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Ethik der Geldproduktion. Edition Sonderwege [Gebundene Ausgabe]

Jörg Guido Hülsmann
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

20. September 2007
Unsere modernen Währungssysteme wurden geschaffen, um Krisen zu bekämpfen und Wohlstand zu sichern. Aber die Finanzmärkte brechen immer wieder ein; es herrscht fortwährend Alarmstimmung. Liegt hier ein Fehler im System? Wir sind es nicht gewohnt, die Geldproduktion als eine Industrie wie jede andere zu betrachten, aber Jörg Guido Hülsmann zeigt, daß sie mit den üblichen Mitteln der Ökonomie und der rationalen Ethik untersucht werden kann. Er beschreibt die sozialen, kulturellen und spirituellen Folgen dauerhafter Inflation und erklärt die Funktionsweise von nationalen und internationalen Währungssystemen. Hülsmann argumentiert, u. a. auf der Grundlage der christlichen Morallehre, daß die heutigen Formen der Geldproduktion ökonomisch und ethisch anfechtbar sind. Unser Währungssystem erzeugt ungerechte Einkommen, vernichtet Wohlstand, zerrüttet die moralischen Grundlagen der Gesellschaft und führt letzten Endes zu Hyperinflation oder Totalitarismus. J.G. Hülsmann ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Angers, Frankreich, und Senior Fellow am Mises Institute in Auburn (Alabama, USA). Er hat zahlreiche Arbeiten über Geldtheorie und -politik veröffentlicht.

Wird oft zusammen gekauft

Ethik der Geldproduktion. Edition Sonderwege + Das Schein-Geld-System: Wie der Staat unser Geld zerstört + Geldsozialismus: Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression
Preis für alle drei: EUR 53,02

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 296 Seiten
  • Verlag: Manuscriptum; Auflage: 1. Aufl. 2007 (20. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937801197
  • ISBN-13: 978-3937801193
  • Originaltitel: The Ethics of Money Production
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 12,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 203.861 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Der zerknitterte 50-Euro-Schein auf dem Umschlag strahlt schon nichts besonders Vertrauenerweckendes aus. Der Eindruck täuscht nicht: In seinem Buch «Die Ethik der Geldproduktion» lanciert der in den USA und Frankreich lehrende deutsche Ökonom Jörg Guido Hülsmann einen Generalangriff auf das staatliche Geldmonopol, der in der Tat Vertrauen erschüttern kann. Hülsmann ist ein radikaler Vertreter der österreichischen Schule der Nationalökonomie, deren moderne Hauptexponenten von jeher in unterschiedlicher Radikalität meinten, dass das staatliche Monopol auf die Geldproduktion den Geldmarkt verzerre, Inflation begünstige und den Schuldenstaat befördere. Am besten, man privatisiere sie. Alles dies legt Hülsmann auch überzeugend dar. Aber als ob dies noch nicht genug sei, legt Hülsmann noch etliches zu. Hier wird das Buch in der Tat zu einer spannenden und überaus gewinnbringenden Lektüre auch für jene, die dem Pessimismus des Autors nicht immer folgen möchten. Hülsmann vertieft nämlich seine Thesen historisch. Da geht es um die Entstehung des Papiergeldes im England des 17. Jahrhunderts, um Beispiele, die zeigen, dass selbst die Bindung an den Goldstandard staatliche Manipulationen nie ausschloss, oder um das Spezifische der amerikanischen Freiheitstradition im 18. und 19. Jahrhundert, die sich lange Zeit auf demokratischem Wege gegen die Zentralisierung des Geldsystems zur Wehr setzte. Staatliches Geld, so der Schluss, verderbe freiheitliche Institutionen und führe zur Verlängerung von Kriegen durch Schuldenmacherei. Dieses Plädoyer gegen das staatliche Geldmonopol macht in der Tat nachdenklich. (Neue Zürcher Zeitung 8. Januar 2008)

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Kundenrezensionen

3.4 von 5 Sternen
3.4 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
48 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die meisten modernen Werke der Geldtheorie behandeln die Mechanismen und die Politik der modernen Geldschaffung. Dabei wird ein Aspekt völlig vernachlässigt: Die Ethik der Geldproduktion. Guido Hülsmann widmet sich diesem so wichtigen und vernachlässigten Aspekt. Er untersucht die Ethik des Geldes und des Bankwesens.
Das Buch ist in drei Teile untergliedert. Der erste Teil analysiert und bewertet die Geldproduktion im freien Markt. In diesem Zusammenhang widerlegt Hülsmann auch bekannte utilitaristische Argumente, die für eine staatliche Geldproduktion eintreten. Eine Geldmengenausweitung zur Stabilisierung des Preislevels, aus Angst vor Horten und Deflation, zur Erleichterung des Wirtschaftswachstumgs oder zur Bereitstellung billiger Kredit an die Unternehmer ist, wie Hülsmann zeigt, weder notwendig noch wünschenswert.

