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Europa braucht den Euro nicht: Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat [Gebundene Ausgabe]

Thilo Sarrazin
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (138 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

22. Mai 2012
Mit der drohenden Staatspleite einzelner Länder hat der Traum von der Europäischen Währungsunion seinen Glanz eingebüßt und seine Risiken offenbart. Angela Merkels Diktum „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“ versucht die Währungsfrage in einen größeren Zusammenhang zu stellen.

Das tut auch Thilo Sarrazin in seinem neuen Buch, aber auf andere Weise und mit anderen Ergebnissen. Er zeichnet die verheerenden Resultate politischen Wunschdenkens nach und stellt die Debatte vom Kopf auf die Füße.


Hinweise und Aktionen

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Sarrazins neues Buch ist gerade deshalb ein Politikum, weil es nicht zu skandalisieren versucht.« (Alan Posener, Die Welt)

»Eine saubere Analyse, und der Schlussfolgerung kann man durchaus folgen.« (Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank in den Tagesthemen)

»Ökonomischer Sachverstand ist Sarrazin nicht abzusprechen. Und in nicht wenigen Einzelpunkten erntet er auch nicht meinen Widerspruch. Mit Empörungswellen wird man diesem Buch jedenfalls nicht beikommen können, sondern nur durch begründeten Widerspruch.« (Peer Steinbrück, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Über den Autor

Thilo Sarrazin ist einer der profiliertesten politischen Köpfe der Republik. Seine fachliche Kompetenz in Finanzfragen gepaart mit dem Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen, hat ihn in viele wichtige Ämter gebracht. Als Fachökonom war er Spitzenbeamter und Politiker, er war verantwortlich für Konzeption und Durchführung der deutschen Währungsunion, beaufsichtigte die Treuhandanstalt und saß im Vorstand der Deutschen Bahn Netz AG. Von 2002 bis 2009 war er Finanzsenator in Berlin, anschließend eineinhalb Jahre Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank. Zuletzt hatte er mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab" einen Millionenerfolg.

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Kundenrezensionen

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154 von 175 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Die Schaffung einer europäischen Einheitswährung erfolgte nicht durch eine ökonomische Notwendigkeit, die Ökonomie stand dabei nicht einmal im Vordergrund. Der Euro wurde erdacht und eingeführt aus rein politischen Gründen, um die Einheit Europas voranzutreiben.

Thilo Sarrazin beschreibt in seinem Buch das Wesen und die Aufgabe einer Währung, die im Außenverhältnis, also in ihrem Tauschwert auf dem Devisenmarkt, die individuelle Leistungsfähigkeit und Beschaffenheit der dahinterstehenden Volkswirtschaft unmittelbar repräsentiert. Wenn es erforderlich ist, Preisunterschiede auf internationalen Märkten durch Abwertung der eigenen Währung auszugleichen, kann dieses Instrument der Notenbanken die Konkurrenzfähigkeit im Export, sowie die Erschwinglichkeit der Waren auf dem heimischen Markt sicherstellen.

Das ist der Grund für die unterschiedlichen 'Härten' und Höhen der einzelnen Währungen auf dem internationalen Devisenmarkt. Sarrazin beschreibt, wie der Euro als künstliche Gemeinschaftswährung diese lebensnotwendigen Funktionen jenen Ländern nahm, deren Volkswirtschaften nicht der Wechselkurshöhe und der Stabilität des Euro entsprachen.

Sarrazin widerlegt die Mär, Deutschland profitiere von der Einführung des Euro. Er stellt anhand eindeutiger Zahlen klar, daß vielmehr Deutschlands Volkswirtschaft dem Euro gewachsen war, durch diesen also keine unmittelbaren Nachteile für Deutschlands Wirtschaft entstanden. Andere Staaten, wie Griechenland, Italien oder Spanien waren dem Euro dagegen nicht gewachsen, ihnen wurde das politische Konstrukt zum Verhängnis.
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312 von 365 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von amazonmuc
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Auch das neue Buch des ehemaligen Bundesbankvorstandes Thilo Sarrazin ist mit über 400 Seiten und vielen Fußnoten keine leichte Urlaubslektüre, sondern macht den Eindruck eines qualifizierten Sachbuches. Sarrazin belegt mit Sachverstand und Pragmatismus die finanztechnischen Geburtsfehler des Euro aber auch deren innen- und aussenpolitschen Hintergründe. Als ausgewiesener Finanzfachmann weiß er, worüber er spricht. Seine Thesen sind immer schlüssig und akribisch belegt. Sarrazin ist allerdings nicht der einzige und auch nicht der erste, der darauf hinweist und ein gut informierter Bürger kann an seinen Thesen wenig Provozierendes finden. Das wurde ihm natürlich auch schon vorgeworfen. Das Buch möchte ich daher unter vier Gesichtspunkten beurteilen:
a) belegt es seine Euro Thesen (oder widerlegt es Euro-Lügen) mit qualifizierten Fakten und Daten
b) bringt es neue innovative Argumente oder wenigstens neues über die Hintergründe der Fehlentscheidungen
c) zeigt es Lösungswege auf Makro oder Mikroebene
d) beantwortet es die Frage "Cui Bono" - wer sind die Nutznießer des EU Debakels?

