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Ewiges Afrika. Eine Reise vom Kap der Guten Hoffnung nach Marokko
 
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Ewiges Afrika. Eine Reise vom Kap der Guten Hoffnung nach Marokko [Gebundene Ausgabe]

Peter Pickford , Beverly Pickford
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 297 Seiten
  • Verlag: Delius Klasing (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3768816605
  • ISBN-13: 978-3768816601
  • Größe und/oder Gewicht: 30,6 x 27,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 232.988 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die besondere Gabe von Peter und Beverly Pickford, den Gehalt eines Motivs einzufangen und in einer erfrischenden Bild- und Wortsprache wiederzugeben, zeugt von ihren langjährigen Erfahrungen. Ewiges Afrika zeichnet die einjährige Reise der Pickfords vom südafrikanischen Kapstadt nach Tanger in Marokko nach. Das außergewöhnliche Bildmaterial ist eine Huldigung an den Kontinent und seine Bevölkerung, an die wilde Flora und Fauna und an die afrikanische Landschaft.
Die Autoren haben sich bewusst einer kontinuierlichen Erzählweise enthalten und sich für Kurzporträts der einzelnen Länder entschieden. Diese lebendigen Skizzen sind Verknüpfungen von persönlicher Erfahrung, Historie und einem nachhaltigen Einfühlungsvermögen für Land und Leute. Mit den Aufnahmen für Ewiges Afrika hat die Fotografie der Pickfords eine neue Dimension erlangt. Der Sepiaeffekt der Schwarz-Weiß-Aufnahmen ist Ausdruck für die Zeitlosigkeit des Reisens und ermöglicht die Darstellung eines weit reichenden Spektrums: von der plastischen Abbildung des Lebens und der besonderen Reize Afrikas, über bestürzende Momente bis hin zum Heiteren und Schönen. Im Zusammenspiel mit der eindrucksvollen Farbgebung wird die Sinnlichkeit der Orte reflektiert, die selbst den flüchtigen Leser und Betrachter in ihren Bann zieht.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine beindruckende Hommage 28. Oktober 2005
Von "atreyu2"
Peter und Beverly Pickford gehören zu den renommiertesten Afrika Fotografen dieser Zeit. Dies beweisen sie auf eine neues in ihrem nun bereits achten neu erschienen Buch. Beide in Afrika geboren überzeugen mich persönlich durch ihre immer neuen und interessanten Blickwinkel, mit denen sie Menschen, Flora und Fauna wahrnehmen. Besonders gut haben mir die Fotografien im Sepia- Stil gefallen. Sie haben eine ganz eigene Sprache und wirken auf mich um einiges intensiver.
„Ewiges Afrika" beschreibt die einjährige Reise der beiden Autoren vom südafrikanischen Kapstadt nach Tanger in Marokko. Dass diese Reise kein einfaches Unterfangen ist, beweisen die gefährlichen Episoden in Äthiopien und im Sudan. Was auch sehr schön gemacht ist, ist die nicht kontinuierliche Erzählweise der Pickfords. Sie haben einen anderen wie ich finde angenehmeren Weg gewählt. Sie stellen die einzelnen Länder in Kurzporträts vor. So kann man sich immer wieder ganz individuell auf ein Land neu einlassen.
Dieses Buch ist eine wunderschöne Hommage an einen Kontinent, der immer wieder neues in sich birgt, und dessen Faszination man sich nicht entziehen kann.
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Von Redaktion Literaturtipp.com TOP 50 REZENSENT
Mosambik - ein Land an der Ostküste Afrikas, ein Land, dessen Ruf Europa höchstens dann erreicht, wenn wieder einmal Hungersnöte oder putschende Warlords das Bild des schwarzen, des verlorenen Kontinents in den Augen des Westens zu bestätigen scheinen. Mosambik - im goldenen Licht des Nachmittags zieht ein junger, muskulöser Fischer seine Netze an Land. Seine Füße stemmen sich in den feinen Sand, die Oberarme spannen, die rauen Hände umfassen das grobfasrige Seil. Ein Moment voller Kraft, Ausdruck und von solch einer Ästhetik, wie sie auch in den Filmen einer Leni Riefenstahl nicht eindrucksvoller zu finden wäre. Die doppelseitige Abbildung des jungen Mosambikaners im Bildband "Ewiges Afrika" ist die eindrucksvolle Gegenthese zum Bild eines in Agonie und Selbstzerfleischung dahinsiechenden Kontinents. Dem international renommierten Autoren- und Fotografenpaar Peter und Beverly Pickford ist es zu verdanken, dass hier einmal das andere Afrika ein Gesicht erhält und eine Stimme bekommt. Das Afrika der ungezähmten Tuareg wie auch der stolzen Krieger vom Stamm der Massai sowie das der einfachen Leute aus den Städten und Dörfern zwischen Südafrika und Marokko.

