Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Regisseur von
Ghostbusters I & II sorgt erneut für außergewöhnlichen Spaß: Nachdem Ivan Reitman 1984 und 1989 höchst erfolgreich schleimige Geister jagen ließ, sind es im Sommer 2001 Außerirdische. Der Mann, der ihnen auf die Schliche kommt, ist dafür ideal geeignet: David Duchovny, besser bekannt als
Akte X-Ermittler Fox Mulder. Diesmal verkörpert er den Lehrer Ira Kane, der zusammen mit seinem Kollegen Harry Block (Orlando Jones/
Bedazzled) als Erster an der Einschlagsstelle eines Meteoriten in der Nähe ihrer Schule ist und die Einzeller aufspürt. Bald ist auch das Militär vor Ort. Doch selbst Waffengewalt und Napalm-Bomben können die sich rasend schnell vermehrenden, gefräßigen Aliens nicht aufhalten. Erst die Epedemieforscherin Allison Reed (Julianne Moore/
Magnolia) findet das Gegengift.
Das amerikanische Publikum stürmte in die Kinos und war begeistert von der ebenso turbulenten wie schrillen Science-Fiction-Komödie, welche die Invasionsfilme der 50er-Jahre parodiert. US-Kritiker indes reagierten gespalten bis verhalten. Die renommierte New York Post schrieb: "Dieser Streifen hat ein paar tolle Special Effects, regt aber mehr zum Schmunzeln als zum Lachen an!"
Den Score zu dem fast zweistündigen Film komponierte John Powell (Shrek). Der gebürtige Engländer, der mittlerweile in Kalifornien lebt, hat unter Hans Zimmer (Pearl Harbor, Gladiator, The Lion King) studiert. Dessen Einfluss ist unüberhörbar. Allerdings wählt Powell bei seinen spannungs- und abwechslungsreichen Instrumentals einen Ansatz, der über den der Zimmer-Clique hinausgeht: Er verbindet geschickt den großen, orchestralen Klangkörper der 91-köpfigen Hollywood Studio Symphony mit jenem (Western-)Sound, den zwei Studiomusiker eingespielt haben. Konkret: George Doering (Gitarre, Saz), der sowohl auf Alben von Ricky Martin beziehungsweise Enrique Iglesias als auch an den Soundtracks von The Mexican oder American Beauty mitgewirkt hat, und Schlagzeuger Mike Fisher, der mit Doering Erin Brokovich aufgenommen hat. Die 23 Stücke ähneln allerdings nicht fertig ausgearbeiteten Skizzen; außerdem sind sie zu kurz, um Faszination zu entwickeln. Ferner fehlt ein Titelthema, das sich einem roten Faden gleich durch die 40 Minuten zieht. Score-Spezialisten wird die erste Hälfte der CD an die Musik des artverwandten Men In Black erinnern, während der zweite Teil eher Chicken Run ähnelt und als dessen Fortsetzung durchgehen könnte. Doch ein Ärgernis ist das Ganze keinesfalls und neugierige Interessenten dürfte dieser Silberling durchaus strahlen lassen. Das tut schließlich auf dem Cover auch die dreiäugige Variante der berühmten Smileys! --Thomas Hammerl