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Das Evangelium nach Pilatus
 
 
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Das Evangelium nach Pilatus [Broschiert]

Eric-Emmanuel Schmitt
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 297 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 2 (1. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596174007
  • ISBN-13: 978-3596174003
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 29.230 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eric-Emmanuel Schmitt
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein anregender Anti-Krimi um einen verschwundene Leiche, der Klischees elegant umschifft und die traditionellen Rollen neu verteilt.." (Berner Zeitung)

Kurzbeschreibung

Judas, der Verräter? Pilatus, der Henker? Und Jesus, das Opferlamm?

E./E. Schmitt mischt die Karten neu und erzählt eine etwas andere Passionsgeschichte voller Suspense und Spiritualität.

Jesus Tod am Kreuz hat die Menschen in Jerusalem erschüttert. Sie sprechen von Wunder und Auferstehung. Pilatus, der römische Statthalter, hat wenig Verständnis für jüdische Verrücktheiten. Der Tote muss gefunden werden. Die Ermittlungen beginnen.

Eine vertraute Geschichte. Doch es scheint, als hörten wir sie zum ersten Mal. Frei von jeder Überhöhung werden aus Jesus und Pilatus fassbare, menschliche Figuren.

"Ein anregender Anti-Krimi um einen verschwundene Leiche, der Klischees elegant umschifft und die traditionellen Rollen neu verteilt.." Berner Zeitung


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
42 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Broschiert
Eric-Emmanuel Schmitt hat sich seinen Traum erfüllt. Nach über siebenjähriger Arbeit hat er sein "Opus Magnum" veröffentlicht:
sein "Evangelium nach Pilatus". Wie er in einer fast 40- seitigen Werkchronik am Ende des Buches erzählt, hat ihn seit einem sehr persönlichen Bekehrungserlebnis in der Wüste Ende der achtziger Jahre das Geschehen um Jesus von Nazareth persönlich und schriftstellerisch nicht mehr losgelassen.

Ich finde, das nun endlich vorliegende Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Er hat sich über 10 Jahre lang mit allen wesentlichen Forschungsergebnissen über Jesus beschäftigt und sie mit einiger Phantasie in ein Werk gekleidet, das auch gestandenen Theologen und bibelfesten Christen viel Stoff zum nachdenken und nachglauben" geben wird.

In einem sehr mutigen ersten Teil, der ihn, wie er im Nachwort berichtet, all die Jahre von einer Fertigstellung des Buches abgehalten hat, weil er zweifelte, ob er von Jesus in der Ich-Form schreiben könnte und dürfte, erzählt sein Jeschua seine "Beichte eines zum Tode Verurteilten am Abend seiner Verhaftung".

Im anschließenden Hauptteil wird die Geschichte weitererzählt und zwar aus der Sicht des Pontius Pilatus, über den ein gestandener, volkskirchlich gebildeter Christ eigentlich nicht mehr weiß, als daß er Jesus verurteilt hat. Schmitt`s Pilatus ist verheiratet mit Claudia, einer sehr intelligenten und einflussreichen Römerin, die schon vor Jesu Tod eine Begegnung mit ihm hatte und nach seiner Kreuzigung beginnt, an ihn zu glauben.

Die Gespräche, die sie mit ihrem Mann über Christus führt, sind spannend zu lesen. Genauso fesselnd ist Schmitt`s Interpretation der Person und Handlungsweise von Jehuda ( Judas), den er als den im Neuen Testament namenlosen "Lieblingsjünger Jesu" identifiziert.

"Das Evangelium nach Pilatus" ist ein wunderbares Buch, das Agnostiker und Skeptiker einem Menschen näher bringen kann, der es seit 2000 Jahren versteht, Menschen in ihrem Tiefsten zu erschüttern. Es ist ein Buch, das glaubensfesten Christen eine Möglichkeit weisen kann, wie es auch gewesen sein könnte, ohne daß sie ihren Glauben einer nur kalten Vernunft opfern müssten.

Und es ist ein Stück Literatur, das helfen kann, in einer westlichen Welt, die ihre christlich-jüdischen Wurzeln zu vergessen droht, sich wieder der wesentlichen Werte, die unsere Zivilisation geprägt haben zu vergewissern und sie zu neuem Leben zu erwecken.

Sonst jedenfalls werden diese Werte von Fundamentalismen nicht nur islamistischer Prägung hinweggeschwemmt werden.
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34 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schlicht und schön 8. November 2005
Von Valentine TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Geschehnisse der Evangelien in Romanform gab es ja schon häufig, mal mehr, mal weniger skandalös.

