robert fripp - der gitarrenquäler und mastermind von king crimson und der soundtüftler brian eno, der mit vollem namen "brian peter george st. john le baptiste de la salle eno" heißt und als erfinder und wegbereiter der ambient music gilt, betraten hier bereits 1975 beinahe neuland.
beinahe, weil sie schon 1973 ein ähnliches album namens "no pussyfooting" herausbrachten, das mir aus heutiger sicht aber einerseits experimenteller, andererseits nicht derartig abgehoben erscheint.
im grunde haben wir es mit den üblichen von eno erzeugten collagenartig angeordneten soundteppichen und loops zu tun, über bzw. zwischen denen fripp seine e-gitarre klagen lässt. er tut dies unaufdringlich behutsam, kein harter ton stört die harmonie. das ist ein wenig elegisch, ein bisschen traurig und immer sehr, sehr schön.
das ist keine tanzmusik, das fährt nicht in den bauch und schon gar nicht in die beine. sehr wohl aber einem geneigten und für neue klangerfahrungen offenen zuhörer direkt ins hirn und dann vermutlich auch mitten ins herz.
musik abseits von effektgehasche und sportgitarrerei, ruhig, hintergründig, organisch, seltsam. kann man auch fad finden, ist jedoch mit nichts zu vergleichen...
der sound ist eigentlich so wie er sein soll, das ist hier aber völlig schnurz, zum anlagentesten eignet sich diese musik sowieso nicht und auch das ist gut so.
für musikalisch fortgeschrittene...