Es ist wohl hauptsächlich Jim Jarmusch zu verdanken, der 3 Stücke dieser CD für den Soundtrack seines Films "Broken Flowers" verwendete, daß Mulatu Astatqé nicht mehr als absoluter Geheimtipp gelten muss. Die Musik auf dieser CD, eine Fusion amerikanischen Soul-Jazzes, Latin, Funk, mit traditionellen äthiopischen Einflüssen verdient einfach eine grössere Hörerschaft. Kaum hat man die CD dem Player zugeführt, zieht einen der hypnotische Groove auch schon in seinen Bann und lässt nicht mehr los. Eine angenehm warme und erheiternde Atmosphäre strömt da aus den Boxen und die von multiplen Blasinstrumenten getragenen harmonischen Melodie-Mantras regen schlagartig die Endorphinproduktion an. Man glaubt sich in eine Art Trance versetzt und kann dem Eindruck nicht widerstehen, sich hier einer akustischen Droge ausgesetzt zu haben. Ein Hauch von Blaxploitation macht sich breit, WahWah-Gitarre, Bass und Hammond-Orgel erschaffen eine pulsierende Aura. Die Sogwirkung ist gewaltig. Und am Ende der CD, wenn man unweigerlich gezwungen ist die Repeat-Taste zu drücken, ahnt man es: dieser Mulatu Astatqé muss ein grosser Zauberer sein.