Die Geschichte beginnt in einer Seitengasse von Qenos, einer Großstadt Norraths.
Eine junge Frau wird von zwei Räubern angegriffen und von einem Schurken gerettet, der sein Gedächtnis verloren hat. Sie nimmt ihn mit in ihr Quartier und überreicht ihm einen Brief, den sie aus seiner Weste genommen hat. Das Schriftstück ist für 'Rileigh' bestimmt.
Der Schurke übernimmt den fremden Namen und wird kurz darauf von einem Nekromanten besucht, der ihn auffordert, ihn zu begleiten. Als sich Rileigh weigert, wird er von einem Skelett attackiert und entkommt nur durch einen kühnen Sprung aus dem Fenster.
Er landet jedoch in der frisch gewaschenen Wäsche einer Frau, wird aufs übelste beschimpft und von einigen selbsternannten 'Wäscherächern' verfolgt, denen er wiederum nur knapp entkommen kann.
Währenddessen kämpft ein Paladin auf See mit einem riesigen Meeresungeheuer. Uaeldyn, wie er genannt wird, ist auf der Suche nach den Drachenknochen, die ihm gestohlen wurden. Denn wer alle Knochen sammelt, kann den 'Drachen am Ende der Welt' wieder zum Leben erwecken. Dies will Uaeldyn verhindern und schart deshalb viele Kämpfer um sich. Auf seiner Liste steht auch Rileigh'
Viele Meuchelmörder sind auf den Spuren des Schurken, um ihm den Garaus zu machen. Als Rileigh von einem Schattenritter angegriffen wird und nur um Haaresbreite entkommen kann, flüchtet er in die Unterwelt. Dort trifft er auf die Schurkenengilde, in der Uaeldyn bereits auf ihn wartet.
Verfolgt und am Ende seiner Kräfte willigt der Schurke ein, den Paladin auf seiner Suche zu begleiten. Dieser verspricht, Licht in seine Vergangenheit zu bringen.
An Bord der 'Aegis' beginnt die Reise ins Ungewisse. Das erste Ziel ist die Pirateninsel, auf der sich das erste Artefakt befinden soll. Doch als die Anker gelichtet werden, beginnen die Leute krank zu werden und die Tiere verenden'
Das erste Buch aus der Welt von Everquest ist ein durchwachsenes Werk, bei dem es nicht immer leicht ist, der Geschichte zu folgen. Zu viele Gedankensprünge des Autors und Erinnerungen von Rileigh unterbrechen den Lesefluss gewaltig. An einigen Stellen hatte ich das Gefühl, dass ein Kapitel fehlen musste. Zu wirr ist die Story, zu hölzern und charakterlos die Personen. Obwohl Scott Ciencin auf den ersten 50 Seiten eine solide Geschichte aufbaut, verläuft sie auf den folgenden Seiten zu linear und entwickelt sich nicht weiter.
Der Hauptcharakter erinnert sich an nichts und kann trotzdem alles nahezu perfekt. Auch die Fantasywesen sind nur dürftig beschrieben.
Der Roman ist für Spieler des gleichnamigen Pc- Games genauso enttäuschend wie für den gewöhnlichen Fantasyleser. Obwohl das Buch von Herrn Salvatore präsentiert wird, ist es alles andere als spannend.
Wen die verwirrende Geschichte und die klischeehaften, schlecht entwickelten Charakterklötze nicht abschrecken, kann gerne zugreifen.
Freunde eines guten Fantasybuches sollten jedoch die Finger davon lassen!
Mit 2 Sternen ist das Buch eher noch überbewertet. Schade drum.