Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wie ein guter Schluck Whisky..., 21. Mai 2007
Das neue Album von Runrig "Everything you see" ist eines ihrer rundesten Werke. Man muss es ein paar mal hören, dann kommt man auf den Geschmack. Wie bei einem guten dram whisky. Der Geschmack entfaltet sich erst dann, wenn man ein paar Schluck genommen hat. Das Album wurde laut offizieller Runrig-Homepage ausnahmslos in den Schottischen Highlands aufgenommen. Und wer schon mal dort war, hört das auch heraus. Die Songs sind sehr bodenständig, wenig Drumcomputer, dafür mehr Seele. Runrig verstehen es immer wieder, die schottische Seele in Musik auszudrücken.
Zu den einzelnen Stücken:
1.Year of the Flood
Das Lied beginnt mit der unverwechselbaren Stimme von Bruce Guthro und Gitarrenklängen. Es entwickelt sich zu einem typischen Runrig-Lied mit viel Dynamik, Melodie und abwechslungsreichen Ablauf. Ein guter Opener.
2.Road Trip
Der Anfang erinnert ein wenig an U2. Der Schlagzeugrhythmus hat viel drive und bringt das Stück gut vorwärts. Auch dieses Lied besticht vor allem im Refrain durch einen melodiösen Ablauf. Road Trip ist auf alle Fälle ohrwurm-tauglich.
3.Clash of the Ash
Der Beginn mit dem Akkordeon ist typisch Runrig. Dieses Lied macht richtig Laune, da sich textlich und musikalisch alles in Richtung Liedzeile "Clash of the Ash" hinbewegt. Der kurze Mittelteil ist recht wuchtig - Calum haut da so richtig auf die grosse Pauke. Dieses Lied könnte bei Live-Konzerten zu einem von vielen Höhepunkten werden.
4.The Ocean Road
Das längste Lied (6:32) beginnt ganz leise. Nur die Stimme von Bruce und die Gitarre von Malcolm. Von Minute zu Minute steigert es sich zu einer Art Hymne. Dieses Lied besticht vor allem von dem abwechselnden Leadgesang von Rory und Bruce. Höhepunkt bildet das Gitarrensolo von Malcom, das dann in eine leisere Phase mit Chorgesang übergeht, um zum Schluss wieder zum hymnenartigen Refrain zu kommen.
5.Atoms
Man fühlt sich in alte Runrig-Zeiten zurückversetzt, wenn man den Anfangsriff von Malcom hört. Alben, wie "Recovery" oder "Highland Connection" kommen einen in den Sinn. Malcom hat einen ohrwurm-verdächtigen Riff kreiert. Das Lied ist im grossen und ganzen gut gelungen.
6.An Dealachadh (The Parting)
Das erste von zwei gälischen Liedern ist auch das kürzeste. Eine wunderschöne Ballade, die den Geist der schottischen Highlands so richtig verkörpert. Ein tiefer Bass gibt den richtigen Drive vor. Das Akkordeon von Malcom, die Geige von Duncan Chisholm (Wolfstone), die zusätzliche Stimme von Julie Fowlis - all das verleiht dem ganzen Stück seine einmalig schöne Athmosphäre. Die letzten zwei Takte gehören nur Rorys Stimme.
7.This Day
This Day ist ein recht gefälliger Song mit einer schönen Melodie.
8.Sona (Joyful)
Das längere Intro vom zweiten gälischen Song ist genial und man könnte fast meinen, das es rein instrumental weiter geht. Bis Rory zu singen anfängt. Und dann fühlt man sich wieder versetzt in die raue Landschaft der schottischen Highlands. Mit Sona sind sich Runrig mit ihrem unverwechselbaren Sound treu geblieben.
9.Something's got to give
Mit Brian Hurren haben sich Runrig einen genialen Sänger in die Band genommen. Brian singt hauptsächlich bei diesem Song und unterstreicht diesen mit seiner schönen Stimme. Something's got to give ist ein sehr schönes Lied, ein sehr schöne Ballade, zum Zurücklehnen und Geniessen.
10.And the Accordions Played
Für mich das beste Lied auf der Platte. Eine wunderschöne, eingängige Melodie zu Beginn an, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Stück zieht. Eine wahre Runrig-Hymne!
