eve future ist sicherlich nicht leicht in der gegenwärtigen musiklandschaft einzuordnen. vielmehr hat man beim hören der 7 überschaubaren stücke das gefühl, auf lang verschollene barocke perlen gestoßen zu sein, die bereits um 1700 so geklungen haben. denn kreidler schaffen das unfassbare: die platte klingt nicht wirklich nach elektronica. die stücke sind kurz und prägnant und man könnte mit ihnen jeden königlichen hof bespielen ohne unangenehm aufzufallen. hier 2 punkte, aufgrund derer die platte nicht vollends zu überzeugen vermag:
1. die wiederholungen (die die sounds und den aufbau der songstrukturen betreffen) und die daraus resultierende monotonie (die jedoch ein merkmal des barocken übermuts ist).
2. die glätte. eve future wirkt stellenweise sehr glatt poliert - was wohl letztendlich auch auf dem mist digitaler techniken gewachsen ist...
da quantität bekanntlich kein kriterium für qualität ist, übergehe ich die schlichte tatsache, dass das album schlappe 25 minuten lang erfreut.
abschließend ist zu sagen, dass der teppich, den kreidler auf eve future weben zwar schillernd ist, jedoch nur wenige schattierungen zulässt. es ist aber trotzdem ein dekorativer teppich.