Dieses Buch hat mich aber besonders berührt, weil die Darstellung etwas anders als üblich ist. Der erste Teil wird aus der Sicht von Jesus selbst erzählt, wie er sich als Junge zunächst wie alle Kinder für unsterblich hält, nach dem Tod seines Vaters Joseph aber begreift, dass Menschen sterben müssen. Erst spät entdeckt er seine Berufung und beginnt öffentlich zu lehren.

Nach der Kreuzigung wechselt die Perspektive. Nun erzählt Pilatus, der römische Statthalter, der Jesus widerwillig zum Tod am Kreuz verurteilt hat, weil das Volk es so wollte. In Briefen an seinen Bruder in Rom berichtet er von diesem seltsamen "Magier", der so sehr den Zorn des Volkes auf sich gezogen hat, dass es seinen Tod forderte.

Als drei Tage später die Leiche des Gekreuzigten aus dem Felsengrab verschwindet, glaubt Pilatus zunächst an eine Verschwörung, doch alle seine Aufklärungsversuche laufen ins Leere. Und überdies stellt sich heraus, dass seine über alles geliebte Frau Claudia heimlich eine Anhängerin dieses Jesus war.

Schmitt erzählt ganz schlicht und sehr menschlich die Geschichten, die man aus der Bibel kennt, und erfüllt sie mit Leben, entstaubt sie, regt dabei zum Nachdenken an, zeigt aber auch viel Sinn für Humor und Zwischenmenschliches.

Als kleines Bonbon gibt es noch einen Anhang über die Entstehungsgeschichte des Romans und Schmitts eigene Gedanken und Erfahrungen zum Christentum, eine sehr interessante Ergänzung.

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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gernleser
Format:Gebundene Ausgabe
Ich leihe mir viele Bücher aus der öffentlichen Leihbücherei aus und schone so seit Einführung des TEURO meinen Geldbeutel. Bücher, die mir sehr gut gefallen, werden dann gezielt nachgekauft. Das Buch von Eric Emmanuel Schmitt gehört hierzu und ist eines der ALLERBESTEN, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Es geht um Jesus Christus und sein Leben und Wirken und damit um einen Stoff, der schon recht alt ist und an dem sich schon viele versucht haben. Eric Emmanuel Schmitt gelingt es aber, Jesus als einen wirklichen Menschen darzustellen, mit all seinen Sorgen, Ängsten und auch Zweifeln. Wenn Jesus, der Menschgewordene Sohn Gottes war, dann hat er sicherlich auch so wie ein Mensch gefühlt; gerade dies macht ja sein Opfer aus, für uns alle gekreuzigt worden zu sein. Und so schildert der Autor Jesus Christus wie er am Ölberg auf seine Verhaftung wartend sein eigenes Leben reflektiert. Er schildert, wie er sich selbst gegen seine eigene Berufung gestemmt hat und wie er dann aber nach und nach erkannt hat, dass er seinen vorgezeichneten Weg nicht verlassen kann und darf. In diesem Umfeld spielt Judas eine besonders positive Rolle, der Jesus bestärkt und beide erkennen, dass sie ihrem jeweils eigenen Schicksal nicht entkommen können.

Der zweite Teil des Buches wird dann beginnend mit der Verurteilung durch Pilatus, von eben diesem erzählt und zwar in Form von Briefen an seinen lieben Bruder Titus. Pilatus schildert darin aus rein römischer und von dem judäischen Wahnsinn (Originalton Pilatus im Buch) reichlich angenervten Sichtweise, die Geschehnisse dieser Tage. Von Kooperationen mit Kaiphas, dem Hohepriester, ist die Rede und selbstverständlich von allen Versuchen zu widerlegen, dass Jesus tatsächlich wiederauferstanden ist. Pilatus analysiert alle Möglichkeiten und geht ihnen systematisch nach, einschließlich der Option, dass ein Personentausch auf dem Weg zur Kreuzigung stattfand oder die Zeit am Kreuz für das Sterben nicht lange genug gewesen sei. Schließlich erkennt Pilatus aber auch, dass Jesus tatsächlich auferstanden war und wird, reichlich stimuliert durch seine Gattin Claudia, auch zum Christen.

Last not least, bietet Eric Emmanuel Schmitt im letzen Teil noch ein rechtes Bonmot; er schildert, dass nach Abschluss des Manuskripts bei ihm eingebrochen worden wäre und das Werk gestohlen worden sei. Also schreibt er es nochmals, mit Erfolg. Aber kaum ist die zweite Fassung fertig und veröffentlicht, findet er Disketten mit der Urfassung wieder. Was tun? (wird nicht verraten, lassen sie sich überraschen!).

Fazit : Ein herrliches Buch. Uneingeschränkte Empfehlung!
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