Ich bin in einem Museum in Göteborg auf diesen Künstler und seine Europäischen Fußballfelder gestoßen und war mehr als begeistert.
In diesen Bildern kann der Betrachter nachvollziehen, dass es den Künstler, wo immer er auch war, zu den Fußballspielen/rn hinzog. Doch mehr noch: Überall in Europa treffen sich die Fußballer zu ihrem Spiel, aber nicht das Spiel, die Tore, der Tabellenplatz sind wichtig. Im Vordergrund steht das Fußballfeld, das Ritual des sonntäglichen Spiels, die Menschen verschiedener Nationen bei der gemeinsamen Ausübung IHRES SPORTS. Dabei trotzen sie bspw. dem starken Wind an Schwedens Küsten oder den geographischen Unzulänglichkeiten (sprich hügeliges Geländes) in Süditalien etc. Überall wecken sie Interesse,z.B. bei den Anwohnern einer angrenzenden Arbeitersiedlung, die wie zufällig im Türrahmen ihres Terrassenfensters stehen bleiben, bei einem Priester, der gerade in voller Montur seine Kirche verlässt und noch schnell einen Augenblick inne hält oder sogar das vorbeilaufende Rotwild wagt kurioserweise einen Blick auf das Spielfeld...
Dieses Werk ist keine Hochganzversion einer platten Sportschau, die Ausstellung (und hoffentlich kann das Buch die Euphorie einfangen) ist das pralle Leben, die pure Leidenschaft für eine Sache, die von verschiedenen Nationen gemeinsam gelebt wird.
Das Buch ist ein Mittel zur möglichen Völkerverständigung im besten Sinne.
P.S. Ich habe mir beim Betrachten der Bilder den Spaß erlaubt, nach einem deutschen Fußballfeld zu suchen. Dasjenige, das ich als vertraut erkannt habe, liegt nicht weit weg von meinem zu Hause auf der anderen Seite der Grenze in Luxemburg.