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Evolution: Die Entwicklung des Lebens
 
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Evolution: Die Entwicklung des Lebens (Taschenbuch)

von Franz M. Wuketits (Autor)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  • Die Evolution des Menschen von Thomas Junker

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  • Die Frühzeit des Menschen: Der Weg zum Homo sapiens von Friedemann Schrenk

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 117 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 3 (17. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406447384
  • ISBN-13: 978-3406447389
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 12 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 250.977 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Als man erkannte, daß alle Lebewesen in abgestufter Form miteinander verwandt sind, war es bis zur Begründung des Evolutionsbegriffs nicht mehr weit, denn Verwandtschaft bedeutet auch gemeinsame Abstammung. Dieses Buch erläutert die zentralen Abläufe und Prinzipien der Evolution, beschreibt die wichtigsten Abschnitte in der Geschichte des Lebens und geht auf die kulturgeschichtlich so enorm folgenreichen Auswirkungen der biologischen Evolutionstheorie ein.

Autorenporträt

Der Autor Dr. Franz M. Wuketits ist 1955 geboren. Er lehrt als Professor für Wissenschaftstheorie mit dem Schwerpunkt Biowissenschaften an den Universitäten Wien und Graz und erhielt den Österreichischen Staatspreis für wissenschaftliche Publizistik.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein schneller und preiswerter Überblick, aber ..., 23. Januar 2010
Von Lena Waider "Leseratte" (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Das Buch bietet einen schnellen und preiswerten Überblick über die Evolution und Darwins Evolutionstheorie. Es umfasst wenig mehr als 100 Seiten und ist in die folgenden Hauptabschnitte untergliedert:

- Einleitung: Die Vielfalt des Lebens
- Eine Idee erschüttert die Welt
- Die Abläufe der Evolution
- Die Motoren der Evolution
- Entstehung und Entwicklungsgeschichte des Lebens
- Nachwort: Offene Fragen der Evolutionsbiologie

Es folgen Literaturempfehlungen und ein Register.

Mein Problem an diesem Büchlein ist, dass es ein wenig den Eindruck vermittelt, die dargestellten Inhalte umfassten die gesamte biologische Evolution. Das ist jedoch keineswegs der Fall. Die sexuelle Selektion wird fast vollständig ausgeklammert (kurze Erwähnung auf S.61f.). Der Hauptvorteil der Sexualität wird sogar darin gesehen, mittels genetischer Rekombination eine sehr große genetische Vielfalt zu erzeugen. Dies erklärt jedoch nicht die Vorteilhaftigkeit der Getrenntgeschlechtlichkeit gegenüber dem Hermaphroditismus. Höhere Arten pflanzen sich alle getrenntgeschlechtlich fort. Nicht einmal die Bienen verzichten auf ihre faulen Drohnen, obwohl alle Arbeiten im Bienensozialstaat von den Weibchen erledigt werden. Das weist darauf hin, dass diese Fortpflanzungsart zusätzliche Vorteile bietet, die aus der Selektion im männlichen Geschlecht resultieren.

Auch vermisste ich alle sozialen Aspekte des Lebens, angefangen von der Verwandtenselektion bis hin zu komplexen Sozialstaaten.

Gleichfalls störte mich der harte und schon fast antike, noch auf Malthus beruhende Darwinismus, der aus vielen Zeilen klingt. So heißt es auf S. 24: "Die düstere Folge davon waren für Malthus (...) Überbevölkerung und Hungersnöte. Darwin übertrug diese Beobachtungen und Schlußfolgerungen auf die Natur. Da, so argumentierte er, die Lebewesen mehr Nachkommen produzieren als unter den jeweils gegebenen Bedingungen, das heißt bei begrenzten Ressourcen, überleben können, kommt es in der Natur unweigerlich zu einem Wettbewerb ums Dasein (struggle for existence), in dem bloß die jeweils tauglichsten Individuen überleben und selbst Nachkommen erzeugen können (survival of the fittest)." Der in solchen Formulierungen deutlich zum Ausdruck kommende Sozialdarwinismus wird im Buch nicht thematisiert. Sicherlich kann man das so darstellen, wenn man vermitteln möchte, wie Darwin zu seinen Ideen gekommen ist. Dann sollte aber anschließend unbedingt eine moderne Variante der Evolutionstheorie folgen, die weniger hart formuliert ist, was jedoch nicht geschieht.

An anderer Stelle heißt es: "Welche Mechanismen liegen der Evolution zugrunde? Dabei geht es um die 'Triebkräfte' oder 'Motoren' der Evolution. Wodurch kommt es also zu einer Veränderung der Arten im Laufe der Zeit? Eine plausible Antwort auf diese Frage liefert Darwins Theorie der natürlichen Auslese." Die natürliche Auslese kann der Evolution vielleicht eine Richtung geben, sie ist aber definitiv keine Triebkraft.

Gelegentlich wird die immer wieder diskutierte Vererbung erworbener Eigenschaften thematisiert. Dabei hat die Natur mit dem Gehirn ein Medium hervorgebracht, mit dem das im großen Stil (und jenseits aller Epigenetik oder eines Lamarckismus) möglich ist. Z. B. geben Mütter ihre erworbene (nichtgenetische) Muttersprache an ihre Kinder weiter. Auch dieser Aspekt der Evolution wird im Buch nicht thematisiert.

