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Evolution II [Taschenbuch]

Satprem , Robert Imhoff


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Produktbeschreibungen

Autorenkommentar

Satprem wurde 1923 in Paris geboren. Den Großteil seiner Kindheit verbrachte er auf Segelfahrten vor der bretonischen Küste. Mit zwanzig wurde er wegen Widerstandsaktivitäten von der Gestapo verhaftet und verbrachte anderthalb Jahre in deutschen Konzentrationslagern. Körperlich und seelisch zutiefst erschüttert, reiste er nach seiner Befreiung zunächst nach Indien, um einen Posten in der französischen Kolonialregierung in Pondicherry anzutreten. Dort begegnete er Sri Aurobindo, der verkündet hatte: »Der Mensch ist ein Übergangswesen«. Daraufhin verließ er seinen Posten und begab sich auf eine Reihe von Abenteuern, die ihn nach Guayana, Brasilien und Afrika führten, bevor er 1953 nach Indien zurückkehrte. Er wanderte als Sannyasin durchs Land, wurde in den Tantrismus eingeweiht, bis er sich schließlich dem Werk von Mutter und Sri Aurobindo widmete.

Als Mutters Vertrauter zeichnete er siebzehn Jahre lang ihre Erfahrungen auf und dokumentierte ihre Suche nach einer Veränderung im Programm der Zellen, die zu einer anderen Sicht des Todes führte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

SATPREM wurde 1923 in Paris geboren. Den Großteil seiner Kindheit verbrachte er auf Segelfahrten vor der bretonischen Küste. Mit zwanzig wurde er wegen Widerstandsaktivitäten von der Gestapo verhaftet und verbrachte anderthalb Jahre in deutschen Konzentrationslagern. Körperlich und seelisch zutiefst erschüttert, reiste er nach seiner Befreiung zunächst nach Indien, um einen Posten in der französischen Kolonialregierung in Pondicherry anzutreten. Dort begegnete er Sri Aurobindo, der verkündet hatte: "Der Mensch ist ein Übergangswesen". Daraufhin verließ er seinen Posten und begab sich auf eine Reihe von Abenteuern, die ihn nach Guayana, Brasilien und Afrika führten, bevor er 1953 nach Indien zurückkehrte. Er wanderte als Sannyasin durchs Land, wurde in den Tantrismus eingeweiht, bis er sich schließlich dem Werk von Mutter und Sri Aurobindo widmete. Als Mutters Vertrauter zeichnete er siebzehn Jahre lang ihre Erfahrungen auf und dokumentierte ihre Suche nach einer Veränderung im Programm der Zellen, die zu einer anderen Sicht des Todes führte.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Das erste Kapitel:

Darwin stellte sich gewiß einige Fragen, als ihm nach und nach unzweifelhaft klar wurde, daß auch die Königin Viktoria von einem Affenweibchen abstammte. Auch der große Erzbischof von Canterbury. Es war fast wie ein »Mordgeständnis», gab er zu, bevor er sich in den Ursprung der Arten vertiefte; es machte ihn zum Agnostiker, und die gesamte biblische und religiöse Lehre der Unveränderlichkeit der Arten brach zusammen - eine weit tieferreichende Revolution als die der Bastille von 1789. Letztere verwandelte zwar Europa von Grund auf, aber diesmal wurde die Welt der letzten vier Milliarden Jahre in Frage gestellt.

Vielleicht besteht die wesentliche Eigenheit des Menschen darin, Fragen zu stellen und Dinge in Frage zu stellen.

Auch seine homozentrische Schöpfungslehre.

Man wechselt die Politik, die Religion und die Ideen - sogar sehr viele Ideen seit einigen Jahrtausenden der Menschheit. Sri Aurobindo sagte: »Das Mental ist eine unendliche Schlange, die sich endlos um sich selber windet.« Das kann lange so weitergehen. Wechselt man aber den Menschen?

