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Evolution, Zivilisation und Verschwendung: Über den Ursprung von Allem Taschenbuch – 19. August 2008


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 460 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 4., Aufl. (19. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3837057925
  • ISBN-13: 978-3837057928
  • Größe und/oder Gewicht: 14,8 x 2,4 x 21 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 851.360 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Peter Mersch ist Systemanalytiker und Zukunftsforscher. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Gebieten Migräne, Evolutionstheorie, soziokulturelle Evolution, Demografie und Soziologie. Von ihm stammen die Systemische Evolutionstheorie, das Familienmanager-Konzept und die energetische Migränetheorie. Daneben beschäftigt er sich mit den Ursachen der Übergewichts- und Demenzepidemie. Auch dazu hat er eigene theoretische und praktische Konzepte vorgelegt.

Stimmen:

Prof. Gerhard Vollmer (Mitbegründer der Evolutionären Erkenntnistheorie) über "Die egoistische Information": "Merschs größte Leistung besteht darin, dass er ein geeignetes Abstraktionsniveau für eine universelle Evolutionstheorie gefunden hat. Es gelingt ihm, seine Theorie so zu formulieren, dass sie sowohl die biologische als auch die soziale Evolution angemessen beschreibt. Insbesondere gelingt es ihm, das für die Ökonomik grundlegende Theorem der komparativen Kostenvorteile aus seinen Grundannahmen abzuleiten. Das ist genau das, was wir von einer universellen Evolutionstheorie erwarten. Mir scheint, dass hier die bisher beste Verallgemeinerung des Evolutionsgedankens vorliegt."

Prof. Franz Josef Radermacher über "Systemische Evolutionstheorie": "Dies ist ein großartiges Werk. Es ist eine umfassende Darstellung des Gedankens der Evolution unter Einschluss allgemeiner Superorganismen, damit auch von Unternehmen, Staaten und der ganzen Menschheit, was mir thematisch immer schon ein besonderes Anliegen war und ist."

Prof. Klaus Rohde über "Systemische Evolutionstheorie": "Die Systemische Evolutionstheorie unterscheidet sich vom Darwinismus darin, dass sie nicht davon ausgeht, dass sich Individuen (oder Gene) einer Population generell möglichst oft reproduzieren wollen, sondern dass sie unterschiedliche Reproduktionsinteressen besitzen können (wie zum Beispiel verschiedene Kasten von sozialen Insekten). Sie unterscheidet sich von der Soziobiologie, die annimmt, dass individuelle Reproduktionsinteressen das soziale Verhalten bestimmen, darin, dass die soziale Organisation die individuellen Reproduktionsinteressen nicht notwendigerweise auf genetische Art bestimmt. Die darwinsche Erklärung ist ein Sonderfall der Systemischen Evolutionstheorie für Populationen, deren Individuen alle ähnliche Reproduktionsinteressen besitzen.

Mir scheint, dass die Systemische Evolutionstheorie vor allem neues Licht auf die Evolution menschlicher Kulturen im weitesten Sinne, inklusive der Technik und staatlicher Organisation werfen kann, und eingehende kritische Berücksichtigung verdient. Ihre Terminologie ist klar und leicht verständlich, was vor allem auch für die Diskussion des Sozialdarwinismus wichtig ist. Die Annahme von die Evolution vorantreibenden eigendynamischen Evolutionsakteuren im Gegensatz zu rein passiv selektierten Einheiten steht im Einklang mit neueren theoretischen Erkenntnissen, die die Selbstorganisation komplexer Systeme für einen wesentlichen Evolutionsfaktor halten."

Prof. Jürgen Tautz über "Systemische Evolutionstheorie": "Unter den Büchern, die sich mit dem Prozess und den Resultaten von Evolution befassen, ist dieses Buch für mich eines der originellsten seit Langem."

Prof. Jochen Oehler über "Systemische Evolutionstheorie": "Eine Reihe von interessanten Ansätzen vonseiten der Molekularbiologie, der Verhaltens- und Soziobiologie einschließlich der Memtheorie haben für bestimmte Bereiche das evolutionäre Erklärungspotenzial zwar erweitert, aber noch nicht zu der erhofften übergeordneten neuen Theorie geführt. Peter Mersch legt nun als Systemtheoretiker mit seiner Systemischen Evolutionstheorie einen umfassenden, vor allem übergeordneten Ansatz vor, der höchste Beachtung verdient."

