Nun kann sie vorbestellt werden - die offizielle CD zum Grand Prix - im Volksmund auch als Schlagerfestival tituliert.
Glaubt man den britischen Buchmachern, wird Deutschland ganz vorne landen - zwanzig Jahre nach Nicole, wieder Startnummer 18, wieder Ralph Siegel/Bernd Meinunger als Autorenteam. Die Sängerin Corinna May wird ihr bestes geben.
Hier ihre Konkurrenten, die alle auf der CD Eurovision Song Contest 2002 zu erhalten sind:
Startnummer 1 hat die Boygroup ONE aus Zypern mit dem Titel Gimme - eine typische Boybandnummer.
Startnummer 2 kommt aus UK: Come Back ist eine Ballade, die man ein paarmal gehört haben muß, bis sie haften bleibt. Jessica Garlick hat allerdings eine tolle Stimme.
Österreich sendet "All right now" von Free modernisiert: Jetzt heißt es "Say a word".
Griechenland ist SAGAPO wohl Außenseiter.
Spaniens Rosa hat eine Mitklatschnummer, die in einer Art BigBrother in einem sechsmonatigen Verfahren ausgewählt wurde. Mal sehen, ob es stimmt: Europe living a celebration - und ganz Spanien feiert ide Operatio Trufuno - wie das Auswahlverfahren heißt.
Kroation tritt mit "Everything you want" an, eine Kopie a la Britney Spears, die in den beiden letzten Jahren weit vorne landeten.
Russland schickt die Gruppe Premier Minister mit Northern Girl ins Rennen. Bei diesem moderen Song ist alles möglich - Top bis Flop.
Aus Mazedonien wird Karolina mit "Od nas zavisi" einen der wenigen nicht English gesungenen Titel vortragen - gewinnen wird er nicht.
Israel schickt eine der populärsten Sängerinnen mit dem Friedenslied "Light a candle" ins Rennen. Ob Sarit damit die nötigen Punkte bekommt? Der Song ist typisch für dieses Festival.
Das Nachbarland Schweiz greift in die stilmäßige Mottenkiste. Francine Jordi singt über "Den Garten meiner Seele" - auf der CD ist die französische Version.
Große Begeisterung dürfte bei dem Beitrag aus Schweden auftreten. Wochenlang in Schweden die Nummer 1 gewesen: Afro-Dite mit "Never ever let you go" könnte der Gewinner sein: Uptempo Nummer für die Disco.
Finnland hat mit "Addicted to you" eine ähnlichen Song, aber zwischen Schweden und den nachfolgenden Dänen, die mit "Tell me your name" ebenfalls auf flotten Discosound setzen, wird es schwer aufzufallen.
Maja aus Bosnien hat eine sehr ausgefallende "Fairytale-Geschichte" zu präsentieren, bevor mit Sergio aus Belgien ein weiterer Geheimtipp die Bühne betritt. Sein Song "Sister" ist eine sehr fetzige Soulnummer, die auf CD etwas altbacken wirkt, aber seine Liveausstrahlung ist enorm.
Frankreich imitiert wiedereinmal Celine Dion, diesmal mit der Interpretin Sandrine François. Entweder man mags oder skipt einen Song weiter zu Corinna Mays "I can't live without music".
Die Türkei hat wieder einen Ethnopopsong gekürt, bevor Malta uns das "7th wonder" beschert, eine flotte etwas balladenhafte Nummer.
Rumänien hat mit "Tell me why" keine Chancen auf den Titel, obowhl das Duo hervorragende Stimmen hat - aber der Song ist ziemlich schräg.
Die "Sestre"(Schwestern), die Sergio besingt, kommen aus Slovenien und sind drei Herren. Auf deutsch heißt der Song "Wahre Liebe" und ist sicher demnächst ein Hit in entsprechenden Scenen.
Die beiden Schlußländer Litauen (Happy you) und Lettland (I wanna) setzen auf Happy-Sound-Musik.
Fazit: Ein sehr buntes Gemisch mit einigen Songs mit Hitchancen. Schweden und Kroatien sind im Heimatland Nummer 1 gewesen, Belgien immerhin TOP 3, Estland und Lettland sind in TOP 5 - Platzierungen, die unser Beitrag dieses Jahr (noch) nicht erreicht hat. Vielleicht ist der Siegertitel in den Jahres TOP 100, so wie die Olsen Brothers vor zwei Jahren! Bei Schweden kann ich mir dies vorstellen...