Dieses Album trägt eine Melancholie in sich, die mich beim Hören immer wieder, und das macht dieses Album für mich einzigartig, zu Tränen rührt.
Ich habe nie rausgekriegt, was es eigentlich ist...Cornells unglaublich zerissener Stimmklang, die Leidenschaft seines Gesangs, die mich weder zuvor und vor allem nie wieder danach so tief berührt hat oder diese seltsamen und trotzdem sehr zugänglichen Kompositionen, die (trotz rein analytisch äusserst anspruchsvoller Akkordfolgen und ungewöhnlicher Dramaturgie) einfach dahin zu fliessen scheinen, unverkopft, aus dem inneren heraus, voller klagender Bitterkeit.
Nicht falsch verstehen, es ist kein Album, welches nur aus pathosgeladenen Todesballaden besteht, es hat Kraft und es ist vielseitig, aber über all dem liegt ein Gefühl, ein roter Faden, ein Stimmung, die für mich gleichermassen tieftraurig und wunderschön ist. Das Album heisst Euphoria Morning, was für mich Hoffnung suggeriert, doch es war, ist und bleibt die Platte, die ich auflege, wenn ich mich der Melancholie einfach hingeben will, wenn ich gar keine Musik suche, die mich tröstet und mir Hoffnung schenkt, sondern welche, die meine Trauer versteht und mich ein paar Stunden darin begleitet.
Für diese Momente ist Euphoria Morning ein wahres Geschenk. und damit ja doch irgendwie wieder Trost...