Im Nachwort fand ich leider mehrheitlich eher unbedeutende offene Probleme der Evolutionsbiologie. Eines der Hauptprobleme der Evolutionsbiologie, wie und ob die angeblich für alles Leben gültige Evolutionstheorie Darwins auf Menschen übertragbar ist, wurde erst gar nicht erwähnt. Tatsache ist jedoch, dass in modernen menschlichen Gesellschaften sozialer Erfolg mit niedrigem Reproduktionserfolg korreliert, was gemäß Evolutionstheorie allerdings nicht zu erwarten ist. Gleichfalls fehlte die noch nicht verstandene Vorteilhaftigkeit der Sexualität.

Mir hat das Buch vor allem eins verdeutlicht: Die Darwinsche Evolutionstheorie muss 150 Jahre nach ihrem Entstehen grundlegend (von ihrer Struktur her) überarbeitet werden, und zwar so, dass sie auch mit dem Fortpflanzungsverhalten in komplexen tierischen und menschlichen Sozialstaaten in Einklang steht. Aktuell würde ich - als unbefangene Leserin - aus dem Büchlein vor allem den folgenden Schluss ziehen: Die Evolutionstheorie erklärt die Evolution bei Pflanzen und Tieren, nicht jedoch des Menschen: Der ist Gottes Geschöpf.
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der "Anspruch auf angemessenes Verstehen", 27. September 2007
Von Dr. P. Günter Strauss "LIBREVIS" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Christliche fundamentale Kreise, sowie islamische Fundamentalisten, sind sich einig in der Verleugnung der wissenschaftlichen Tatsache, dass das Leben im Laufe von Milliarden von Jahren entstanden ist, die Arten sich fortwährend weiterentwickelt haben und sich weiter entwickeln. Mit dem Wiederaufflammen kreationistischer Ansichten mittlerweile auch in Europa möchte ich auf zwei kurze Zusammenfassungen hinweisen, beide von Franz M. Wuketits, die knapp, verständlich und kenntnisreich die Evolution des Lebens erklären: "Darwin und der Darwinismus" und "Evolution - Die Entwicklung des Lebens".

*Die wichtigsten Aussagen*
In "Evolution - Die Entwicklung des Lebens" skizziert Franz Wuketits die wichtigsten Aussagen der Evolutionstheorie, wie sich Leben aus unbelebter Materie entwickelt hat und was die Evolution vorantreibt. Die Entstehung des Menschen spricht er ebenso an, wie das Thema, ob es höherentwickeltes Leben im Weltall gibt (und warum dies eine ziemlich hypothetische Überlegung ist).

Eine der oft gestellten Fragen ist, wie denn aus Zufall etwas Zweckmäßiges entstehen könne. Aus Zufall allein natürlich nicht. Evolution beruht nicht nur auf den zufällig entstehenden genetischen Variationen, sondern ist auch auf die natürliche Auslese angewiesen, die manchen Variationen einen Vorteil in der Fortpflanzung beschert und sie dadurch begünstigt. Dabei muss jede Veränderung einen zumindest kleinen Vorteil erbringen. Manche Varitionsfolgen führen zu extremen Spezialisierungen, die leicht in einer evolutionäre Sackgasse enden können. Der Pandabär beispielsweise, der zwei Drittel seines Lebens mit dem Kauen von Bambussprösslingen verbringt und die etwas älteren Halme im China-Restaurant zurückgehen ließe, gehört nicht zu den Erfolgstypen der Evolution. Der Mensch schon, zum Leidwesen vieler Arten. Nicht, dass es auch schon früher Artensterben gegeben hätte. Aber das Massenaussterben von Arten, das wir derzeit beobachten können und zum großen Teil vom Menschen verursacht wird, geht mit einer nie dagewesenen Geschwindigkeit vor sich (wir merken es nur nicht; aber es sind wohl 3-5 Arten pro Stunde. Bitte nur mal auf die evolutionsgeschichtlich irrelevante Zeitspanne von 100 Jahren hochrechnen!).

*Wissenschaft ist nie abgeschlossen*
Die Tatsache Evolution ist im Grunde geklärt, auch die grundsätzlichen Fragen nach der Abstammung des Menschen. Wissenschaft entwickelt sich jedoch weiter. So sind Details der Beziehungen zwischen den Hominiden ("Menschenartige"; Opa und Oma Australopithecus, zum Beispiel) noch zu klären. Ebenso die verwandtschaftliche Beziehung von Tieren, die keine fossilen Spuren hinterlassen haben. Hier werden molekularbiologische Methoden weiterhelfen. Auch das Thema Artenvielfalt ist weit davon entfernt, erschöpfend beantwortet zu sein. Es ist nicht einmal klar, warum es überhaupt so viele Arten gibt (beziehungsweise gegeben hat), und welche Auswirkungen das Artensterben haben wird.

*Der Anspruch auf angemessenes Verstehen*
Bildung, so sagt Konrad P. Liessmann, "ist der Anspruch auf angemessenes Verstehen". Dazu gehören fragen danach, wie Leben sich entwickelt hat und woher wir Menschen kommen. Die Hirnforschung geht heute davon aus, dass wir ein impliziertes Wissen (Wolf Singer) haben. Ein Wissen, von dem wir nicht wissen, woher wir es haben, ja nicht einmal bemerken, dass wir es haben. Es ist der Anteil, der uns durch die Evolution vorgegeben ist. Ich denke, dieser kleine Band hier ist hervorragend dazu geeignet, die Sichtweise der Evolutionstheorien verstehen zu lernen.
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