Vaclav Klaus hat mit diesem Buche ins schwarze getroffen. Der Mann ist Tschechischer Staatspräsident und ist einer der führenden Ökonomen in unserer Zeit. In diesem Buch schreibt Klaus über unseren Kontinent. Er tut es in Form einer Sammlung von Reden Vorträgen und Essays,die Europa zum Thema haben. Er geht hart mit den Fehlentwicklungen in unserem Kontinent ins Gericht. Seine Kritik gliedert er in drei Bereiche. 1. Politik Hier ist die Kritik an der immer mehr fortschreitenden Unifikation unseres Kontinentes im Vordergrund. Die EU mißachtet die Demokratie. Sie transformiert den Menschen in eine neue Gesellschaft,die er Postdemokratie nennt. Klaus erspart dem Leser keine!!! unbequeme Fakten. Sein Schreibstil ist fundiert ein wenig ironisch, wenn es darum geht den politischen Gegner ad absurdum zu führen.
Im 2. Teil geht es um Wirtschaft. Er hält den Euro für einen kapitalen Fehler. Wieder muss man ihm Recht geben. Er kritisiert scharf die Transformation in der DDR, wobei auch er wieder Recht hat. Die damalige Bundesregierung hatte keine Ahnung von Wirtschaftspolitik. In Tschechien sieht es anders aus. Vergleichen sie nur einmal die Arbeitsmarktdaten von Prag und Berlin den beiden Hauptstädten Vergleichen Sie mal die Bevölkerungsentwicklungen. Es ist richtig, was er schreibt.
Im dritten Teil setzt er sich mit den Ismen, jenen Totalitarisierungstendenzen in unserem Kontinente auseinander. Es geht um Sozialdemokratismus, Ökologismus und anderen Auswüchsen unserer Zeit. Alle Reden sind fundiert, keine einzige klare Fehleinschätzung leistet er sich. Vor allem ist Klaus einer, der formulieren kann. Ich finde Deutschland braucht eine Vaclav Klaus
Es ist gerade interessant, wie Minderheitenmeinungen in unserer Gesllschaft karrikiert, dämonisiert und trivialisiert werden. Vaclav Klaus lässt sich nicht beirren, seine Thesen sind zu prüfen und sie sind stark.
Das Buch ist sehr lesefreundlich. Klar gegliederte Absätze, die Hauptthesen sind in großer Schrift geschrieben, damit man dem Gedankengang des Autors folgen kann.