Viele Jahrhunderte ist es her, dass Innoruuk, der Gott des Hasses, die Elfenstadt Takish Hiz dem Erdboden gleichgemacht hat. Nur ein Elf hat überlebt und versucht, die Völker von Norrath gegen die Götter aufzuwiegeln. Sein Name ist Aataltaal. Er ist ein Gestaltwandler und beherrscht mächtige Magie. Diese setzt er jedoch nur ein, um sein wahres Ziel zu erreichen: ein vereinigtes Königreich, das in Frieden lebt.
Viele verschiedene Völker hat der Elf schon unter verschiedenen Identitäten vereinigt- außer den Dunkelelfen. Doch seine jahrelangen Bemühungen sollen schon bald Früchte tragen.
Die Drow haben sich bereiterklärt, dem bevorstehenden Aufnahmeritual beizuwohnen. Doch als die Feierlichkeiten beginnen sollen, werden alle Anwesenden von heftigen Krämpfen geschüttelt. Üble, dunkle Magie beschwört giftige Schlangen hervor, die aus den Mündern der Anwesenden kriechen und sofort auf Imperator Katta losgehen und ihn auch beissen..
Hinter dem Anschlag steht kein geringerer als General Seru, der sich Innoruuk verschrieben hat und gegen ein vereinigtes Königreich arbeitet.
Aataltaal nimmt kurz darauf die Gestalt des sterbenden Imperators an, um die Aufmerksamkeit der Verschwörer auf sich zu lenken und flüchtet mit ein paar Schiffen auf das Meer der Tränen.
Seru und eine alte Feindin Aataltaals, die Hexe Rashalla , nehmen die Verfolgung auf und stellen den vermeintlichen Imperator auf hoher See. Als der Kampf beginnt, steht nicht nur das Leben von Aataltaal auf dem Spiel, sondern auch der Frieden Norraths'
Der zweite Band aus der Welt von Everquest ist im Gegensatz zum schlechten Vorgänger ein echter Leckerbissen für Fantasyfreunde. Stewart Wieck legt am Anfang des Buches ein rasantes Tempo vor, dass zwar in der Mitte etwas abflaut, zum Ende hin jedoch wieder jede Menge Schwung gewinnt und zum krönenden Showdown führt.
Aataltal ist ein undurchsichtiger Charakter, der zwar eher auf der guten Seite steht, aber trotzdem sein eigenes Ding ohne Kompromisse durchzieht und auch nicht vor Morden zurückschreckt. Die wahren Bösewichte kommen zu kurz zum Einsatz, als das man sich ein klares Bild über ihren Charakter machen könnte.
Ansonsten sind alle Personen und Kreaturen so, wie sie im klassischen Fantasybuch dargestellt werden. Bis auf eben den geheimnisvollen Elfen, von dem ich gerne mehr lesen würde.
Alles in Allem ein wirklich gutes Buch, das eine eigenständige Geschichte erzählt und von Vorne bis Hinten spannend ist.
Das einzig störende war die sehr detaillierte 'Manasammlung' des Elfen, bevor er unzählige Zauber gewirkt hat, die aber in den nachfolgenden Seiten nicht mehr erwähnt wurden. Im Spiel hui- im Buch pfui.
Trotzdem ein lesenswertes Buch!