Das Buch punktet in allen Kategorien mit AAA in Kategorie a) und b). Einige wenige seiner Bemerkungen sind polemisch.

1. FEHLENTSCHEIDUNGEN UND KONSTRUKTIONS FEHLER DER EURO-POLITIK.
Zitat: Wie viele ältere Männer war Helmut Kohl von dem Gefühl getrieben, wichtige langfristige Fragen, für die die Weisheit und Macht seiner Nachfolger nicht ausreichen würde, möglichst zu seiner Zeit abschließend zu regeln, mochten ein paar technische Unterpunkte auch noch ungeklärt sein. So kam Deutschland zum Euro".
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202 von 241 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faktengesättigte Analyse eines Insiders 22. Mai 2012
Format:Gebundene Ausgabe
(Eines vorab: Ich habe das Buch bereits seit vergangenem Freitag, also vier Tage vor dem offiziellen Erscheinen. Mein Buchhändler in der Provinz hatte es einfach so dastehen und da habe ich natürlich zugeschlagen. Ich wusste gar nicht, dass das Buch erst noch rauskommt, sonst hätte ich gefragt, warum die das schon haben.)

In gewisser Weise wähnt man sich in einem Déjà-vu: Wie 2010, als "Deutschland schafft sich ab" kurz vor der Veröffentlichung stand, kocht unvermittelt eine Debatte um ein Buch und einen Mann hoch. Diese Debatte möchte ich hier nicht rekapitulieren, den meisten Lesern wird sie bekannt sein. Interessant war aber, dass es den Medien und Politikern nicht gelang, der unangenehmen Debatte aus dem Weg zu gehen, in dem man Sarrazin nach Elba geschickt hat. Nein, Sarrazin ging auf Tournee und war immer wieder medial präsent.

Mit "Europa braucht den Euro" nicht folgt nun der zweite Streich (auch wenn S. schon mehrere Bücher geschrieben hat). In diesem Fall schrieb er aber nicht als Autodidakt über ein Thema, in das er sich erst im Alter eingearbeitet hat, sondern über einen Komplex, der ihn sein ganzes Berufsleben begleitet hat. Genau damit beginnt nach einem Vorwort auch das Buch: Sarrazin schildert seinen Weg durch die Ministerialbürokratie von Bonn und Berlin und beschreibt - teilweise sehr ausführlich - die Zusammenhänge und Grundsätze der deutschen Geld- und Wirtschaftspolitik. Man merkt hier gleich: An Insiderwissen kann ihm wohl kaum einer das Wasser reichen, im Gegensatz zu seinen Kritikern, war er einfach "dabei". Interessant ist auch die Selbstkritik bzw. der Rekurs auf seine eigene, veränderte Einstellung zum Euro.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen 100% zufrieden.
Ich würde wieder die gleichen kaufen. Sehr zu empfehlen. Ich kaufe seit vielen Jahren bei Amazon ein und ich bin immer wieder überrascht wie gut alles funktioniert-noch... Lesen Sie weiter...
Vor 29 Tagen von Mirlinda Male veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Glänzende, auf Fakten basierende Bestandsaufnahme mit kleinen...
Thilo Sarrazin ist ein Mann der wahren Worten, der Daten und Fakten, was den meist ideologisch argumentierenden, naiv-nervenden Weltverbesserern, die in Deutschland inzwischen viel... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Armin Traeger veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Top Hörbuch - einfach überzeugend.
Sarazin geht für mich noch nicht weit genug. Er hat in seiner Analyse absolut recht - Deutschland braucht den Euro nicht. Aber wir brauchen auch die EU nicht. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von detmolden veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Begründung:
Ob man mit Thilo Sarrazin bei allen Details einig ist oder nicht, Bücher wie diese gehören zur aktuellen Diskussion, weil hier jemand mit spitzer Feder 'sein Seelenkonto... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Volker Gempt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ...seiner Zeit voraus.
man ist fast geneigt zu sagen: Was die 10 Gebote für die Entstehung des Christentums waren, könnte dieses Buch für die neue Partei "Alternative für... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Ingo Segiet veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Erklärbare Hintergründe
Diese Buch ist spannend wie ein Krimi.
Sehr einfach geschrieben wird erläutert, wie sich die Geschichte des Euro entwickelt hat. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Florian Alber veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Geld hat keinen festen Wert
Leider sehr langatmig im mittleren Teil. Interessant das erste Drittel mit Fakten und Zusammenhängen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Dr. R. Schwetz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Unbequeme Tatsachen
Sarrazin beschreibt nicht nur den heutigen Zustand des Euroraums, sondern gibt eine detaillierte historische Zusammenfassung, wie es so weit hat kommen können. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von airess veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Herr Sarrazin ist nicht umsonst durch die Politik angepöbelt
Dieses Buch soll man im Kontext seines Buches aus dem Jahre 1997 „Der Euro Chance oder Abenteuer“ lesen.
Hier zeigt Thilo sein Rückgrat. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von BaGru veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Einem Kritiker des Euro sollte man zuhören, nicht verdammen ....
Sarrazin ist nicht irgendwer, sondern ein studierter Wirtschaftsfachmann und jahrelang im Bankwesen tätig. Er weiß also, wovon er redet. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Tiger veröffentlicht
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