Jenseits der bekannteren Kreisler-Songs (die auf dem Doppelalbum Everblacks 1 versammelt sind) finden sich hier auch ernstere und nachdenkliche Töne. Zum Beispiel bezieht er sich in "Treten Sie näher, Franz Josef" auf einen ganz konkreten Politiker. Natürlich bewegen sich die Lieder auf diesen zwei CDs ebenfalls im typischen Kreisler-Kosmos, seine großen Themen (Österreich, Musik, Frauen) sind mit mehreren wundervollen Liedern vertreten. Daneben gibt es aber auch untypische Stücke, die (wie "Weg zur Arbeit") überhaupt nicht zum Lachen sind, und Kreislers Auseinandersetzung mit Faschismus ist hier stärker vertreten.
Meine persönlichen Favoriten: "Mein Weib will mich verlassen", "Ich fühl mich nicht zu Hause", "Die Hexe".
Leider ist dem Produzenten nichts besseres eingefallen, als dem Album zum zweiten Male den Text von der LP aus dem Jahre 1972 beizulegen.
Kreisler ist und bleibt der alleingültige Interpret seiner eigenen Werke, alle mir bekannten Versuche anderer Sänger halte ich für mehr oder weniger gescheitert.