Handlung:
Der einst erfolgreiche Profisportler Griff Burkett wird nach 5 Jahren endlich aus der Haft entlassen. Nachdem sein Anwalt die Villa, Autos und all sein Vermögen zur Verteidigung und Tilgung seiner Schulden verwand hat, sieht es momentan nicht sehr rosig für ihn aus. Auch die ansässige Bevölkerung lässt am einst gefeierten Helden kein gutes Haar und ein skrupelloser Polizist verfolgt ihn zudem auch noch.
Da kommt Griff die Einladung des Airlinebesitzers Forster Speakman wie gerufen. Jedoch ist er auf dessen unmoralisches Angebot ganz und gar nicht vorbereitet. Er soll dem Ehepaar Speakman zum gewünschten Nachwuchs und Erben verhelfen. Wenn alles glatt geht, winkt Griff nicht nur der enormere Vorschuss sondern auch eine Million Dollar pro Jahr. Wer kann da schon nein sagen, Geld stinkt schließlich nicht.
Jedoch ändert er seine Einstellung schnell, da Laura Speakman starke Empfindungen in ihm auslösst. So ersehnt Griff nach jedem monatlichen Treffen einen erneuten Anruf von ihr herbei. Als dann Lauras Ehemann ermordet wird, versucht Griff alles, um nicht für immer hinter schwedischen Gardinen zu landen, denn auf der Tatwaffe sind seine Fingerabdrücke. Nun muss er schleunigst seine Unschuld beweisen.
Endlich, ein neuer Sandra Brown Roman, freute ich mich. Doch nachdem nun die letzte Seite gelesen ist, kann ich sagen, ~Ewige Treue~ hat mich leider nicht so gefesselt wie ich das von den Romanen der Autorin gewohnt bin. So kann ich den vorhergehenden positiven Meinungen auch nicht uneingeschränkt zustimmen.
Mit dem männlichen Protagonisten hat SB diesmal einen untypischen "Helden" gewählt. Anfangs auf sich selbst gestellt, egoistisch, dann von Schuldgefühlen geplagt und einfühlsam. Dies gefiel mir ausgesprochen gut. So ist Griff Burkett's Charakter hervorragend geschrieben. Geprägt von einer traurige Kindheit, ist er verschlossen. Auch seine liebenswerten Zieheltern können daran nicht viel ändern. Durch eiseren Willen, Talent und vorallem der Liebe zum Football schafft er es bis an die Spitze. Deshalb ist sein Betrug für alle auch ein Schock. Nach seiner Entlassung sieht er daher die Vereinbarung mit den Spakmans als profitable Geldeinnahme um wieder auf die Beine zu kommen. Und auch wenn er anfäglich kaum Skrupel zeigt, bereut er seine damaligen Taten.
Dagegen fehlte mir bei Laura Speakman einigs, um ihren Charakter abzurunden. Zwar wird sie als zielstrebige Karierre- und liebende Ehefrau dargestellt, doch bleibt sie dennoch ein bisschen farblos für mich. Sie versucht ihrem Mann jeden Wunsch von den Augen abzulesen, da sie sich im geheimen die Schuld am Unfall und seinem daraus resultierenden Handicap gibt. Aus diesem Gund stimmt sie auch dem Plan zu, sich von einem anderem schwängern zu lassen. Doch ich frage mich, wie sie sich am Ende in einen Mann verlieben konnte, der Geld annahm, um mit ihr zu schlafen?
Der exzentrische Unternehmer Foster Speakman, wünscht sich nichts sehnlicher als einen Erben für sein Imperium. Durch seine Querschittslähmung ist er dazu nicht mehr in der Lage. So versucht Speakman seine Frau zu beeinflussen und drängt sie dazu sich von einem Wildfremden schwängern zu lassen. So nimmt sein Charakter gegen Ende auch immer psychotischere Züge an.
Fazit:
Leider fehlte mir die gewohnte Chemie zwischen den beiden Hauptcharakteren, von der leider nur ein Hauch in einigen Szenen für mich zu spüren war. Ich hätte mir bei so einer Handlung einfach mehr Emotionen erwartet, doch vorallem wesentlich mehr Szenen, die die Liebe zwischen Laura und Griff am Ende glaubwürdiger gemacht hätte. Ebenso fand ich auch die Einführung der Charaktere zu lang. Und auch wenn die Handlung ab Mitte des Romans an Spannung gewinnt und es wie gewohnt gelungene Dialoge gab, kenne ich jedoch andere Romane von SB z.B
Envy - Neid: Roman die mich mehr gepackt, berührt aber vorallem mir wesentlich besser gefielen. Daher vergebe ich auch nur 3 Sterne.