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5.0 von 5 Sternen
Von Tantalusqualen, Mythen und Helden am Mount Everest, 7. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Everest. Göttinmutter der Erde (Gebundene Ausgabe)
Man möchte meinen, der Mount Everest sei mittlerweile von Extrembergsteigern, Bergfreunden und Alpinhistorikern hinlänglich bearbeitet. Dem ist nicht so. Der Geologe und Everest-Spezialist Jochen Hemmleb hat ein umfassendes Werk unter dem Titel „Everest. Göttinmutter der Erde" publiziert, dem es an nichts zu fehlen scheint. Auf der Grundlage akribischer Recherchen liefert er geologische Zusammenhänge, faszinierende Geschichten von Pionieren und wahren Helden, Mythen und Interviews bis hin zu Triumphen und dramatischen Niederlagen am höchsten Berg der Welt. In der Tatsache, dass er kein Extrembergsteiger ist, bislang nicht auf dem Dach der Welt stand, liegt der Reiz des Buches. Hemmleb schreibt sachlich, gleichzeitig anschaulich und fesselnd, trotz aller Kennerschaft nie belehrend über die Vorgänge am Berg. Er legt nicht nur fundiert kulturhistorische Zusammenhänge dar, sondern bringt viele bisher unbekannte Informationen ein. Aufschlussreich ist beispielsweise seine Begegnung mit den Mitgliedern der chinesischen Everest-Expedition von 1960, deren Gipfelsieg bis heute angezweifelt wird. Die chinesischen Extrembergsteiger berichten über waghalsige und verzweifelte Klettereien und wie sie an einer fünf Meter hohen senkrechten Wand am Ende ohne Schuhe und Steigeisen, um einen besseren Halt zu finden, geschlagene drei Stunden in Eiseskälte hochkletterten. Kenntnisreich und schon längst notwendig ist auch das Kapitel über die nepalischen Bergführer „Im Schatten der Sahibs", ohne deren Hilfe und profunden Kenntnisse nur wenigen Bergsteigern die Gipfel des Himalaja zugänglich wären.
Bekannt wurde Jochen Hemmleb mit den Suchexpeditionen nach George Mallory und Andrew Irvine, die 1924 bei ihrem Versuch, den Mount Everest zu erklimmen, ums Leben kamen. Die spektakuläre Auffindung des Leichnams von George Mallory 1999, der 75 Jahre lang unentdeckt am Nordostgrad des Everest lag, erregte internationales Aufsehen. Nächstes Jahr jährt sich die Besteigung des Mount Everest durch Sir Edmund Hillary und Tenzing Norgay zum 50sten Mal. Ein größeres Geschenk hätte Hemmleb der zerklüfteten Bergwelt des Himalaja nicht machen können.
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5.0 von 5 Sternen
Beste Monografie eines Berges auf dem Büchermarkt, 14. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Everest. Göttinmutter der Erde (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hat der höchste Berg der Welt verdient ! Aufmerksam recherchiert und aufregend zusammengestellt mit exzellentem Karten- und Bildmaterial. Wer sich der Faszination und der Geschichte wirklich nähern möchte, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Auch durch den Umfang hängt dieses Buch alle anderen deutschsprachigen Erscheinungen über den Everest locker ab. Jochen Hemmleb hat sich u.a. als Alpinhistoriker lange und intensiv mit dem Berg und seiner Geschichte befasst und bietet spannend erzählte Geschichte.
Ich habe dieses Buch an zwei langen Winterabenden verschlungen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kurz und knapp-Ein wunderschönes Buch, 13. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Everest. Göttinmutter der Erde (Gebundene Ausgabe)
Kurzweilige Unterhaltung und quasi alles Wissenswerte über den Gipfel der Welt und seine Geschichte, reich illustriert und mit zahlreichen Anekdoten erfrischend erzählt. Der Autor ist Kenner der Materie und ein Könner der Bergliteratur.
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