Prof. Klaus Rohde über "Ich beginne zu glauben, dass es wieder Krieg geben wird": "Das Buch sollte Pflichtlektüre für Politiker und Wirtschaftswissenschaftler sein, die ihren Horizont über gängige Paradigmen hinaus erweitern wollen."

Matthias Horx über "Evolution, Zivilisation und Verschwendung": "Mersch ist ein klassischer Universal-Denker, der durch alle Raster rutscht. In diesem anspruchsvollen Werk schafft er die Synthese aus Systemtheorie und Evolutionstheorie - ganz vorne dran!"

Prof. Franz-Xaver Kaufmann über das "Familienmanager-Konzept": "Das Plädoyer für eine Professionalisierung von Familientätigkeiten hat vieles für sich. Manche werden einwenden, das Familienmanager-Konzept leiste einer Deinstitutionalisierung von Familie weiter Vorschub. Auf jeden Fall spricht der konsequente Vorschlag aber eine bisher kaum bedachte Dimension in der Diskussion um die prekäre Nachwuchssicherung an."

Carl-Peter Ehrensperger über "Migräne - Heilung ist möglich": "Das Buch hat Top-Niveau. Ich selbst habe mehr als tausend Bücher über den Zusammenhang Ernährung und Medizin/Gesundheit gelesen. Ihr Buch kommt vergleichsweise dabei auf die Podest-Plätze. Gratuliere."

Ulrike Gonder über "Migräne - Heilung ist möglich": "Ich finde, dass Sie ein wirklich kluges Buch geschrieben haben. Obwohl ich selbst unter Migräne leide, war mir so vieles nicht bekannt, dass es fast beschämend ist. Jedenfalls lese ich Ihr Buch mit großem Gewinn und möchte Ihnen vor allem Anerkennung dafür ausdrücken, dass Sie so breit und umfassend recherchiert haben - Hut ab!"

Inke Jochims über "Migräne - Heilung ist möglich": "Das Buch ist umfassend recherchiert und gut lesbar geschrieben. Wer unter Migräne leidet, sollte seinen Ansatz in Betracht ziehen."

Stefan Schaub über "Migräne - Heilung ist möglich": "Herzliche Gratulation zu Ihrem Werk, es ist ein gelungener Wurf."

Josef Stocker über "Migräne - Heilung ist möglich": "Nach einer ersten Durchsicht bin ich hellauf begeistert: Endlich ein Buch, das meine Erfahrungen voll bestätigt. Ich hatte selbst bis vor 10 Jahren unter Migräne zu leiden. Bei mir war sie eindeutig mit Kohlenhydraten in Zusammenhang zu bringen, und das fand ich über Dr. Riegler's Migränediät."

Weitere Informationen:

www.migraeneinformation.de: Migräne-Informationsseite
www.mersch.com: Mersch Online AG

Produktbeschreibungen

Klappentext

Seit den bahnbrechenden Arbeiten Charles Darwins wird allgemein angenommen, es sei das Prinzip der natürlichen Auslese, welches die Evolution des Lebens und die Vielfalt der Arten bewirke: Besser an ihren Lebensraum angepasste Individuen hinterlassen durchschnittlich mehr Nachkommen als weniger gut angepasste.

Peter Mersch weist dagegen nach, dass es sich bei der natürlichen Selektion um das Ergebnis der Wirkungen grundlegenderer, auf den Selbsterhaltungs- und Reproduktionsinteressen von Individuen beruhender Prinzipien handelt, die er unter dem Namen "Systemische Evolutionstheorie" zusammenfasst. Damit kann er nicht nur die biologische, kulturelle, soziale, wissenschaftliche und technische Evolution aus wenigen einheitlichen Mechanismen heraus erklären, sondern auch das "Central Theoretical Problem of Human Sociobiology" lösen.

Gemäß der Systemischen Evolutionstheorie können nur selbsterhaltende, selbstreproduktive Systeme eigendynamisch evolvieren. Daraus folgt aber, dass - anders als von Richard Dawkins vermutet - weder "egoistische" Gene noch Meme Gegenstand der Selektion sein können. Auch widerspricht die Theorie wesentlichen Grundannahmen der Luhmannschen Systemtheorie.

