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Schweden in den fünfziger Jahren. Weil der 16-jährige Erik sich mal wieder geprügelt hat, schickt ihn seine Mutter auf das private Elite-Internat Stjärnsberg. Dies ist gleichzeitig die letzte Chance auf einen ordentlichen Abschluss. Das Schulsystem in Stjärnsberg funktioniert nach dem System Demütigung und Unterdrückung, ein Prinzip, das Erik von seinem sadistischen Stiefvater her bestens kennt. Zwar ist er selbst den älteren Mitschülern im Faustkampf überlegen. Doch Erik wagt es nicht zurückzuschlagen, denn sonst fliegt er.
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Berührendes Coming-of-Age-Drama, das Mikael Hafstrom nach der Autobiografie von Bestsellerautor Jan Guillou ebenso spannend wie detailgenau inszenierte. Bemerkenswert bei dem für den Auslands-Oscar 2004 nominierten Film sind der gigantische kommerzielle Erfolg in seinem Entstehungsland (über eine Million Kinobesucher!) sowie der souveräne Hauptdarsteller Andreas Wilson, der bereits mit dem jungen Brando verglichen wird. Für Liebhaber des niveauvollen skandinavischen Kinos.
Blickpunkt Film
Die Verfilmung der Autobiografie von Bestsellerautor Jan Guillou wurde in Skandinavien zum größten kommerziellen Kinoerfolg der letzten Jahrzehnte und zudem 2004 für den Oscar als Bester fremdsprachiger Film nominiert. Gleichzeitig bescherte der Film Regisseur Mikael Håfström und seinem Hauptdarsteller - European Shooting Star 2004 - Andreas Wilson den internationalen Durchbruch. Seinen Vorschusslorbeeren wird das Coming-Of-Age-Drama gerecht: Konventionell inszeniert, folgt der Film klassischen Vorbildern wie '...denn sie wissen nicht, was sie tun' oder Lindsay Andersons 'If..:' und ist trotz Hollywood-Referenzen charakterorientiertes, europäisches Kino auf höchstem Niveau.
Stockholm in den 50er Jahren: Von seinem Vater regelmäßig mit Schlägen gemaßregelt, drischt der 16-jährige Erik Ponti (Andreas Wilson) selbst auf jeden ein, der ihn auch nur schräg ansieht und fliegt von seiner Schule. Mit dem Besuch des privaten Elite-Internats Stjärnsberg ermöglicht ihm seine Mutter die letzte Chance auf einen Abschluss. Diesmal will Erik alles richtig machen, landet jedoch in einer Welt, die seinem Elternhaus im schlechtesten Sinne in nichts nachsteht: Hier sehen Lehrer weg, wenn ältere Schüler Erziehungsmaßnahmen an den jungen walten lassen. Erik wird schnell zum Ziel sadistischer Bestrafungen, und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis das Maß bei dem Rebellen voll ist.
Einen Horrorfilm lässt der Titel vermuten - und mit der schonungslosen Darstellung körperlicher Gewalt und blutverschmierten Teenagergesichtern ist 'Evil' dies tatsächlich auch, wenngleich nicht im konventionellen Sinn. Konventionell sind dagegen Kameraführung und Erzählweise, mit denen Autor und Regisseur Håfström seinem Protagonisten folgt. Geradlinig führt er seine Handlungsfäden zusammen, lässt keinen gefühlsregenden Moment aus und wird gerade auf diese traditionelle, bisweilen didaktische Art und Weise seiner Story gerecht.
Problemlos wird die vor allem von seinem brillanten Hauptdarsteller Andreas Wilson getragen, dessen physische Präsenz Kritiker bereits zu Vergleichen mit dem jungen Marlon Brando hinreißen ließ. Sein stoischer, Unschuld wie Gewaltbereitschaft ahnen lassender Gesichtsausdruck ist jedoch noch viel mehr James Deans Rebellen Jim Stark nachempfunden, dessen Schicksal Wilsons Erik Ponti teilt. Håfström lässt den Zuschauer lange im Zweifel darüber, ob sich dieser sich zur Wehr setzen wird, und wie weit sein Einsatz für den neuen Freund - den intellektuellen, schwachen und Oscar Wilde lesenden Pierre (Henrik Lundström) - reichen wird.
