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Eugen Onegin: Ein Roman in Versen
 
 
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Eugen Onegin: Ein Roman in Versen [Taschenbuch]

Alexander S Puschkin
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 283 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag; Auflage: Durchges. Ausg. (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150004276
  • ISBN-13: 978-3150004272
  • Größe und/oder Gewicht: 15 x 9,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 177.649 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Eugen Onegin
OT Jewgeni Onegin OA 1825–32 (erste Gesamtausgabe 1833) DE 1840Form Versroman Epoche Romantik
Der Versroman von Alexander Puschkin (entst.1823–30; kapitelweise publiziert 1825–32) gilt als das Nationalpoem der Russen. Er führt ein in die Welt junger russischer Adliger um 1820 und stellt die komplexe kulturelle Situation des Landes dar.
Inhalt: Des gesellschaftlichen Lebens und der Liebesabenteuer in Petersburg überdrüssig, zieht sich Eugen Onegin auf ein geerbtes Landgut zurück. Sein Nachbar und Freund Wladimir Lenski, ein dichtender Epigone der deutschen Romantik, führt ihn bei den Larins ein, eine nach alter russischer Art lebende Familie, in der volkstümliche Bräuche gepflegt werden. Die junge Tatjana Larina versteht die Begegnung mit Onegin als schicksalhaft und reflektiert dies in einem Brief, den Onegin als Liebesbekenntnis und Heiratsantrag versteht und zurückweist.
Das Onegin-Lenski-Verhältnis trübt sich, als Onegin seine Geringschätzung für Tatjanas jüngere Schwester Olga zu erkennen gibt, damit aber spöttisch auf Lenskis Dichtung zielt, da Lenski Olga zu seiner Muse erklärt hatte.
Als Onegin auf einem Ball bei den Larins scheinbar Olga den Hof macht (in Wahrheit aber nur ihre Koketterie provoziert und bloßlegt), bleibt Lenski, seines »Ideals« beraubt, nichts, als ein Duell zu fordern; in ihm kommt er zu Tode. Onegin tritt eine Reise in den Süden Russlands an. Als Olga einen neuen Bräutigam ehelicht, gibt Tatjana den Widerstand gegen ihre eigene Verheiratung auf und wird die Frau eines Generals. Nach Jahren begegnet Onegin in der Petersburger Gesellschaft der gereiften Tatjana, verliebt sich in sie und gesteht ihr seine Liebe in einem Brief, den nun Tatjana ihrerseits schroff verurteilt, obwohl sie gleichzeitig ihre nie erloschene Liebe für Onegin bekennt.
Aufbau: Puschkins an französischen Vorbildern geschulte erzählerische Raffinesse expliziert bisweilen wesentliche Zusammenhänge der Handlung nicht und lässt die Leser-Vorstellungen von den Geschehnissen im Roman zudem von den Bildern beeinflussen, die sich die Figuren voneinander machen. Das Bewusstsein der Figuren aber ist nachhaltig durch die Erfahrung mit Literatur geprägt. In Lenski erfährt dieses Thema seine offene Verwirklichung, in den Wirrnissen des Onegin-Tatjana-Verhältnisses ist es unterschwellig präsent: Bei der Abfassung der Briefe verwenden die Schreiber eine ihnen geläufige »literarische« Sprache, die der jeweilige Adressat auf den Kontext bezieht, aus dem sie stammt. Wenn Tatjana ihre Vorstellungen von Schicksalsbestimmtheit lediglich »hilfweise« in der Sprache sentimentaler Romane (Jean-Jacques Rousseaus Julie oder die Neue HeloÏse, 1761) ausdrückt und Onegin auf eine sentimentale Verträumtheit des jungen Mädchens schließt, die er nicht ernstnehmen kann, missversteht er Tatjana ebenso, wie er selbst missverstanden wird, als er in seinem Brief Formeln aus dem Verführungsroman Adolphe (1816) von Benjamin Constant (1767–1830) verwendet, die Tatjana als Anzeichen unlauterer Absichten lesen muss. Die fehllaufende Kommunikation zwischen den Hauptfiguren verweist auf das eigentliche Thema des Romans: auf den russischen kulturellen Dualismus, wie er sich in Tatjana darstellt, die sowohl den russischen Volks- und Aberglauben als auch die Vorstellungswelt westeuropäischer Hochliteratur (die Idee der »Seelenverwandtschaft«) in sich aufgenommen hat.
Wirkung: Das subtil komponierte, aber literarische Bildung und eine hohe Leseraufmerksamkeit erfordernde Werk ist in der Wahrnehmung des Publikums, befördert auch durch die Opernbearbeitung Peter Tschaikowskis (1879), auf eine romantische Liebesgeschichte voller Entsagungen verkürzt worden. A. E. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

«Diejenigen von uns, die Puschkin wirklich kennen, weihen ihm einen Kult von unvergleichlicher Intensität und Reinheit, und in uns verbreitet sich Glanz, wenn die Überfülle seines Lebens unsere Seele heute überschwemmt.» (Vladimir Nabokov ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Dichtgenie in einer großartigen Übersetzung, 9. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Eugen Onegin: Ein Roman in Versen (Taschenbuch)
Ich muss sagen, ich war erst skeptisch gegenüber einer Puschkin Übersetzung, denn Russisch und Deutsch sind zwar beide zum Dichten sehr gut geeignet, schienen mir aber unvereinbar. Goethe auf Deutsch, Puschkin auf Russisch war für mich fast schon Gesetz, bis ich über den Tellerrand schaute und erkennen musste, dass die deutsche Übersetzung von Puschkins "Eugen Onegin" wahrhaft nur als süperb zu bezeichnen ist. Der Übersetzer muss seinerseits ein Genie gewesen sein, denn er hat es geschafft Wortlaut und Sinn so nah wie möglich am Original beizubehalten, aber gleichzeitig wundervoll zu reimen. Vor dieser Leistung kann man nur Respekt haben, und gleichzeitig Bewunderung für die Schönheit dieses Werkes empfinden!

