Kurzbeschreibung
Der EuroLinguistische Parcours möchte dazu beitragen, die sprachkulturelle Zusammengehörigkeit Europas im Bewusstsein seiner Mitglieder besser zu verankern. Europa wird dabei kulturanthropologisch (nicht politisch oder geographisch) definiert. Es ist also als jener Kulturkreis, der sich des lateinischen Alphabets bedient, der sich durch das Erbe der Antike, das Christentum und das germanische Element auszeichnet, der die Wiege der Universität und der allgemeinen Schulpflicht ist und der durch die Aufklärung geprägt ist. Der EuroLinguistische Parcours erarbeitet eine sprachenbezogene Schnittmenge der europäischen Nationen und grenzt dabei auch von anderen Kulturkreisen (wie dem nordamerikanischem, dem lateinamerikanischem, dem slawisch-orthodoxen, dem arabischen, dem hinduistischen, dem sinischen und dem japanischen) ab. Das Buch ist in 9 unabhängige Beiträge gegliedert. Behandelt werden Sprach- und Kulturgeschichte, Sprachkontakt, Sprachpolitik, Wortschatz-, Grammatik- und Lautsysteme, Fragen der interkulturellen Kommunikation sowie die Beziehung zwischen Sprache und Ökonomie. Mit dem Ziel einer verständlichen Wissenschaft wendet sich das Buch nicht nur an das linguistische Fachpublikum, sondern an eine breite Öffentlichkeit. Es wendet sich ferner an alle EuropäerInnen und gibt daher keinen bestimmten Sprache einen Vorrang in der Darstellung. Das Buch kann auch als Lehrbuch in Europastudiengängen verwendet werden, da es ein Kernwissen vermittelt und zu tiefgehenderen Projekten anregen möchte.
Inhalt: (1) Eine europäische Sprach- und Kulturzeitreise im Express: Von A(achen) nach B(rüssel) -- (2) Latein Französisch Englisch: Drei Epochen europäischer Sprach- und Wortschatzgeschichte - (3) Europäische Internationalismen: Manchmal falsche Freunde ... auch bei Nationen gleicher Sprache - (4) Blicke auf den Bau unserer Sprachen: Auf lautliche und grammatische Unterschiede gefasst sein - (5) Sicht auf die Welt im Licht von Wörtern und Wendungen: Wie Europa Dinge mit Sprache einrahmt und bebildert - (6) Wo bleibt die feine europäische Art? Grundlagen für einen Euro-Sprachführer - (7) Vom Umgang mit Sprachen im Europa von heute und morgen: Gedanken zu Sprachpflege und Sprachpolitik -- (8) Weltwirtschaftswachstum und Weltfrieden: Sprachwissenschaftliche Gedanken für Europäer und andere