In Südafrika beginnt sie, die einjährige Odyssee, die Peter und Beverly Pickford durch Länder führen wird, von denen der Leser meist kaum mehr als vielleicht den Namen der jeweiligen Hauptstadt kennen wird. Durch die ehemalige deutsche Kolonie Namibia geht die Reise unter anderem entlang der Ostküste durch Sambia und Malawi, durch die Urwälder Ugandas, von dort nach Äthiopien und schließlich über Ägypten nach Marokko. Die Abenteurer selbst sind beide gebürtige Afrikaner, sie sind sich den mannigfaltigen Gefahren bewusst, denen sie sich aussetzen und die sie mehr als einmal während ihres Trips in die Bredouille bringen werden. Was aber treibt sie an, sich in Landstriche zu trauen, die sie nur unter dem Schutz militärischer Eskorten passieren können, da es hier von marodierenden Banden und Minen aus unzähligen Bürgerkriegen nur so wimmelt? Die eine Antwort auf diese berechtigte Frage findet sich im Vorwort des Buches, geschrieben vom Vizepräsidenten von Botswana persönlich: "Wer in Afrika geboren wurde oder hier seine Wurzeln hat, den hat sein Heimatkontinent wohl wie kein anderer mit einer tiefen Zuneigung versehen, ein leidenschaftliches und glücklich machendes Gefühl der Verbundenheit, das tief in der Seele brennt."

Die zweite Antwort erschließt sich dem Leser des überaus reich bebilderten Werkes bei der Betrachtung der zahllosen Fotografien. Ob in Schwarz-weiß oder in Farbe, grobkörnig wacklig oder scharf gestochen, ob als doppelseitige Großpanoramen oder in kleinen Porträtaufnahmen - selten zuvor wurde der schwarze Kontinent derart eindrucksvoll auf Fotopapier festgehalten wie im Bildband "Ewiges Afrika". Allen Bildern gemein ist ihre sagenhafte Ästhetik, die die Fähigkeit der beiden Fotografen dokumentiert, den Auslöser genau im richtigen Moment zu betätigen. Nilpferdbullen, die sich im Schlamm bis aufs Blut bekämpfen, Zebraherden in wilder Flucht durch das spritzende Wasser, Frauen, die hoch auf ihren Köpfen kiloschwere Wassergefäße anmutig zu balancieren wissen, oder die geschmeidige Pirsch großer Raubkatzen durch das flirrende Gras der Savanna - jedes Lebewesen, jeder Naturraum bekommt hier das Foto, das seinem Charakter am ehesten entspricht. Was aber wohl am meisten beeindruckt an diesen Fotos, ist die Unmittelbarkeit, die sie auf den Betrachter ausüben. Lachende Kindergesichter in den Dörfern der Sahelzonen, der ernste, fast stoische Blick einiger hier schon anachronistisch anmutender traditioneller Stammeskrieger in der für sie fremden Umgebung des Molochs Darassalam oder auch die großen, tiefen Augen der letzten Berggorillas in den Wäldern Ugandas - Gesichter prägen Menschen, sind der Schlüssel zu ihrer Seele und diese Seele Afrikas liegt hier wie ein offenes Buch. Man kann in ihr lesen und erliegt schnell dem mystischen Zauber, den dieser Kontinent auf seine Besucher ausübt.

Das in sieben Oberkapitel gemäß der durchreisten Regionen eingeteilte Buch "Ewiges Afrika" wird zudem durch mehrere längere Textpassagen ergänzt, in denen die Autoren eine kurze Einführung zum jeweiligen Land, seiner Geschichte und seinen Bewohnern liefern und diese durch eigene Erfahrungen und Erlebnissen während ihrer Reise untermalen. Diese von Christian Hauert und Dr. Volker Bartsch aus dem Englischen übersetzten Passagen sind die passende Ergänzung zu den darauf folgenden Bildern. Hier schildern Peter und Beverly Pickford kleine Begebenheiten mit den Einheimischen, deren Bräuche und Sitten, aber auch die Probleme, auf die die beiden als weiße Touristen in ihrem Kontinent gestoßen waren. Denn ganz ausblenden lässt sich die mitunter triste Realität auch nicht auf einem scheinbar friedlichen Viehmarkt in Äthiopien. Bei einem Gerangel zwischen Jugendlichen und Bauern aus der Umgebung werden die beiden Zeugen, wie die einschreitende Staatsmacht mit brutaler Gewalt gegen ihre Bürger vorgeht. Es sind diese Momente, in denen die Autorin gesteht, Afrika zu hassen. Zu hassen, weil hier das vergossene Blut der Menschen schneller vergessen wird, als das eines Bullen, zu hassen, weil "Blut und Staub zum Lauf der Dinge" dazugehörig betrachtet werden. Gleichzeitig aber kann sie auch nicht lassen von diesem Afrika, zu stark ist sein Bann, denn sie "(...) liebe es, weil man sich hier nicht feige und kriecherisch duckte, sich nicht enttäuschen ließ vom menschlichen Verhalten."

Der Bildband "Ewiges Afrika" gleicht der Konfrontation mit unserem Unbewussten, der menschlichen Sehnsucht nach grenzenloser Weite, der Suche nach dem Ursprünglichen, dem Unverstellten!
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