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Everest - Himmel, Hölle, Himalaya
Format: Audio CDÄndern
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Einer der französischen Bergsteiger, die an der ersten Besteigung eines Achttausenders teilnahmen, definierte so das Bergsteigen. Wenn man sich mit der Eroberungsgeschichte der Himalaja-Gipfel beschäftigt, dann findet man dort auch die ganze Bandbreite menschlicher Fähigkeiten und Schwächen, vom Heldentum bis zur Selbstüberschätzung und vom Mut bis zum Irrsinn. Reinhold Messner möchte sich in diesem Hörbuch auf den Everest fokussieren. Doch er schweift dabei auch gelegentlich ab. In einem rund zweistündigen Vortrag schildert er uns die vielen Versuche, auf den höchsten Berg der Erde zu gelangen, und geht dabei auch wie selbstverständlich auf Teile seiner eigenen Geschichte ein, die gelegentlich gar nicht zum Thema gehören. Leider haben wir nicht die Möglichkeit, gleichzeitig auch die von ihm dazu gezeigten Karten, Bilder und Filme zu sehen. Es ist daher ratsam, sich vor dem Anhören der ersten CD wenigstens mit einer vernünftigen Karte des Himalaja auszurüsten, damit man sich ein Bild von den von Messner beschriebenen Örtlichkeiten machen kann.

Zu Beginn seines Vortrages geht Messner auf die geografischen und politischen Gegebenheiten rund um das Himalaja-Gebirge ein, so wie sie sich gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts darstellten. Er beschreibt die ersten Versuche, in die Nähe dieser mächtigen Gipfel zu kommen, die ausnahmslos an der mangelhaften Ausrüstung und manchmal darüber hinaus auch an der Selbstüberschätzung derer scheiterte, die es versuchten. Zwischendurch diskutiert Messner dann plötzlich den Yeti-Mythos, den er als Legende entlarvt. Für ihn sind die Yetis Schneebären, die er selbst beobachtet hat.

Dann kommt er auf das Schicksal des berühmten englischen Bergsteigers George Lee Mallory, dessen Leiche 85 Jahre nach seinem Tod fast unversehrt entdeckt wurde. Dadurch konnte man die damaligen Ereignisse rekonstruieren und zeigen, dass auch ein erfahrener Bergsteiger die Unvernunft eines Begleiters mit dem Tod bezahlen kann. Schließlich erklärt Messner den lange Zeit als Haupthindernis bei der Everest-Besteigung geltenden sogenannten Second Step. An dieser Stelle merkt man erstmals besonders schmerzlich, dass man die in diesem Vortrag gezeigten Bilder nicht sehen kann, denn dieses Hindernis ist eine fast senkrechte Wand aus Fels und Eis, die mit der damaligen Ausrüstung bis gegen Ende der 1940er Jahre nicht kletterbar war. Erst eine riesige chinesische Expedition mit 700 Teilnehmern stellte dann dort Aluminium-Leitern auf.

Die erste CD endet mit der Schilderung des Aufstiegs der englischen Expedition von 1953, die Messner im zweiten Teil seines Vortrages fortsetzt. In dieser Expedition befanden sich als Gäste Edmund Hillary und sein Sherpa Tenzing Norgay, die am 29. Mai einen erfolgreichen zweiten Versuch wagten, den Gipfel zu erklettern, nachdem es zwei Engländer aus der Gruppe zuvor nicht geschafft hatten.

Danach geht Messner plötzlich recht ausführlich auf seine Erlebnisse am Nanga Parbat ein, an dem er seinen Bruder verlor. Die relative Teilnahmslosigkeit, mit der er dies berichtet, wirkte wie dieses ganze, vom Thema abschweifende Kapitel etwas befremdlich auf mich.

Anschließend kehrt Messner wieder zum Everest zurück und erklärt, dass es aus seiner Sicht vier Phasen der Eroberung dieses Gipfels gab. In der ersten Phase versuchte man überhaupt erst einmal aufzusteigen. Als Hillary und Tenzing Norgay dies geschafft hatten, wollten andere - auch Messner - noch schwierigere Wege zum Gipfel besteigen. Dann, in Phase drei, die wesentlich von Messner gestaltet wurde, reichte auch das nicht mehr, und man begann die Ausrüstung Schritt für Schritt zu minimieren. Das gipfelte schließlich in Messners Everest-Besteigung ohne Sauerstoffmaske.

