... aber das Album macht es einem nicht leicht.
Nach all den "Remastered" Alben und dem nach etwas Gewöhnungszeit doch überraschend gutem Album "Nimby", ist die aktuelle Scheibe eher eine Entäuschung.
Sicher ist ein Lied wie "Homesick" Geschmacksache, aber für mich wurde hier die Grenze des guten Geschmacks beim Versuch ein radiotaugliches Lied zu komponieren, einfach überschritten. Grade hier lag eine Stärke von Fury, sich auch bei Mainstream Songs treu zu bleiben und Lieder wie Radio Orchid beweisen, was da möglich ist. "Homesick" ist einfach nur noch trivialer Trällerpop.
Die schnelleren Stücke wie "Tinkerbell" lassen an lang vergangene Zeiten erinnern und gehören zu den freudigen Überraschungen, während Balladen wie "Winterday" gewohnt die Stärke der Hanoveraner bei romantischen und verträumten Liedern unterstreicht. "Nothing to go" wiederun erinnert an das Album "Home Inside", was als Kompliment gemeint ist.
Aber dann sind da auch noch Stücke wie "Hippy Happy", bei denen man sich schon Gedanken über den Geisterzustand während des Schreibens dieses Songs macht.
Das Album ist ein Zwilling zu "Color Fury", von dem ich ähnlich enttäuscht war. Es wirkt wie ein Zwischenschritt, wie ein "muss ja". Mir fehlt die Leidenschaft vergangener Alben, was vielleicht auch an den zahlreichen anderen Projekten einzelner Bandmitglieder liegen mag.
Aber nach "Color Fury" folgte "Nimby", was mich in der Hoffnung bestärkt, die nächste CD könnte wieder ein Kracher werden.