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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nichts ist grausamer als die Realität.,
Von todaystomorrow (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Evilenko (Limited Edition Holzbox, uncut, 2 DVDs) (DVD)
Andrej Romanowitsch Chikatilo, der "Ripper von Rostow", ging als einer der grausamsten Serienmörder aller Zeiten in die Geschichte ein. Er tötete mehr als 50 Menschen, vor allem Kinder beiderlei Geschlechts, auf bestialische Weise, vergewaltigte sie mit einem Messer, stach ihnen die Augen aus, entfernte ihre Sexualorgane und verzehrte diese des öfteren. Dabei war Chikatilo aber nicht etwa ein tumber Schlächter, sondern, was vielleicht besonders erschreckend ist, ein hochintelligenter, gebildeter Mensch."Evilenko" ist nun nach "Citizen X", den ich leider nicht kenne, der zweite Versuch, sich diesem monsterhaften Wesen filmisch zu nähern. Ein sehr freier Versuch, der sich in Teilen meilenweit von den tatsächlichen Daten und Fakten weg bewegt und Geschehnisse in seine Erzählung einbaut, die in der Realität nicht ansatzweise eine Entsprechung finden. Grundsätzlich ist dagegen natürlich nichts einzuwenden, solange es dem filmischen Fluß und/oder dem Verständnis der dargestellten Figur und ihrer Taten weiterhilft. In diesem Fall aber trifft das nicht unbedingt zu, im Gegenteil: je weiter sich der Film von seiner "Vorlage" entfernt, desto schwächer wird er, desto unglaubwürdiger, konstruierter und mitunter alberner wirkt das auf der Leinwand Gezeigte. Insbesondere, was die Arbeit der Ermittler angeht, strickt "Evilenko" sich hier eine fast vollkommen realitätsfreie Geschichte zusammen, die zu Szenen führt, die man nur noch absurd nennen kann. Immerhin sind jene ungesehen und werden vermutlich lange erinnert werden, vor allem, da sie sehr intensiv inszeniert und gespielt sind. Wirklich problematisch finde ich die "phantasievolle" Herangehensweise des Films aber, wenn es um die Figur und die Taten des Killers geht. "Evilenko" mag zwar durch den Blick in finsterste seelische Abgründe schockieren - geht dabei aber nicht so weit wie die Realität. Knapp gesagt: er verharmlost Chikatilo, so seltsam das auch klingen mag. Einerseits betrifft das die Darstellung seiner Vorgehensweise und seines Umgangs mit den Leichen der Opfer, was vielleicht in erster Linie budgetäre Gründe gehabt haben könnte. Andererseits aber betrifft das die Rekonstruktion seiner (familiären) Hintergründe, seiner Ehe und seines Sexuallebens. Hier läßt der Film den Eindruck entstehen, der Täter sei nach einfachen Schemata zu kategorisieren - und schreibt ihm zudem fast übernatürliche Fähigkeiten zu. Ich kann nur mutmaßen, daß man den Weg dieser extremen Vereinfachung gewählt hat, weil man der Meinung war, die Realität sei vom Publikum zu schwer zu "schlucken", zu schwer vorstellbar und akzeptierbar. Tatsächlich aber ist für mich gerade diese Simplifizierung, die Überbetonung einzelner Merkmale bei völliger Vernachlässigung anderer, Hauptgrund, dem Film seine Geschichte nicht ganz abzukaufen. Hier erscheint einfach einiges zu unrealistisch - und das ist es eben auch tatsächlich. Nun könnte das schon reichen, um einen solchen Film, der einen großen Teil seines Schreckens nun mal aus seiner realen Vorlage bezieht, als ungeschickt zusammengezimmertes, exploitatives Werk zu disqualifizieren. So verhält es sich dann aber doch nicht, denn der Film hat einige Stärken, die über den fragwürdigen und teils unbeholfenen Umgang mit Realität und Fiktion hinweg trösten können. Zum einen ist hier der großartige, düstere Soundtrack Angelo Badalementis zu nennen. Zum anderen das liebevoll und detailliert konstruierte Setting, das den Betrachter in die Sowjetunion der 80er Jahre hineinversetzen kann (wenn auch einige der ohnehin oft eher hölzernen Dialoge durch den Anschein schlechter Synchronisation hier irritieren). Die größte Stärke des Films aber ist zweifellos Malcom McDowell, der hier die nach "Clockwork Orange" vielleicht beste Leistung seiner Karriere abliefert. Er verkörpert die eher platt in Andrej Evilenko umgetaufte Figur Chikatilos mit beängstigender Intensität, die Bestie in Menschengestalt kauft man ihm jederzeit ab, und seine Ausstrahlung ist dabei tatsächlich finsterer und unergründlicher als jene von Anthony Hopkins' Hannibal Lecter. Zusammengenommen ist "Evilenko" ein durchaus sehenswerter, packender, morbide faszinierender Film - der es mit dem Grauen der Realität jedoch nicht ganz aufnehmen kann und ein paar zu simple Erklärungsmuster konstruiert. Fast schon ärgerlich simple - deshalb von mir nur 6,5 von 10 Punkten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Chikatilo ist nur Vorbild für Evilenko,
Rezension bezieht sich auf: Evilenko (Limited Edition Holzbox, uncut, 2 DVDs) (DVD)
es handelt sich um eine Romanverfilmung, die auf den wahren Begebheitenberuht, allerdings nicht als true crime und somit biografisch zu verstehen ist. Der Film umreißt die Zustände zur Zeit des Endes des Kommunismusses an und die politische Unruhe, die mit dazu führte, dass Chikalito/Evilenko solange unentdeckt morden konnte. Malcolm McDowell spielt die Rolle des Evilenko hervorragend. Die ganze Mimik und Gestik zeigen seine genaue Auseinandersetzung mit Chikalito. Sehr beeindruckend. Dieser Film kommt ohne specialeffekts und übermässige Blutszenen aus. Er lebt von der Stimmung, düster bedrückend sehr mitnehmend. Einen Punkt Abzug gibt es von mir, wegen der recht unrealistischen Fähigkeiten Opfen durch Ansehen in Hypnose zu versetzen und der etwas an den Haaren herbeigezogenen Geständnissequenz. Alles in allem ein Film der ohne reißerisch zu sein, ohne zu sehr eine reine Bestie zu zeigen, das "Wirken" von Chikalito recht passend wiederspiegelt. Meine absolute Kaufempfehlung! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Evilenko,
Von DB "Wissen ist Macht" (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Evilenko (Limited Edition Holzbox, uncut, 2 DVDs) (DVD)
Auf der Suche nach Citizen X bin ich auf Evilenko gestoßen. Im Prinzip die geliche Story nur mit anderer Besetzung und es wird nicht so auf die Suche und den Mörder selbst eingegangen, sondern mehr die Taten. Das soll nicht heißen das es ein schlechter Film ist, aber Citizen X ist sozusagen ein Klassiker und dafür hat er auch seinen Preis.Evilenko ist trotzdessen weiter zuempfehlen Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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