Hier hätten wir wieder mal eine neue Cinderella Verfilmung, und meiner Meinung nach die bisher beste!! Denn diese Version weicht ziemlich vom Original ab, und verleiht der Geschichte eine ganz eigene und besondere Note. Cinderella ist die traurige Geschichte über ein Mädchen, das ihren Vater verliert, und mit ihrer verbitterten Stiefmutter und ihren unausstehlichen Stiefschwestern leben muss. Sie ist ihr Dienstmädchen, ihre Dienerin, mit einem Wort - ihre Sklavin. Das einzige Leben das sie hat, ist das, das sie mit ihren tierischen Freunden verbringt. Bis dann eines Tages eine gute Fee erscheint, „Prince Charming" sie entdeckt und sie von alledem wegholt.
Das ist das Märchen, wie wir es kennen. Schon hundertmal verfilmt, und „Auf immer und ewig" wird bestimmt nicht die letzte Version bleiben. Grundsätzlich ist „Auf immer und ewig" natürlich nicht viel anders, die Geschichte bleibt im Grunde immer dieselbe. Doch trotzdem ist diese Neuverfilmung eine sehr willkommene Abwechslung. Erstens mal hätten wir da ihren guten Freund Gustav aus Kindheitstagen, mit dem sie ihre Freizeit (von der sie nicht viel hat) verbringt, und der ihr immer zur Seite steht. Und siehe da - wer läuft dem Zuschauer noch über den Weg? Leonardo da Vinci, als guter Freund und Ratgeber!! Außerdem wird hier mehr auf die Beziehung zwischen Danielle und einer ihrer Stiefschwestern eingegangen, denn in dieser Version verstehen sich die beiden prächtig! Und was auch erwähnt werden sollte - in diesem Film gibt es außerdem eine gute, ordentliche Portion Humor!
Dieser Film erwärmt das Herz des Zuschauers. Drew Barrymore spielt die Rolle der Danielle fabelhaft. Außerdem hat man hier nicht unbedingt das Gefühl, dass alles ein Wunder und ein Märchen ist, wenn der holde Prinz kommt, und Danielle „rettet". Denn hier weiß man genau - dieses Mädel arbeitet hart. Und das nicht nur für ihre böse Stiefmutter, sondern auch für ihre eigene Bildung und Erziehung. Hier ist es nicht so „komm, ich hol dich weg von all dem Trostlosen", hier hat man wirklich das Gefühl, sie hat sich den Weg aus dem tristen Leben selbst erarbeitet, und sie hat ein besseres Leben mehr als verdient. Sie kommt als toughes Mädchen rüber, das genau weiß was es will und bereit ist, dafür alles zu tun. Und als Bestätigung dafür kommt noch dazu, dass es in dieser Verfilmung keine gute Fee gibt. Dieser Teil der Märchen Vorlage wurde komplett weggelassen. Oder vielleicht doch nicht. Eigentlich übernimmt Leonardo da Vinci die Rolle der Fee. Er steht Danielle zur Seite, „verzaubert" sie in eine umwerfende Schönheit für den Ball und hilft dem Prinz bei seiner Entscheidung. Da hier keine „wirkliche Fee" erscheint, sollte man diese Version auch nicht unbedingt als Märchen bezeichnen, sondern eher als Drama. Zwar mit dem bekannten Märchen-Happyend, aber es ist nicht alles so Friede, Freude, Eierkuchen. Die Beziehung zwischen dem Prinz Henry und Danielle droht sogar zu zerplatzen, da Henry bestürzt ist über Danielle's Herkunft, als er erfährt wer wirklich hinter der mysteriösen Fremden steckt.
Rundum ein großartiger Film, ein klassisches Märchen neu verpackt, mit tollen Kostümen und Kulissen, grandiosen Schauspielern (Anjelica Huston überzeugt mal wieder als „bitch"), und einer sehr charmanten und sympathischen Drew Barrymore. Diesen Film kann man sich einfach immer und immer wieder ansehen, und jedes Mal wird man aufs Neue verzaubert. Noch ein kurzes Wort zur DVD - leider keine Extras, außer dem Kinotrailer, aber das ist halb so schlimm, da der Film alleine schon so toll ist. Zwar schade, ein Making of wäre hier bestimmt sehr interessant gewesen, aber man kann's verkraften.