Schließlich kam es zur vierten Phase, die Messner mit ganzer Energie verteufelt, nämlich zu Besteigungen der Himalaja-Gipfel in organisierten Reisegruppen. Wenn sogar Blinde und Fußkranke auf den Gipfel kommen, wettert Messner, dann muss man sich nicht über Unglücke wundern. Als warnendes Beispiel nennt er die Katastrophe von 1996, bei der auf einen Schlag ein Dutzend Bergsteiger starb.

Es käme darauf an, die Berge in Eigenverantwortung und Eigenorganisation zu besteigen. Nicht die Besteigung selbst, sondern das Gefühl bei der Rückkehr sei entscheidend. Man solle lieber in den Wald gehen und das Erlebnis Natur suchen, als das Gefühl, einmal auf dem Everest zustehen.

Das klingt so wenig wahrhaftig und ehrlich, wie es ist. Denn wenn es nur darum geht, wozu muss man dann, wie Messner es tat, noch schwierigere Routen auf den Gipfel suchen oder sich der Gefahr aussetzen ohne Sauerstoff dauerhafte Hirnschäden bei der Ersteigung zu erleiden?

Messner fordert Respekt vor der Natur und dem Berg. Aber gleichzeitig will er nicht verstehen, dass er zu denen gehörte, die als erste diesen Respekt nicht hatten und unbedingt auf die lebensfeindlichen Gipfel steigen mussten.

Fazit.
Ein wirklich interessanter und lehrreicher Vortrag, der auch den Menschen Messner in einem Licht zeigte, das er selbst vielleicht gar nicht wollte. Natürlich wäre es viel schöner gewesen, wenn man die zu diesem Vortrag gehörenden Karten und Bilder hätte sehen können. Zwar fehlt aus diesem Grund ein Stück des Eindrucks (und deswegen nur vier Sterne), dennoch aber ist dieser Vortrag in jeder Beziehung aufschlussreich.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Diese Doppel CD als Livelesung der Erlebnisse und der Geschichte um den Berg der berge, die Göttin des Himalaja, den Mount Everest von Reinhold Messner persönlich gibt einen Überblick um die Rolle dieses Berges in der Geschichte des Bergsteigens, die Position dieses Berges im leben von Reinhold Messner persönlich und die Schicksalhaftigkeit für seine Familie - denn der Berg war auch Ort des Verlustes. Eine Live Lesung die uns Reinhold Messner ganz nahe bringt.

Das zuhören hat mir persönlich sehr gefallen, obwohl ich kein Bergsteiger bin, aber gerne Wissen wollte wie man dazu kommt auf den Berg rauf zu wollen, was einen antreibt und was man fühlt, wenn man vor so einem Koloss steht.

Die Doppel CD REINHOLD MESSNER - EVEREST - HIMMEL, HÖLLE, HIMALAJA informiert über die Geschichte des Berges aus Sicht der Bergsteiger, die Katastrophen am Berg und die Erfolge. Zudem deckt auf dieser Doppel CD Reinhold Messner die 12 Jahre Forschung und das damit zusammenhängende Ergebnisse seiner YETI Suche auf - sehr interessant und logisch.

Man spürt was diese Männer antreibt, man fühlt mit ihnen und man versteht plötzlich warum man da hoch muss - es klingt abgeschmackt aber der Ausruf DER BERG RUFT hat Sinn und Bedeutung für einen Bergsteiger, es ist wie ein unhörbarer Ruf.

Diese Doppel CD hat mir beim anhören viele interessante Informationen und Kapitel im Leben des Reinhold Messner aufgezeigt - allesamt habe ich gerne angehört und es war mir somit eine Freude meine Zeit mit diesen Audio CDs zu verbringen.

Diese Audio CDs sind nicht nur etwas für Bergsteiger, es geht auch um Geschichte und um den Spaß den das Bergsteigen macht, um die Herausforderung und um das Ziel - wobei der Aufstieg dabei das Schönste wohl ist.

