Konnte Nektar in den 70ern mit traumhaften Alben wie „A Tab In The Ocean" , "Recycled" oder Ihr Meisterwerk „Remember the Future" mit Prog-Rock vom Feinsten überzeugen, so war davon nicht viel im neuen Jahrtausend übriggeblieben. Die Live DCD bewies, daß Sie es noch können, doch die Soundmixer waren im Tiefschlaf.
Nun folgt mit „Evolution" ein Konzeptalbum das für Entwicklung stehen soll. In der Tat es hat sich unter der Feder von Roye Albrighton, der fast alle Songs im Alleingang schrieb und mit seiner Stimme den Wiedererkennungswert von Nektar unterstreicht, erstaunliches entwickelt. Nicht nur daß mit Randy Dembo ein neuer Mann am Bass zupfte, es ist nach 20 Jahren das erste Mal, daß die Gruppe neues Material einspielte.
"Camouflage to death" eröffnet im bekannten psychedelischen Space Rock, "Old Mother Earth" folgt im melodischen Wechselbad hart & sanft, "Child of Mine" eine traumhafte Ballade geleitet Dich in andere Sphären. "Phazed by the Storm","Always" & "Dancin' into the Void" sprühen nur so von Melodien und kleinen Sounddetails die es zu erforschen gilt. Das härtere "The Debate" als auch der letzte ruhige Song "After The Fall" runden das Album ab.
Musik lebt von der Melodie, diese klingt noch lange in den Ohren, wenn die Cd schon längst verstummt ist. Diesmal allerdings auf höchstem Soundniveau (SACD) und Nektar vermeidet wie eine Kopie Ihrer selbst zu klingen.
Ich hätte nicht geglaubt, daß Sie noch einmal solch ein überzeugendes Album abliefern können. Jeder der "Remember the Future" liebt, kann hier bedenkenlos zugreifen. Nektar lebt, "es lebe Nektar"! Bravo! Bravissimo !!