11.In Scandinavia
Wenn man dieses Lied hört, sieht man förmlich die rauhe Landschaft und die Fjorde in Norwegen! Bruce verkörpert dies zum einen durch seine Stimme, zum anderen wird dieses Feeling noch durch die musikalische Entwicklung im Lied verstärkt, wenn die Band zum Schluss richtig aufdreht und über allem die Stimme von Aud Ingebjorg Heldaas steht. Nach dem musikalischen Höhepunkt, der wie ein aufkommender Sturm wirkt, wird es wieder ganz ruhig.
Diese Band hat sich weiterentwickelt. Zum Positiven hin. War Runrig vor Bruce Guthro mehr oder weniger mit der Stimme von Donnie Munro geprägt, zeichnet sie sich heute dadurch aus, dass mehrere Musiker ohne Vorbehalte den Leadgesang übernehmen können. Und an diesem Punkt stehen Runrig mit Toto auf einer Stufe.
Freuen wir uns auf die Konzerte!
Matthias
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
guter Single Malt, 27. Mai 2007
Nun ist ja hier von Hölle bis Himmel schon alles rezensiert worden. Vielem würde ich mich anschließen, manchem nicht. Zum Glück sind die Rezensionen in deutlicher Unterzahl, die das neue Album in die Rubrik "Mülleimer" werfen. Dort gehört es wahrlich nicht hin.
Ich gehöre zu denen, die Runrig seit 1991 begleiten, die komplette Sammlung haben und sie oft auf der Bühne gesehen haben. Natürlich gibt es in einer Historie wie der von Runrig nicht nur Highlights. Man kann sich nicht ständig selbst toppen. "Everything you see" erreicht sicher nicht den Überstatus, den frühere Alben wie z.B. "Mara" haben. Aber - im Jahre 2007 werden Runrig diesen Anspruch auch bestimmt nicht mehr anstreben.
Was ist gegen etwas mehr Mainstrem - wenn er gut ist - einzuwenden? Alle Runrig-Anhänger wünschen sich, daß die Musik mehr im Radio gespielt wird, dadurch der breiten Öffentlichkeit kommuniziert wird und vielleicht mehr Publikum erreicht. Mit den beiden letzten Alben kann das gelingen. Wem das zuviel Kommerz ist, der muß sich seine Erfüllung woanders suchen.
Mit dem neuen Album verhält es sich bei mir wie mit gutem Single-Malt. Es muß alles zusammenpassen. Die Situation, die Stimmung, Herz, Bauch und Hirn. Dann stimmts. Es gibt Situationen, da trinkt man zwei Gläser und es gibt welche, da rührt man ihn wochenlang nicht an um ihm nicht unrecht zu tun. Aber - man trinkt dann als Alternative bestimmt keinen Johnny Walker!
In den Single-Malt-Vergleich passen - was micht betrifft - alle Runrig-Alben. Mal laufen sie den ganzen Tag, mal tagelang gar nicht. Das neue Album rundet dieses Bild recht ausgewogen ab. Es hilft aber auch, die früheren Alben wieder aufzulegen. Die seien den "Neuen", die dies hier vielleicht lesen, sehr ans Herz gelegt. Und zwar allesamt - jede ist auf ihre Art ein Highlight.
Also, Leute, "Everything you see" ist ein zeitgemäßes Werk, das die Weiterentwicklung von Runrig dokumentiert. Deshalb ist es gut anzuhören, auch mehrmals. Und wenn es "uns" gelingt, mehr Leute für Runrig zu begeistern, dann sind wir doch dem Ziel ein gutes Stück näher! Ich freue mich jedenfalls auf die Konzerte dieses Jahr (Loch Ness und Mainz). Man sieht sich dort...
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Erwartungen wieder mal erfüllt...., 19. Mai 2007
Runrig schafft es wieder einmal ein klasse Album abzuliefern - etwas rockiger als gewohnt, aber trotzdem - oder gerade deshalb - geeignet, um die Fangemeinde zu vergrößern. Die ersten 4 Stücke sind 'ne glatte Eins, danach baut es etwas ab, um dann am Ende mit den letzten 2 Stücken wieder aufzutrumpfen. Alles in allem ein gutes Album - nicht nur für Fans!
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