Im zweiten Teil erscheint dann der Staat bei der Analyse der Inflation. Dabei werden besonders die Folgen der Inflation und der Dynamik von staatlichen Eingriffen in das Geld- und Bankwesen behandelt. Es zeigt sich, dass das staatliche Geldmonopol ethisch nicht zu rechtfertigen ist. Interessant sind auch die von Hülsmann dargelegten moralischen und spirituellen Folgen der Inflation. So wird in einem inflationären Umfeld die Beschäftigung mit Geld und den Finanzmärkten immer wichtiger und nimmt mehr Zeit der Menschen in Anspruch. Die Gesellschaft wird materialistischer.

Das Werk schließt mit einer Geschichte der monetären Systeme von 1871 bis zum heutigen Tage ab. Hülsmann setzt damit Murray Rothbard Geschichte fort und arbeitet dabei auch die Anreize und Tendenzen heraus, die dem heutigen Geldsystem inne wohnen. Seine Analyse macht klar, dass eine radikale Umkehr im Geldwesen hin zu einem erneuten Respekts des Privateigentums notwendig ist. Nur so kann in Anbetracht der von Hülsmann aufgezeigten Anreize eine Hyperinflation oder ein totalitärer Kontrollstaat verhindert werden.

Insgesamt ist die Abhandlung ein Muss für jeden, der an Geldtheorie oder Ethik interessiert ist und die ideale Ergänzung und Forsetzung von Murray Rothbards Buch: Das Schein-Geld-System.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Staatliches Geld ist unmoralisch 14. Januar 2009
Von Frank Reibold TOP 1000 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Im Gegensatz zu anderen Büchern zum Thema Geld(politik ) wird hier nicht nur die wirtschaftswissenschaftliche Seite behandelt, sondern auch die ethische. Dazu werden einerseits das Naturrecht und andererseits die Österreichische Schule (ÖS) der Volkswirtschaftslehre als Grundlage der Beurteilung benutzt:

+ Ethik: Aristoteles / Bibel -> Scholastik (Thomas v. Aquin) -> katholische Sozialethik / Naturrecht
+ Wirtschaftswissenschaften: Scholastik -> Schule von Salamanca -> ÖS

Das Naturrecht besagt, dass jeder Mensch von Natur aus (bzw. von Gott gegeben) die Rechte auf Leben, Freiheit und Eigentum hat. Eingriffe in das Privateigentum würden u. a. gegen die Zehn Gebote verstoßen. Die ÖS bietet eine Volkswirtschaftslehre auf realistischer Basis, befürwortet das Privateigentum und lehnt staatliche Eingriffe als kontraproduktiv ab.

Im Anschluss an eine Beschreibung, wie das Geld auf dem freien Markt entstanden ist, wird die so genannte "natürliche Geldproduktion" erläutert. Diese benutzt natürlich vorhandenes Geld, nämlich Silber oder Gold. Staatliche Regulierungen bestehen nicht. Missbrauch wird dadurch minimiert, dass das Geld von betrügerischen Herstellern gemieden wird und diese bestraft werden. Ein Verstoß gegen das Naturrecht liegt nicht vor, deshalb ist auch moralisch nicht zu beanstanden. Diese Art der Geldproduktion ist auch das, was die ÖS empfiehlt.

Der Staat führte Schritt für Schritt sein eigenes Geld ein:

- Monopol: Verbot anderer Anbieter von Geld
- Teilreserven: Banken dürfen ein Mehrfaches der Einlagen verleihen
- Papiergeld: Das Geld ist ohne eigenen Wert
- Zentralbank: zwecks Regulierung des Bankwesens bzw. als Kreditgeber letzte Instanz

Der Sinn lag jeweils darin, die Staatseinnahmen und damit die Staatsausgaben erhöhen zu können. Das Ergebnis ist eine dauerhafte Geldentwertung (Inflation).

Wie der Autor zeigt, führen die Maßnahmen des Staates zu "verantwortungslosem Wagemut": Warum soll man das Risiko scheuen, wenn man von der Zentralbank eh Kredite erhält oder der Staat die Einlagen der Kunden sichert? Auch die Moral der Bevölkerung wurde entsprechend beeinträchtigt. Die Folgen der Inflation liegen u. a. In Konjunkturzyklen, ungerechter Einkommens- und Vermögensverteilung, Arbeitslosigkeit, Währungskrisen, Kriegen und dem Zusammenbruch alter Werte sowie der Familien.

Aus moralischer Sicht ist die "staatliche Geldproduktion" negativ zu beurteilen. So verstößt z. B. die Benutzung von Teilreserven gegen das Naturrecht, weil das Recht auf Eigentum verletzt wird. Kreditzinsen sind demnach, weil sie sich nicht auf die Einlagen beziehen, als Wucher zu bezeichnen.

Der Autor zeigt, dass das Ganze eine Sackgasse darstellt. Es werden ständige neu Krisen erzeugt wie die aktuelle (2009) Finanzkrise, deren unerwünschte Nebenwirkungen dann wieder durch weitere Regulierungen notdürftig abgemildert werden sollen. Das kann aber, wie die ÖS zeigt, am Ende nur zwei alternative Ergebnisse zeitigen:

(1) Hyperinflation (Zerstörung des Geldes durch totale Entwertung)
(2) Tyrannei (durch Überregulierung / Planwirtschaft)

Der einzige Ausweg ist die Rückkehr zur "natürlichen Geldproduktion".

