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Eugénie Grandet
 
 

Eugénie Grandet [Kindle Edition]

Honoré de Balzac
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ein Meister wie Balzac braucht anscheinend keine bizarren Protagonisten, um einen großartigen Weltklassiker zu schreiben. Unsere Heldin, Eugénie, lebt als völlig unbedarftes Mädchen unter der gestrengen Aufsicht ihres erzgeizigen Vaters in der Kleinstadt Saumur. Das Drama beginnt, als Eugénie sich in ihren durch unglückliche Umstände arm gewordenen Cousin Charles verliebt und diesem mit viel Geld (welches ihr steinreicher Vater eigentlich für ihre Mitgift zurückgelegt hatte) hilft, in die Kolonien zu gehen, damit Charles dort wieder finanziell auf die Beine kommen kann. Dies alles natürlich, nachdem Eugénie sich nach einer harmlosen Liebesszene (die auf unsere Heldin jedoch einen sehr starken Eindruck macht und ihre leidenschaftliche Liebe für Charles begründet) ausmalt, dass Charles bald zurückkommen wird, um sie zu heiraten. Für diesen Traum nimmt sie mutig den Kampf gegen ihren tyrannischen Vater auf. Als Charles in den Kolonien ein Vermögen erwirbt, denkt er allerdings nur noch wenig an seine Cousine Eugénie, die für sein Glück so viel Unbill auf sich genommen hat. Was wird Eugénie tun, als sie erfährt, dass Charles - aus den Kolonien zurückgekehrt - daran denkt, eine zwar hässliche, dafür aber reiche und adlige Erbin zu ehelichen? Zunächst wirkt ein Mädchen wie Eugénie völlig unspektakulär, doch Balzac schafft es, aus ihr eine ganz große Figur der Literaturgeschichte zu machen. Das Buch ist äußerst spannend bis zum Schluss und zu guter Letzt handelt Eugénie so, wie es niemand von ihr erwartet hätte.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Während der ersten Seiten beschreibt Balzac eine Landschaft in der französischen Provinz in der Zeit während und nach der Französischen Revolution. Diese ersten Seiten waren schon eine besondere Einführung in den Stil Balzacs, der dem Leser das Gefühl vermittelt, er würde vom Dichter über die Seiten getragen. Und nachdem der Vater Grandet beschrieben, ist man bereits mitten in der Familiengeschichte einer französischen Familie, deren Vater die seinen und sich so kurz hält, durch seine gewieften Taktiken, eine gewisse Bauernschläue und seinen Fleisch gewordenen Geiz ein Vermögen zusammen rafft, das aus der Gesellschaft umher Geier werden lässt, die nur darauf aus sind, ihren Sohn mit der einzigen Tochter Eugénie zu vermählen.
Das Leben dieser Familie ändert sich mit dem Selbstmord von Eugénies Onkel, der unter anderem durch die Geschäfte seines Bruders Bankrott geht. Sein Sohn soll nun von Vater Grandet versorgt werden. Zwischen diesem, Charles, und seiner Tochter entspinnt sich eine Romanze, die unglücklich verlaufen muss, da Grandet seine Tochter nicht mit einem Habenichts verbinden will.
Obwohl man sich in den schlimmsten Farben ausmalen kann, wie der Geiz eines Einzelnen - von Balzac sowohl als Typus, als auch als Einzelperson entwickelt - das Geschick einer ganzen Familie hinab reisst, bleiben die Seiten spannend und verlieren bis zum letzten Wort nicht ihren Reiz. Ein fabelhaftes Buch!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eugenie Grandet 7. Oktober 2005
Von Fonty
Format:Taschenbuch
Herr Grandet, Eugenies Vater, ist die Personifizierung des Geizes. Seine ganze Liebe gehört allem, was wertvoll ist und insbesondere dem Geld. Er ist ein älterer und sehr reicher Weinhändler, der mit seiner Ehefrau und seiner Tochter Eugenie, seinem Einzelkind, in der provinziellen französischen Stadt Saumur lebt. Niemand, und insbesondere seine Familie nicht, weiß genau über wie viel Geld Grandet verfügt. In seinem Geiz hat er sein Haus großteils verfallen lassen, repariert notdürftig die größten Schäden selbst und spart an so wichtigen Dingen wie Kerzen oder Zucker. Und selbst auf dem Sterbebett hat er nur Augen für den Reichtum. Nach Grandets tot gehört sein Vermögen seiner Tochter Eugenie und sie muß schon bald darauf feststellen, dass alle wichtigeren Personen in Saumur danach gieren.

Balzac beschäftigt sich auch in diesem Roman mit der Schattenseite der französischen Gesellschaft, kritisiert aber nun nicht die Pariser, sondern wirft einen Blick in die ländlichen Regionen Frankreichs, wo seiner Meinung nach Gier und Verschlagenheit nach dem Pariser Vorbild regieren. „Eugenie Grandet" ist eine satirische Abrechnung mit den Franzosen vom Lande, die so gerne wie die Pariser wären und ihnen zumindest in negativer Hinsicht in Nichts nachstehen.

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