Der Film:
Die grobe Story ist schnell erzählt: Eine Kiffer-WG kommt in den Besitz der "Evil Bong", eine Bong mit eigener (böser) Persönlichkeit. Wer sie raucht, kommt in eine andere Welt (ein Raum; eine Art Striplokal), wo man auf die eine oder andere interessant-seltsame Art den Tod finden soll (ich spoiler mal nix jetzt).
Genremäßig ist Evil Bong irgendwo zwischen Horror und (schwarzer) Komödie anzusiedeln, definitiv aber auch dem Bereich Trash.
Die Story ist leidlich spannend und die Schauspieler nicht besonders gut, was für Trash-Fans natürlich auch etwas Gutes hat, denn das sorgt für Lacher.
Die deutsche Synchro trägt auch zu der dünnen Atmosphäre bei, da sie oft unmotiviert klingt - was teils auch wieder für Lacher sorgt.
Die Extras:
Das englischsprachige 20-minütige "Behind the Scenes" ist ganz nett gemacht. Die jungen Schauspieler laufen dabei meiner Meinung nach zu ihrer Höchstform auf, wenn sie erzählen, wie toll sie den Film finden, denn sie bringen das echt überzeugend rüber. Die andere Hälfte der Schauspieler, also die älteren, philosophieren darüber, was eine Bong eigentlich ist und was man genau damit macht. Als Gag tauchen auch die Evil Bong und der Gingerbread Man auf und erzählen (mehr oder weniger sinnloses Zeug) vom Dreh und der Handlung und "flirten" miteinander.
Die "Roadshow 2005" (ca. 30 Min) zeigt Auftritte des Regisseurs auf einer Art Horrorfilm-Convention, was nicht besonders interessant ist. Das Beste ist ein Auftritt, bei dem er live vor Publikum einige Darsteller für eine Horrorszene auswählt und sie auf der Bühne vor Publikum dirigiert und spielen lässt. Leider ist die Tonqualität dabei nicht so besonders. William Shatner ist auch mal zu Gast.
Zwischendrin eingestreut findet man u.a. einen Live-Auftritt vom Sänger von "The Calling", der "Wherever you will go" als Akustikversion zum Besten gibt. Warum? Keine Ahnung, ist aber mit drauf, ebenso Ausschnitte von Jay Leno und Szenen aus anderen Horrorfilmen (z.B. "Troll" & "Cannibal Women"), die ebenso deplaziert wirken - außer vielleicht um zu zeigen, dass auch bekannte und/oder gute Schauspieler mal in Horror-Trash-Filmen mitgespielt haben.
Außerdem gibt's den Trailer zu "Evil Bong" und eine Trailershow zu vier anderen Horrorfilmen.
Fazit:
Für einen Trash-Film-Abend mit Freunden definitiv geeignet, besonders wenn man sich dabei gerne über unlogische Stellen oder (unfreiwillig) komische Effekte unterhält und amüsiert. In Verbindung mit Alkohol (oder Ähnlichem *hust*) ist der Film sicher noch etwas besser ;)
Wer keinen Trash mag, kann den Film getrost vergessen.