Nicht den Menschen »verändern», denn er ändert sich sehr leicht, wie das Kamäleon, bleibt dabei aber vollkommen ein Kamäleon - nicht mehr allzu vollkommen in letzter Zeit. Doch vom Menschen, der als Homo sapiens bezeichneten Spezies, zu etwas anderem übergehen, wie die kleine Eidechse nach dem Fisch, nur vielleicht noch radikaler? Mit ihrem stets gegenwärtigen Humor sagte Mutter (über die Reinkarnation): »Man hängt den Mörder, schön und gut, aber er macht in einem anderen Hemd weiter.« (!) Das Menschenhemd wird allmählich sehr alt. Die Mörder auch. Unsere Ideen auch - noch eine Windung um die große Schlange?

Darwin untersuchte Iguanas, Schildkröten und Gürteltiere - die lassen sich wenigstens untersuchen, und sie fossilisieren ohne Päpste und Posaunen und auch ohne Ideologie. Aber schließlich wechseln die kleinen Fische auch ihre Hemden, und wie sich eins aus dem anderen ergibt, sozusagen von Hemd zu Hemd, werden sie vollkommene Menschen - mit welchem göttlichen Recht? Und für immer?

Vor nicht sehr langer Zeit erklärte ein »großer« amerikanischer Staatschef ungeniert: »Wir stehen an der Spitze der Welt.« Aber auch das wird zu fossiler Materie werden, ohne Unterschiede der Ideen oder der Religion - meßbar an der Masse der Kalkablagerungen.

Stellen wir also die Frage, die uns erlauben würde, etwas anderes zu werden als eine bestimmte Menge Kalk in einem bestimmten Hemd.

Ich wunderte mich schon immer - jedenfalls seit Lamarck, der seine "Zoologische Philosophie" genau in Darwins Geburtsjahr zu schreiben wagte -, warum diese provisorischen »Chefs« der Zoologie sich nie fragten: Nach dem Menschen, wer?

Mit so vielen Kanonen und sapiens, wie könnte man da dieses Hemd entthronen? Die vorzeitlichen und königlichen Affenweibchen hätten auch nicht anders »gedacht», die Hammerhaie und Tyrannosaurier auch nicht.

Vor allem aber stellt sich die Frage: Nach dem Menschen - wie?

Hier gelangen wir zur angewandten Zoologie oder zum Evolutionismus in vivo.

Es ist durchaus möglich, daß all diese Milliarden Jahre der Evolution nur auf den einen Punkt zustrebten, wo eine einzige Spezies fähig wäre, sich über sich selbst zu beugen - nicht um ihre Welt, ihre Flossen, Pfoten oder »Ideen« über die Welt zu verbessern, sondern um diesen Haufen Kalk und Gewebe zu untersuchen und zu entdecken, was daraus hervorgehen könnte: wie sich das willentlich verändern läßt, durch welchen Mechanismus und durch welche innewohnende Macht?

Hier geht es um nichts Geringeres als eine zoologische Revolution. Wir suchen nichts Geringeres als den Hebel oder die verborgene Sprungfeder, die dennoch diesem Körper innewohnt, um uns die Pforten einer Neuen Evolution zu öffnen, wie es sie seit den ersten Einzellern vor drei Milliarden Jahren noch nie gegeben hat: die Evolution II.

Ja, es ist ein wenig wie ein »Mordgeständnis», eine Ungeheuerlichkeit... anti-wissenschaftlich, anti-religiös, ja sogar anti-menschlich. Aber waren die ersten kleinen Seehunde je anti-Fisch? Die Evolution ist »anti« gegen nichts: sie schreitet voran. Und sie spottet über unsere Anmaßungen.

Mit all unserem Klüngel und Gerümpel sind wir vielleicht erst die Vorgeschichte des Menschen.

"Du brichst den Hügel unseres Wesens inzwei

weil er dir nicht die eingekerkerten Schnelligkeiten

des Lebens hingab." - Rig Veda, V.54.5 -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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