Mit der sexuellen Selektion gelang der Natur eine ganz entscheidende Innovation, nämlich die Einführung der marktmäßigen "Gefallen-wollen-Kommunikation", die ihr die Möglichkeit gab, vielfältige, den Prinzipien der Systemischen Evolutionstheorie genügende evolutive Infrastrukturen zu schaffen. Dieser Durchbruch dürfte maßgeblich verantwortlich gewesen sein für die Herausbildung unserer großen Gehirne und unserer Zivilisation, aber auch für eine ungeheure Verschwendung.

Das Zusammenspiel von Systemischer Evolutionstheorie und Gefallen-wollen-Kommunikation kann erklären, wie aus der auf die Erde einströmenden Sonnenenergie und ersten Lebensformen zunächst Pflanzen, Dinosaurier und Löwen, dann Menschen, Autos, Mobiltelefone, Banken, Technologiekonzerne und schließlich eine enorme Umweltzerstörung entstehen konnten.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Peter Mersch, Jahrgang 1949, ist Systemanalytiker und Gründer und Leiter der Mersch Online AG. Nach dem Studium der Mathematik und Informatik arbeitete er im Spacelab-Projekt, später in diversen umfangreichen Projekten der Finanzindustrie. Heute sind Managementberatung und Zukunftsforschung Schwerpunkte seiner Tätigkeit.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Amazon Customer am 25. Dezember 2014
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
War was von Biologie und Evolution versteht, wird schnell erkennen, dass es sich um eine platt zurechtgebogene Evolutionstheorie, handelt, die teilweise auf Missverständnissen und teilweise auf vorschnellen Schlüssen beruht. Den grundlegenden Zusammenhang zwischen umweltbezogener und sexueller Evolution, der schon bei Darwin konzipiert war, hat er nicht ansatzweise verstanden. Und biologische Evolution gibt es nur in sich reproduzierenden Systemen, dazu muss man kein "Reproduktionsinteresse" heranziehen. Allerdings ist fundamental, dass biologische Evolution nur durch die Interaktion von Individuen in Populationen erfolgen kann, während Individuen (biologisch) gerade nicht evolvieren. Und natürlich sind Gene nicht Subjekte von Evolution, trotzdem sind sie es, die sich als Produkte von Evolution verändern.
Ich bin auch der Meinung, dass wir eine sozialwissenschaftliche Theorie der gesellschaftlichen und kulturellen Evolution brauchen, aber ganz so flott "systemanalytisch" gehts dann wohl doch nicht. siehe [...]
Mir scheint, Herr Mersch möchte recht schnell eine marktwirtschaftskonforme Evolutionstheorie zusammenzimmern, Interessen sind es, die ihn treiben. Das muss nicht schlecht sein, hat in dem Fall aber eine schiefe Weltsicht zur Folge. Der Unternehmensberater ist die erkennbare Leitfigur des Konzepts.
Meine Empfehlung: Wer auf den falschen Gedenkenpfad gebracht werden will, sollte das Buch lesen.
Rainer Land
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10 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Volkmar Weiss am 26. Februar 2008
Format: Taschenbuch
Nachdem ich bereits die anderen Bücher von Peter Mersch gelesen hatte und sein "Hurra, wir werden Unterschicht!" für das beste halte, was zu dieser Thematik bisher geschrieben worden ist, war ich auf sein neues Buch richtig gespannt.
Was die fesselnde Schreibweise und die Originalität der Gedankenführung betrifft, die auch dem Fachmann noch etwas zu denken gibt, der sich seit Jahrzehnten mit der Thematik befaßt, so verdient auch dieses Buch wieder fünf Sterne. Doch diesmal, so scheint es mir, hat der Verfasser inhaltlich zu weit ausgeholt und zuviel auf einmal gewollt.

Daß die Darwinsche Evolutionstheorie nicht schon bei Darwin komplett war und Teil einer umfassenden Allgemeinen Evolutionstheorie ist, die sich nicht auf die Biologie beschränkt, mit dieser Einsicht rennt Mersch bei Evolutionstheoretikern offene Türen ein.
Aber in dem Bestreben, den Sinn dafür zu entdecken, daß in allen Industriegesellschaften die wirtschaftlich Leistungsfähigen und Gebildeten weniger Nachkommen haben als die auf diesen Feldern Untüchtigeren, schüttet Mersch das Kind mit dem Bade aus. Nach Darwin macht ein solches Verhalten ja tatsächlich keinen Sinn und sollte unmöglich sein. Aber dennoch ist es eine unbestreitbare Tatsache, die einer Erklärung bedarf.

