Der Euro-Katalog 2011 bietet eine Übersicht über die ja mittlerweile zahlreich vorhandenen Euro-Münzen und Sonderprägungen, an dem ein Sammler nicht vorbeikommt. Dem Leser muss klar sein, dass Münzen nicht die ideale Geldanlage aber Zeitgeschichte und oftmals kunstvoll gestaltet sind.
Durch seinen einfachen Aufbau ermöglicht der Katalog schnell das Auffinden des gesuchten Objekts.
Wer in seinen Kreisen einen Sammler hat, für den bietet sich der Katalog als gutes Geschenk an, und das zu einem humanen Preis.
Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der neue/aktuelle Jahrgang bereits im Spätherbst des Vorjahres vorliegt. Wer im November 2011 für Weihnachten kauft, sollte unbedingt nach der 2012er Ausgabe schauen. Dies ist ja
in vielen Branchen so, wobei einem bei Sammelobjekten der "frischeste" Jahrgang ansonsten verloren geht.
Wenn Kritik geübt werden muss, so fällt dies gar nicht so einfach. Der "Profi-Sammler", dem Nichts entgehen darf - also auch San Marino, Monaco und Vatikan - benötigt eigentlich ein Zeitschriften-Abo, z.B. monatlich, in dem über alle Neu-Prägungen ausführlich berichtet wird. Mit einem Katalog ist es für ihn nicht getan! Allerdings dürfte dies nur weniger als 1% der Sammler betreffen, denn sie bringen jährlich ja einen ordentlichen vierstelligen Betrag für den Erwerb der Münzen auf. Weitaus häufiger findet man den ambitionierten Sammler, der aus Geldgründen nicht jede Prägung des z.B. Vatikans erwirbt, seine "normalen" Euro-Länder jedoch inkl. Sonderprägungen auf dem neuesten Stand hält. Für diesen ist ein über ein Jahr statischer Katalog eine Unterstützung, es darf aber etwas mehr an Information sein.
Der "Kleinsammler" (Sammler der Euro-Münzen der "normalen" Staaten zu erschwinglichen Preisen - was in der Summe natürlich auch ordentlich dreistellige Kosten nach sich zieht -, ohne Sondermünzen , hat mit dem Katalog ein Nachschlagewerk, welches er gelegentlich konsultieren wird.
Für den "Anfänger", egal ob nur "polierte Platte - Käufer" oder gar den Gelegenheits-Sammler, welcher bereits zirkulierte Münzen zu seiner Sammlung zusammenträgt, ist es auf jeden Fall das Richtige.
Da ich den Katalog als Geschenk für einen weitaus besser bestückten Sammler im Oktober ewarb, störte mich der bereits zuvor erwähnte Zeitpunkt (Münzen des Jahres 2011 sind nicht berücksichtigt; lediglich - sofern angekündigt -vorab erwähnt. Beim Durchblättern sah ich nichts von Scheinen (Noten), welche aber auch ein anderes Sammelgebiet darstellen.
Zur Einschätzung meiner Person ist zu sagen, dass ich bis circa 2006/7 alle nationalen Standard-Münzen erwarb, dabei auch die "Einführungsbeutelchen" sowie gewisse 5 und 10-Euro Sondermünzen (ausgenommen die "hochpreisigen 3". Am meisten störte mich, dass man in D wegen der fünf Prägestatten entsprechend 5 Sätze erwerben musste und wenn man denn nur vier hatte ging das Suchen los...
Entsprechend bin ich zu meinem 20 Jahre alten Sammelgebiet "Historische Wertpapiere - HWP" zurückgekehrt, für die es auch einen Katalog geben soll über den ich nicht verfüge, da mir der Preis von 49,90 ¤ happig erscheint, zumal ich nach eigener Konstruktion zu dem Schluss kam, dass das Sammelgebiet zu unübersichtlich ist, um "Preise" anzugeben. Die zuvor erwähnten Euro-Banknoten zählen, wenn sie durch andere Motive ausgetauscht werden, ebenfalls in dieses Sammelgebiet der HWP.