Was von Eltern wie an Eliteinstitutionen Jahrhunderte lang als 'männliche Tugenden' definiert und gelehrt wurde, zeigt Hafström hier nüchtern als Höllenkreis der Gewalt, und seinen Helden in Lederjacke als Kind einer Generation, die den Rock'n'Roll entdeckt und der Sehsucht nach Menschlichkeit radikal Ausdruck verleiht. In dieser Hinsicht kann Erik Ponti in der Reihe klassischer 'Rebels without a cause' jederzeit bestehen. deg.
Stockholm in den 50er Jahren: Von seinem Vater regelmäßig mit Schlägen gemaßregelt, drischt der 16-jährige Erik Ponti (Andreas Wilson) selbst auf jeden ein, der ihn auch nur schräg ansieht und fliegt von seiner Schule. Mit dem Besuch des privaten Elite-Internats Stjärnsberg ermöglicht ihm seine Mutter die letzte Chance auf einen Abschluss. Diesmal will Erik alles richtig machen, landet jedoch in einer Welt, die seinem Elternhaus im schlechtesten Sinne in nichts nachsteht: Hier sehen Lehrer weg, wenn ältere Schüler Erziehungsmaßnahmen an den jungen walten lassen. Erik wird schnell zum Ziel sadistischer Bestrafungen, und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis das Maß bei dem Rebellen voll ist.
Einen Horrorfilm lässt der Titel vermuten - und mit der schonungslosen Darstellung körperlicher Gewalt und blutverschmierten Teenagergesichtern ist 'Evil' dies tatsächlich auch, wenngleich nicht im konventionellen Sinn. Konventionell sind dagegen Kameraführung und Erzählweise, mit denen Autor und Regisseur Håfström seinem Protagonisten folgt. Geradlinig führt er seine Handlungsfäden zusammen, lässt keinen gefühlsregenden Moment aus und wird gerade auf diese traditionelle, bisweilen didaktische Art und Weise seiner Story gerecht.
Problemlos wird die vor allem von seinem brillanten Hauptdarsteller Andreas Wilson getragen, dessen physische Präsenz Kritiker bereits zu Vergleichen mit dem jungen Marlon Brando hinreißen ließ. Sein stoischer, Unschuld wie Gewaltbereitschaft ahnen lassender Gesichtsausdruck ist jedoch noch viel mehr James Deans Rebellen Jim Stark nachempfunden, dessen Schicksal Wilsons Erik Ponti teilt. Håfström lässt den Zuschauer lange im Zweifel darüber, ob sich dieser sich zur Wehr setzen wird, und wie weit sein Einsatz für den neuen Freund - den intellektuellen, schwachen und Oscar Wilde lesenden Pierre (Henrik Lundström) - reichen wird.
Was von Eltern wie an Eliteinstitutionen Jahrhunderte lang als 'männliche Tugenden' definiert und gelehrt wurde, zeigt Hafström hier nüchtern als Höllenkreis der Gewalt, und seinen Helden in Lederjacke als Kind einer Generation, die den Rock'n'Roll entdeckt und der Sehsucht nach Menschlichkeit radikal Ausdruck verleiht. In dieser Hinsicht kann Erik Ponti in der Reihe klassischer 'Rebels without a cause' jederzeit bestehen. deg.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Spannender und berührender Coming-Of-Age-Film, der eine wahre Geschichte aus den 1950er Jahren erzählt und für Schweden als bester ausländischer Film ins Oscar-Rennen ging.
Kurzbeschreibung
Schweden in den 50er Jahren: Der rebellische 16jährige Erik wird von seiner Mutter- nach einer Schlägerei zuviel - auf das Elite-Internat Stjärnsberg geschickt und erhält hier eine letzte Chance auf einen Schulabschluß. Hinter der elitären Fassade offenbart sich jedoch ein unmenschliches System aus Demütigung und Unterdrückung, ausgeübt von den älteren Schülern gegenüber den Jüngeren. Wie lange kann Erik dies alles ertragen? Er ist seinen Mitschülern im Faustkampf weit überlegen, aber wenn er zurückschlägt, fliegt er von der Schule...
Produktbeschreibungen
EMS EVIL, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 09.05.05