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Europäische Union. Politik, Recht, Wirtschaft.
 
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Europäische Union. Politik, Recht, Wirtschaft. [Broschiert]

Dietmar Herz
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Prozess der europäischen Integration schreitet in immer größeren Schritten voran. Immer mehr Souveränitätsrechte der Mitgliedsstaaten werden an Entscheidungsorgane der Europäischen Union delegiert. Für viele ist dieser Prozess aber erst mit der Einführung des Euro als einheitlichem Zahlungsmittel in vielen Staaten Europas wirklich sinnfällig geworden. Um die Kenntnis von den politischen Entscheidungs- und Kompetenzstrukturen in der EU jedoch steht es nach wie vor nicht zum Besten. Dies liegt sicherlich nicht zuletzt auch daran, dass das politische und bürokratische System der Europäischen Union oft rätselhaft und schwer durchschaubar erscheint. Der vorliegende Band der verdienstvollen Reihe Wissen des Münchner Verlages C.H. Beck hilft, sich schnell einen guten Überblick über Struktur und Kompetenzverteilung in der EU zu verschaffen.

Dietmar Herz, Professor für Vergleichende Regierungslehre in Erfurt, erläutert klar und anschaulich zunächst die Vorgeschichte der europäischen Einigung sowie den Weg von der wirtschaftlichen zur politischen Integration und geht anschließend auf die Institutionen und die Politik der Europäischen Union ein. Das Schlusskapitel ist der Frage gewidmet, ob sich die Union auf dem Weg zu einem europäischen Bundesstaat befindet. (Die Antwort darauf freilich kann nicht anders als offen bleiben). Eine tabellarische Übersicht zentraler statistischer Kennwerte der Mitgliedsstaaten und Beitrittskandidaten rundet die überzeugende Darstellung ab.

Aus enzyklopädischer Sicht ist das Konzept der Reihe Wissen eines der verdienstvollsten der letzten Jahre. Auf wenig mehr als 100 Seiten geben fachlich bestens ausgewiesene Autoren einen prägnanten und profunden Einstieg in das jeweilige Thema. Sie schließen damit die Lücke zwischen oft allzu knappen Lexikonartikeln und dickleibiger Spezialliteratur. Wenn er gelingt: ein Spagat, der größtes Lob verdient. So wie in diesem Fall! --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Im Mittelpunkt dieses Handbuchs stehen die häufig vernachlässigten politischen Komponenten der europäischen Integrationsbemühungen. Darüber hinaus informiert es aktuell, zuverlässig, übersichtlich, verständlich und umfassend über alle Aspekte der Europäischen Union, über Entstehung, Geschichte, Vertrag, Aufbau, Organe und Institutionen, Rechts- und Wirtschaftsordnung, Außen- und Sicherheitspolitik.

Der Autor über sein Buch

Umfassende Einführung zur europäischen Integration
An Schriften zur Europäischen Union herrscht kein Mangel. Allerdings fehlt es im deutschen Sprachraum an einer guten allgemeinverständlichen Einführung, die nicht den juristischen Aspekt in den Mittelpunkt stellt, sondern den politischen. Diese Lücke soll dieses Handbuch schließen. Mit Vorworten des ehemaligen Präsidenten der Europäischen Kommission, Jacques Delors, und des Bildungspolitikers Peter Glotz versehen, wurde es - im Rahmen eines Universitätsprojekts - fast ausschließlich von Studenten und Doktoranden verfaßt. Das Buch führt in die verschiedensten Aspekte des Phänomens "europäische Integration" ein. Das einleitende Kapitel zur Geschichte der europäischen Integration (Christian Jetzlsperger) stellt neben dem Verlauf der Ereignisse vom Zweiten Weltkrieg bis zum Amsterdamer Vertrag und zur Einführung des Euro vor allem die Motive und Bedingungsfaktoren dar, die hinter der europäischen Integration standen und stehen. Die nächsten vier Beiträge konzentrieren sich dann auf die "erste Säule" der Europäischen Union, die supranationalen "Europäischen Gemeinschaften". Der erste Aufsatz in diesem Abschnitt befaßt sich mit der europäischen Rechtsordnung (Isabelle Reinery & Claudia Weisser) behandelt kompakt die rechtliche Stellung der Europäischen Gemeinschaften und das Verhältnis des Gemeinschaftsrechts zu den nationalen Rechtsordnungen. Anschließend werden die wichtigsten Organe und Institutionen der Union sowie die Entscheidungsverfahren im Gesetzgebungsprozeß der EG dargestellt (Isabelle Reinery & Johannes Goderbauer). Der nächste Beitrag erläutert dann die wesentlichen politischen Handlungsfelder der EG (Marc Schmeißer & Klaus Teufel): Handels-, Entwicklungs-, Wettbewerbs-, Agrar-, Regional- und Sozialpolitik; außerdem wird die Finanzverfassung der EU dargestellt. In einem weiteren Kapitel werden schließlich die Geschichte, Institutionen und Mechanismen der Europäischen Währungsunion vorgeführt (Veronika Weinberger). Die beiden "intergouvernementalen" Säulen der Union werden in den folgenden zwei Beiträgen erläutert. Der erste von ihnen befaßt sich mit der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (Marc Schattenmann) und informiert über Geschichte, Organe, Entscheidungsverfahren und gibt einen Ausblick auf die Zukunft europäischer Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Der zweite Aufsatz widmet sich der Zusammenarbeit in der Innen- und Justizpolitik (Sebastian Dworak). Er behandelt unter anderem das System offener Grenzen im Schengener Abkommen und analysiert die Veränderungen durch den Amsterdamer Vertrag. Das abschließende Kapitel zur "Agenda 2000" (Christian Jetzlsperger & Marc Schattenmann) stellt schließlich die Probleme dar, die sich aus der geplanten Osterweiterung der EU ergeben. Auf der Basis der derzeitigen Rechts- und Entscheidungslage skizziert es Lösungsoptionen und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der europäischen Integration im ganzen.

Autorenportrait

Dietmar Herz, geb. 1958, Studium der Politischen Wissenschaft, Philosophie, Geschichte und Jurisprudenz in München, London und Harvard, Promotion 1991, Habilitation 1996. Herz war Professor für Politische Wissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (1997-2000). Jetzt ist er Ordinarius für Vergleichende Regierungslehre an der Universität Erfurt.
Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a.:
Die wohlerwogene Republik (1999)
Thomas Morus zur Einführung (1999)
Das kurze Amerikanische Jahrhundert (1991)
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