Empfehlenswert!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Januar 2003
Reinhold Messner - nicht zwingend ein Sympathieträger. Eigentlich. Der Mann sieht aus wie ein Yeti persönlich, tritt für gewöhnlich eher selbstgefällig und manchmal etwas entrückt auf.
Und nun so etwas: Ein Hörbuch, 2 CDs lang - und viiiiiel zu kurz. Messners Vortrag über seine Erlebnisse auf den höchsten Bergen der Welt lassen sich prima anhören. Es ist kurzweilig, wenn man sich erst einmal an das leicht näselnde Südtirolerisch gewöhnt hat.
Und Reinhold Messner spart wenig aus. Er erzählt nochmal die Geschichte des Yetis, den er gesehen haben will. Es hört sich plötzlich nachvollziehbar an, was vor Jahren noch als Spinnerei gegolten hat.
Dass Reinhold Messner Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre zu den weltbesten Bergsteigern gehörte, wird verständlich, wenn man dem Mann zuhört. Er streift durch die Geschichte des Hochalpinismus, er kritisiert die widerlichen Auswüchse der Touri-Touren im Himalaya und Messer wird glaubwürdig als Naturfreund im besten Sinne des Wortes.
Eigentlich hat das sehr hörenswerte Werk nur einen Schönheitsfehler: Der Mitschnitt zeigt leider nicht die sicher atemberaubenden Bilder, auf die Messner immer wieder verweist. Dabei handelt es sich vermutlich um Dias, die die Zuhörer zusehen bekommen haben, die dem Hörer aber verwehrt bleiben.
Es ist egal. Die Doppel-CD ist gut und empfehlenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 100 REZENSENTam 18. Februar 2014
Reinhold Messner ist am 17. September1944 in Brixen, Italien geboren. Er ist einer der bekanntesten Bergsteiger und stand als erster Mensch auf allen vierzehn Achttausender ohne den Gebrauch von Sauerstoffflaschen.

Bei Everest - Himmel, Hölle, Himalaya handelt es sich um einen Vortrag von Reinhold Messner, der sich hauptsächlich mit dem Mount Everest beschäftigt. Im ansprechenden, interessanten und unverkennbaren Stil spricht er hier über die Geschichte der Besteigung des Mount Everest von George Lee Mallory über die verschiedenen französischen und englischen Expeditionen, bis schließlich zur Erstbesteigung von Edmund Hillery und Tenzing Norgay. Weiterhin spricht er über seine Besteigung des Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff, sowie die “kommerzielle“ Besteigung von Reisegruppen, die 1996 zu einer Katastrophe führte (hierzu kann ich Jon Krakauers Buch – In eisigen Höhen empfehlen). Messner vergisst ebenfalls nicht die Randgebiete, wie sein Aufeinandertreffen mit dem Yeti, das damals recht hohe Wellen geschlagen hat, weiterhin seine eigene Geschichte, die nicht nur mit dem Mount Everest, sondern ebenfalls mit den Nanga Parbat zusammen hängt.

Fazit: Wer sich für Reinold Messner oder das Bergsteigen interessiert ist hier auf jeden Fall bestens bedient, was vor allem an der Vortragsweise von Reinhold Messner liegt. Er hat mich von den ersten Sätzen direkt mitgerissen und das nicht nur wegen seiner authentisch, offenen und ehrlichen Berichte, sondern auch durch seine unverkennbare Art. Insbesondere die Themenvielfalt konnte mich überzeugen.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. September 2002
Als Kind einen fernen Gipfel zu stürmen: was für ein Gefühl!? Also, bei mir war es zwar nur die Krone im Apfelbaum unseres Gartens, aber doch ein Erlebnis. Da hat Messner wohl auch angefangen. Und tatsächlich kommt immer wieder der kleine Junge durch, wenn er erzählt. Mich hat das schwer beeindruckt, wie einer immer wieder nach neuen Grenzen sucht - um sie zu überwinden. Und auf diesem spannenden Hörbuch ist das so kompetent, so glaubhaft vorgetragen, auch philosophisch und doch ganz handfest. Ein Genuß für Abenteurer aller (Alters)klassen!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Januar 2014
Er hat einfach viel zu erzählen, kein Wunder, wer so viel erlebt hat wie er. Ich höre ihm immer wieder gern zu.
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