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Evolutionäre Psychologie
 
 
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Evolutionäre Psychologie [Gebundene Ausgabe]

David M. Buss
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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David M. Buss
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Kurzbeschreibung

In den verschiedenen Verhaltenswissenschaften hat sich ein Ansatz etabliert, der als "Neodarwinische Renaissance" angesehen werden kann. Dieser evolutionäre Ansatz breitet sich in jüngster Zeit auch in der Psychologie zunehmend aus. David Buss gilt als einer der Pioniere der evolutionären Psychologie. Die inhaltlichen Schwerpunkte in dem Standardwerk von Buss liegen auf Fragen zu Liebe und Partnerschaft sowie zur Persönlichkeit. Es orientiert sich an den grundlegenden Anpassungsproblemen der Psychologie. Die verschiedenen Teilbereiche der Psychologie werden aus einer evolutionären Perspektive betrachtet.

Umschlagtext

Zum Buch:

Die evolutionäre Psychologie erhebt den Anspruch, für die meisten - wenn nicht für alle - Disziplinen und Theorien innerhalb der Psychologie eine unentbehrliche Grundlage abzugeben. So ist die evolutionäre Psychologie angetreten, viele Kapitel der Psychologie, wie wir sie heute kennen, neu zu schreiben oder zumindest gründlich zu überarbeiten. Die inhaltlichen Schwerpunkte in dem Standardwerk von David M. Buss liegen auf Fragen zu Liebe und Partnerschaft sowie zur Persönlichkeit. Er orientiert sich an den grundlegenden Anpassungsproblemen der Psychologie. Der integrative Charakter des Buches wird besonders deutlich im letzten Kapitel, das die verschiedenen Teilbereiche der Psychologie aus einer evolutionären Perspektive betrachtet.

Aus dem Inhalt:

. Die wissenschaftliche Entwicklung auf dem Weg zur evolutionären Psychologie
. Die neue Wissenschaft der evolutionären Psychologie
. Kampf gegen die feindlichen Kräfte der Natur
. Die langfristigen Partnerwahl-Strategien der Frau
. Die langfristigen Partnerwahl-Strategien des Mannes
. Kurzfristige sexuelle Strategien
. Probleme der Elternschaft
. Probleme mit Verwandtschaft
. Kooperative Allianzen
. Aggression und Kriegsführung
. Konflikte zwischen den Geschlechtern
. Status, Prestige und soziale Dominanz
. In Richtung einer vereinten evolutionären Psychologie

Zum Autor:

DAVID M. BUSS ist Professor an der University of Texas in Austin.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hochinteressantes Standardwerk 12. Dezember 2007
Von Lena Waider TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ein wirklich hochinteressantes und sehr lehrreiches Standardwerk zur Evolutionären Psychologie. Die ganze Wissenschaft steht in einem sehr angenehmen Kontrast zum verhängnisvollen Antibiologismus, der sich in einigen anderen Wissenschaften breit gemacht hat und der uns glauben machen möchte, der Mensch habe keine biologische Basis mehr.
Sehr lesenswert sind die Ausführungen zu den Geschlechterverhältnissen, zu den Partnerwahlstrategien, zur Elternschaft und zu sozialen Problemen wie Aggression, Kooperation und Altruismus.
Auffällig ist auch bei diesem Buch mal wieder, dass es Ergebnisse liefert, die völlig konträr zu den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen sind. Wenn auch nur die Hälfte davon wahr ist, was im Buch von Buss steht, dann kann es ein Gender Mainstreaming nicht wirklich geben.
Einen Punkt habe ich abgezogen, weil die Übersetzung stellenweise nicht dem Standard eines solchen Werkes entspricht. Ich will nicht sagen, dass sie falsch ist. Aber viele Sätze sind doch sehr holprig formuliert.
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Es wird höchste Zeit, dass das Standardwerk der Evolutionären Psychologie (also der Soziobiologie des Menschen) endlich auch auf deutsch erscheint. Gerade in den deutschsprachigen Ländern steht nämlich diese Disziplin immer noch auf sehr schwachen Beinen, was historische Gründe hat: besondere Sensibilität gegen Rassismus und Faschismus, die fälschlich mit der Soziobiologie in Verbindung gebracht werden, sowie der traditionell starke Einfluss der Schule von Konrad Lorenz mit ihrem altruistischen Konzept der Arterhaltung, das vom Neodarwinismus und von der modernen Soziobiologie abgelehnt wird.