Was den Inhalt angeht, ein tragisches Liebesdrama vom feinsten! Jedoch sind, um einem anderen Rezensenten zu widersprechen, keine Intrigen vorhanden, auch wenn sie Onegin vorgeworfen werden! Und einen Einblick in die "Russische Seele" bekommt man auch nicht, handelt es sich bei den Hauptakteuren doch, um stark Europa beeinflusste Menschen aus der Oberschicht bzw. gehobenen Mittelschicht (Französisch, Englisch, Deutsch sprechende und denkende!). Die "Russische Seele" ist aber eher in der Unterschicht anzusiedeln, bei den Bauern und dem einfachen Volk.

Mein Fazit, Puschkin ist auch auf Deutsch sehr gut geniessbar und empfehlenswert! Jeder der dieses Werk nicht kennt, hat etwas Großartiges verpasst.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Nur bedingt gut, 10. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Eugen Onegin: Ein Roman in Versen (Taschenbuch)
Bekanntlich teilen sich Übersetzungen fremdsprachiger Werke, insbesondere wenn es um Lyrik geht, in jene, die schön aber unkorrekt, und jene, die korrekt aber unschön sind. Zu letzteren zählt die Übersetzung Kay Borowskys. Das Versmaß und das schlicht geniale Reimschema des Originals gehen zugunsten grammatikalisch korrekter Wiedergabe komplett flöten, wodurch insbesondere manche rein atmosphärische Strophe arg langweilig wird. Ferner ist das Weglassen des Vorspiels, welches Puschkin für das Werk vorgesehen hat, schlichtweg eine Unverschämtheit.
Für Literaturwissenschaftler u.ä interessant und eine lobende Erwähnung wert sind allerdings die hinten angefügten Fragmente aus dem nicht veröffentlichten neunten Kapitel sowie die ausgelassenen Strophen, ferner ist es der unheimlich guten dichterischen Gabe Puschkins zu verdanken, dass die Geschichte insgesamt ihren Reiz nicht verliert, der trockenen Übersetzung zum Trotz.Es wäre sehr wünschenswert, wenn sich der Reclamverlag dazu entschlösse, eine zweisprachige Ausgabe herauszugeben, bei einer solchen würde diese nämlich weniger stören. Wer als deutschsprachiger Leser auf einen weniger getrübten Lesegenuss Wert legt, fährt mit der Übersetzung Rolf-Dietrich Keils jedenfalls weit besser.
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4.0 von 5 Sternen recht passable Übersetzung von Ulrich Busch, 25. Januar 2012
neben der Übersetzung von Puschkins Vers Roman durch Rolf-Dietrich Keil ist die Nachdichtung durch Ulrich Busch eine der gelungendsten Varianten.Im Vergleich zu Keil's Text ist Busch's Version etwas schwungvoller,weniger verschnörkelt(anfangs fehlt der Prolog "Verleger-Dichter"),jedoch stellenweise auch weniger poetisch(siehe Textstellen unten).

Dennoch: die mit großem Abstand schönste Nachdichtung des Werkes stammt von Charles Johnston,dessen englische Übersetzung an Poesie weit über den deutschen Texten steht.

Als Vergleich einmal Vers 15 des 1.Kapitels:

Keil:

"Zunächst,gekleidet für den Morgen
Mit einem breiten Bolivar,
Fährt mein Onegin zum Boulevard,
Dort zu flanieren ohne Sorgen,
Bis,nimmerschlummernd unterm Kleid,
Die Uhr erklingt zur Essenszeit."

Busch:

"Bis dahin geht er noch spazieren
mit seidig frischgelocktem Haar
auf dem geräumigen Boulevard,
wo auch die Damen gern flanieren,
dann schlägt die Uhr,es ist soweit,
zum Abendessen drängt die Zeit."

Johnston:

"Meanwhile,attired for morning strolling
complete with broad-brimmed bolivar,
Eugene attends the boulevard,
and there at large he goes patrolling
until Breguet's unsleepimng chime
advises him of dinner-time."

oder Onegins Antwort auf Tatjanas Brief:

Keil:
"Es ist kein Süßholz,wenn ich sage:
Fänd darin ich mein Ideal,
Auf Sie allein fiel' meine Wahl
Als Freundin meiner trüben Tage,
Die mir für alles Schöne steht,
Und ich wär glücklich...wenn das geht"

Busch:
"Das sag ich ohne Madrigale:
Ich wüßte keine andre Frau,
die so vollkommen,so genau
dem Bild entspricht,das ich mir male;
mich hätte keine so entzückt
und mich -womöglich- so beglückt."

Johnston:
"Without romance ,or false intense,
I'll say: with past ideals in view
I would have chosen none but you
as helpmeet in my sad existance,
as gage of all things that were good,
and been as happy...as I could!"

Der Preis von 17 ¤ für das gerade mal 9x16cm kleine Büchlein im Manesse Verlag(Übersetzer U.Busch) ist deutlich überhöht,die Taschenbuchausgabe im Insel verlag(Übersetzer Keil) ist da deutlich günstiger.Wenn schon teuer und gebunden,wäre eine repräsentativere Ausgabe angemessener.

Wer also eine wirklich ideale Nachdichtung sucht,muss sich leider noch immer auf die englische Version bei den Penguin Classics beschränken.
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