Eine biologische Art konkurriert nicht nur gegen andere Arten, sondern auch gegen die unbelebte Natur.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ute am 16. Dezember 2008
Format: Taschenbuch
Aus dem Vorwort:
"Seit den bahnbrechenden Arbeiten Charles Darwins wird allgemein angenommen, es sei das Prinzip der natürlichen Auslese, welches die Evolution des Lebens und die Vielfalt der Arten bewirke: Besser an ihren Lebensraum angepasste Individuen hinterlassen durchschnittlich mehr Nachkommen als weniger gut angepasste. Peter Mersch weist dagegen nach, dass es sich bei der natürlichen Selektion um das Ergebnis der Wirkungen grundlegenderer, auf den Selbsterhaltungs- und Reproduktionsinteressen von Individuen beruhender Prinzipien handelt".

Jeder aufmerksame Leser sieht hier, dass Mersch mit vernebelnder Semantik versucht, einen Gegensatz zu Darwin aufzubauen, ohne verstanden zu haben, was Darwin unter dem Prinzip der natürlichen Selektion beschrieben hat. Danach macht Mensch einen unbeholfenen Versuch, Darwin's Prinzip der sexuellen Selektion durch sein absurdes "marktmäßiges Gefallen-wollen-Kommunikation"-Prinzip zu ersetzen. Mersch's Unverständnis einfachster evolutionsbiologischer Mechanismen ist eklatant, und es erstaunt deshalb nicht, dass kaum ein namhafter Evolutionsbiologe von diesem Buch je gehört hat und Mensch seine "bahnbrechenden" Erkenntnisse an keinem namhaften Kongress der Evolutionsbiologen je vorgetragen hat. Hoffentlich lassen sich Laien nicht durch diese pseudobiologischen Wirrungen verführen, und kaufen sich eher ein gutes Buch eines namhaften Evolutionsbiologen.
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6 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von T. Buchholz am 19. Mai 2008
Format: Taschenbuch
In letzter Zeit habe ich mich ein wenig mit Soziobiologie (u.a. mit Joachim Bauer, Dawkins) auseinandergesetzt und fand die Werke dieser Autoren sehr erhellend und horizonterweiternd. Doch manche Konzepte erschienen mir wenig einleuchtend. Ein vage definierter Kooperationsbegriff als Lösung für alle gesellschaftliche Probleme? Theistische Religionen als DIE Wurzel allen Übels? Lebewesen als verstandslose Transporter ihrer egoistischen Gene und Meme? Merschs Theorie von der "Allgemeinen Evolution", die alle sich reproduzierenden Organismen und Organisationen einschließt, trifft den Nagel um ein vielfaches präziser auf den Kopf und füllt die Lücken, die andere Autoren oft noch nicht einmal wahrnehmen.
Ich kam nicht aus dem Nicken heraus beim Lesen dieses Buches. Detailliert wird analysiert und erklärt, wie und warum sich Zivilisation entwickelt hat und wohin sie sich höchstwahrscheinlich entwickeln wird.
Sich-selbst-erhaltende (autopoietische) Systeme reproduzieren sich dadurch, dass sie gefallen. "Gefallen-wollen-Kommunikation" ist laut Mersch daher DER Mechanismus, durch den Individuen und Organisationen sich beliebt machen können. Am besten gefällt man durch (materielle) Verschwendung, die einerseits natürlich ist und produktiv, andererseits enorm destruktiv sein kann, wenn unreglementiert. Fast nebenbei löst der Autor das "central problem of human sociobiology" und reißt kurz sein sehr (und bisher einzig!) vielversprechendes Konzept von staatlich subventionierter Kindererziehung an, um dem demographischen Wandel entgegenzuwirken. Sollte ich in die Politik gehen, so würde meine Ideologie maßgeblich auf Merschs Allgemeiner Evolutionstheorie basieren.
Nur eine Frage bleibt offen: Wann kommt endlich die zweite Auflage?
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