Wichtig für ein Hörbuch ist die Sprecherin, in diesem Falle Hannelore Hoger, die das Werk auf ihre unverwechselbare einfach und doch packende Art erzählt. Sie bringt den Hörer in die Protagonisten, ohne viele Effekte. Also keine verstellten Stimmen und nachgemachten Geräusche, einfach nur gut und packend gelesen.