Die Evolutionäre Psychologie als Produkt der "darwinistischen Revolution" wird unser soziales Denken und damit auch unser gesellschaftliches Zusammenleben in den kommenden Jahrzehnten noch sehr fundamental verändern. Umso mehr ist daher zu begrüßen, dass nunmehr auch ein kompetentes und komprehensives Lehrbuch und Nachschlagewerk für diese zukunftsweisende Denkrichtung zur Verfügung steht. Es handelt sich um die deutschsprachige Eins-Zu-Eins-Wiedergabe der zweiten, aktualisierten englischen Auflage von 2003.

Das Werk ist praktisch schon zum Klassiker geworden, daher kann die Bewertung eigentlich nur lauten: 5 Sterne. Die beziehen sich aber nur auf den Inhalt. Das Buch hätte nämlich eine bessere Aufmachung verdient. War es wirklich nötig, statt des eleganten Papiers der englischen Ausgabe ein so kräftiges Kaliber zu verwenden, dass die deutschsprachige Ausgabe um die Hälfte dicker ist? Das stattdessen eingearbeitete Einmerk-Bändlein kann diesen Mangel jedenfalls nicht kompensieren. Und ist es wirklich in Ordnung, dass oftmals diverse Werbematerialien, die zum Wegschmeissen gedacht sind, mit Fadenbindung daherkommen, während Standardwerke der Wissenschaft, in denen man jahrzehntelang nachschlagen möchte, nur billige Klebebindung aufweisen, sodass einem nach dem zehnten Nachschlagen bereits die losen Blätter um die Ohren fliegen?

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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr lesenswert... 4. August 2006
Format:Gebundene Ausgabe
...aber trotzdem mit einer gehörigen Portion Skepsis zu betrachten. Buss gibt einen sehr informativen Rundumschlag zu basalen menschlichen Verhaltensweisen, welche Adaptationen menschlicher Vorfahren darstellen. Dabei ist er aber leider zum Teil ungenau und methodisch unzureichend.

1. Sind unsere Vorfahren keine homogene Population, weder zeitlich noch räumlich. Darum ist es schade, dass die spezifischen sozioökologischen Anpassungen nicht thematisiert oder zumindest als Diversitätsfaktor problematisiert werden.

2. sind seine angeführten empirischen Belege etwas dürftig (stammen meist aus den USA), sehr selten nur kulturübergreifend, so dass sich tatsächliche anthropologische Universalien biogenetischen Ursprungs kaum postulieren lassen, was Buss gleichwohl tut.

3. scheint Buss in seiner Recherche teils recht selektiv vorgegangen zu sein. So wäre es wünschenswert gewesen, hätte er sich im Hinblick auf das Verhalten unserer Jäger-und-Sammler-Vorfahren mit der anthropologischen Jäger-und-Sammler-Forschung zu rezenten Jäger-und-Sammler-Gruppen vertraut gemacht. Sein Standpunkt, wonach alle Männer nach Status streben, wird durch Erkenntnisse der Forschung bei Mbuti (Pygmäen) oder !Kung San (Buschleute) konterkariert. Gerade bei letzteren wurde offensichtliches Statusbestreben seitens z.B. eines erfolgreichen Jägers durch diverse soziale Mechanismen verhindert.

Dies ist keine Widerlegung von Buss' These, da heutige Jäger und Sammler nicht mit prähistorischen gleichzusetzen sind, gleichwohl hätte er dies bei seiner Argumentation berücksichtigen müssen.

Dennoch liegt hier ein gutes Einführungswerk vor, das die evolutionären Mechanismen erklärt, wie bestimmte menschliche Verhaltensweisen entstanden sein könnten. Drei Sterne erscheinen somit angebracht.
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