Konrad Sejer hat zwei Todesfälle zu bearbeiten: Den einer Prostituierten, die in ihrer Wohnung erwürgt wurde, und den eines unbescholtenen Mannes, dessen Leiche von Messerstichen übersät aus dem Fluss gezogen wurde. Bei beiden taucht eine Verbindung zu der erfolglosen Malerin Eva Magnus auf.
Vorausschicken möchte ich: Bedauerlich, dass meine Ausgabe des Buches im Klappentext schon ein Stück der Lösung enthält, so dass ein guter Teil des Krimi-Lesespaßes verloren ist.
Konrad Sejer stellt sich als unspektakulärer Protagonist dar, verwitwet, Vater einer erwachsenen Tochter, Hundebesitzer, am liebsten unterwegs und zwar allein. Er geht beharrlich und intuitiv vor, verhält sich ruhig und respektvoll.
Das Buch ist sehr einfach aufgebaut: Auf 150 Seiten wird sehr langsam zwischen Eva und Sejer hin- und hergeschwenkt; einige Fragen zu den Todesfällen werden aufgeworfen, aber weiter geht es nicht. Die nächsten 200 Seiten umfasst Evas Erzählung; in erlebter Form schildert sie Sejer gegenüber das ganze Geschehen, das dem Leser als Auflösung einleuchtend scheint. Dennoch gibt es eine Überraschung.
Während andere Krimireihen sehr stark angefangen haben und in Laufe der Serie schwächer wurden (Cornwell, Leon, u.a.), ist es bei Fossum umgekehrt. In den nachfolgenden Bänden hat sie sich im Vergleich zu diesem Roman steigern können.