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Evil Star enthält Achtziger-Metal, wie man ihn in so authentischer Form heutzutage nur noch selten zu hören bekommt. Mit Verneigungen vor Gruppen wie Iron Maiden, Judas Priest, W.A.S.P. oder den ebenfalls als Retro-Helden bekannt gewordenen Hammerfall inszeniert man ein wahres Feuerwerk an Uptempo-Riffkaskaden, treibendem Drum-Geballer und hohen, allerdings nie nervigen Vocals. Ohne überflüssige Spielereien kommt man stets millimetergenau auf den Punkt, überzeugt mit guten Gesangsmelodien und liefert außerdem noch mit "Don't Fear The Reaper" (Blue Öyster Cult) und "Die By The Sword" (Slayer) zwei gelungene Cover-Versionen ab. --Michael Rensen
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Man kann es vorweg nehmen, im Großen und Ganzen haben Wolf den auf der letzten Platte gesetzten Status erst einmal gesichert, allerdings mit kleinen Veränderungen. Eine der Veränderungen dabei fällt leider negativ auf. Den wuchtigen, drückenden Sound konnte man in die aktuelle Produktion leider nicht hinüberretten, obwohl auch dieses mal wieder Herr Tätgren an den Reglern des Mischpults saß. Schlecht ist der Sound hier zwar auch nicht, aber wie gesagt, auf dem letzten Album haben die Jungs das besser hingekriegt.
Die zweite Veränderung liegt im Songwriting an sich. Liefen auf „Black Wings" sämtliche Songs sahnig-weich ins Gehör rein, so ist das Material auf „Evil Star" insgesamt etwas sperriger und man braucht sicherlich mehrere Durchläufe, um sich mit allen Parts anzufreunden. Ich denke das liegt daran, dass die Songs nicht mehr so arg an den NWOBHM angelehnt sind, wie man es noch auf den ersten beiden Scheiben gewohnt war. Vielmehr hat man auf „Evil Star" eine ganz schöne Portion 80ies U.S.-Metal eingestreut, was man meiner Meinung nach schon viel früher hätte machen sollen, da sich Nick Olsson's Stimme für dieses Genre einfach anbietet.
Vom Material her bekommt der geneigte Metaller hier einiges geboten, denn neben den durchweg erstklassigen eigenen Songs (deren man insgesamt 11 an der Zahl am Start hat) gibt's noch zwei durchaus gelungene Cover auf die Ohren. Zum einen vergingen sich die Schweden am Blue Oyster Cult Klassiker „(Don't Fear) the Reaper", was viele Traditionalisten möglicherweise als Gotteslästerung betrachten werden. Mir gefällt Wolf's Interpretation jedoch wesentlich besser als das Original, was aber bei mir vor allem daran liegen könnte, dass ich die blauen Austern einfach komplett langweilig, unmetallisch und so gar nicht rockig finde, so dass jede Interpretation ihrer Songs durch ne halbwegs fähige Metal-Kapelle dem Material mehr Biss als das Original verleiht.
Die zweite Nummer, an der sich die Wölfe versucht haben, ist „Die By the Sword" und auch Slayer-Song drückt man den für die Band typischen Stempel auf und macht den Track zu einer interessanten Nummer.
Fazit: Mit „Evil Star" können Wolf die selbst gesetzten Erwartungen locker erfüllen und dürften damit ein Album geschaffen haben, das bei Fans oben erwähnter Stile einen festen Platz in der Sammlung verdient hat. Satte 5 Sterne!!!
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