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist schön, dass es endlich eine moralische Bewertung der Geldproduktion gibt. Noch schöner ist es, dass diese das gleiche Ergebnis wie die wirtschaftswissenschaftliche Betrachtung hat. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der etwas über das Thema Geld erfahren möchte. Es enthält auch eine Geschichte des Geldes von 1871 bis heute und erörtert IWF, Weltbank und Euro. Besonders die Hintergründe zu den internationalen Finanzinstitutionen sind sehr interessant (Keynes wollte z. B. Über den IWF ein einheitliches globales Zwangspapiergeld etablieren).
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fundierte Kritik am staatlichen Geldmonopol 1. Oktober 2009
Von Treb Melsa TOP 500 REZENSENT
Prof. Hülsmann zeigt sich in diesem Buch als profunder Kenner des Geldwesens. Dabei behandelt er das Thema Geld nicht nur aus ethischer Sicht, wie der Titel andeuten könnte, sondern das Buch birgt ebenso messerscharfe ökonomische Analysen aus Sicht der 'österreichischen Schule der Volkswirtschaftslehre'.
Prof. Hülsmann zeigt in diesem Buche auf, wie Geld am freien Markt wirkt und wie es am freien Markt entstanden sein kann. Daneben zeigt er, wie die Staatsregierungen es Schritt für Schritt verstanden haben das Geldwesen in Staatshand zu überführen, also ein staatliches Geldmonopol zu begründen.
Er verwirft in seiner brillanten Analyse das staatliche Geldmonopol. Prof. Hülsmann zeigt, dass die Ängste vor "Horten" (dem Grundübel bei Keynes) und "Deflation" unbegründet sind. Die Standardargumente der Anhänger des staatlichen Papiergeldmonopols, dass

- eine wachsende Wirtschaft auch eine wachsende Geldmenge benötigt, um das Preisniveau stabil zu halten - eine expansive staatliche Papiergeldpolitik das Wirtschaftswachstum fördert - eine expansive staatliche Papiergeldpolitik nötig sei, um Unternehmungen/Betriebe mit billigen Krediten zu versorgen;

werden von Prof. Hülsmann trefflich als nicht notwendig und/oder schädlich widerlegt. Schädlich, weil solche Maßnahmen falsche Signale aussenden und zu fehlerhaftem Verhalten der wirtschaftlich handelnden Akteure führen. Die beiden zutiefst zentralplanerischen Eckpfeiler des staatlichen Geldmonopols - staatsmonopolistisches Zwangs-Papiergeld und staatliches Zinsdiktat (Geldpolitik der Zentralbanken) - sind für Prof. Hülsmann die Ursachen von Geld- und Währungskrisen und diesen Krisen anheftenden Verwerfungen. Ständig entstehen durch die Geldpolitik der Staaten via Zentralbanken neue Krisen, wie die jetzige Weltfinanzkrise. Dies ist also kein Marktversagen, sondern solche Krisen sind die erwarteten Reaktionen der Märkte auf jene staatliche Geldpolitik - eine Krise ist die Heilkur des Marktes.
In seinen ethischen Ausführungen zeigt Prof. Hülsmann, ausgehend vom Naturrecht, dass die staatliche Geldpolitik mit ihrer Schwemme von Papiergeld, die Eigentumsrechte der Menschen massiv aushöhlt, und zwar durch stetige Inflationierung wird die sog. Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes ad absurdum geführt. Hier schlägt Prof. Hülsmann geschickt und souverän den Bogen von der Bibel, der Antike (Aristoteles) und den großen scholastischen Denker (z. B. Nicolas von Oresme, der schon im Mittelalter die Schädlichkeit des staatlichen Geldmonopols nachwies) hin zu den Positionen der großen Vertreter der 'österreichischen Schule der Volkswirtschaftslehre' (Ludwig von Mises und Murray Newton Rothbard). Prof. Hülsmann zeigt auf, dass die Folgen von Inflation zu kalten Enteignungen beim Einkommen und beim Vermögen führen, dass der Staat das Moralempfinden der Bevölkerung untergräbt und so tradierte Werte - z. B. die Grundlagen der Familien - aushöhlt und letztlich zerstört.
Prof. Hülsmann plädiert letztendlich für 'natürliches Geld', d. h. für Geld, welches am Markt entsteht und dort von den handelnden Menschen als Geld verwendet wird. Ergo spricht sich Prof. Hülsmann für eine konsequente Schleifung des staatlichen Geldmonopols aus. Sollte es nicht gelingen das Geldwesen zu entnationalisieren, so erwartet Prof. Hülsmann, dass die Inflationen der weltweiten Papiergeldwährungen zu Hyperinflationen mutieren werden oder dass die Welt endgültig durch zentralistische Planwirtschaft bis ins kleinste Detail absolut unfrei werden wird.

Das Buch ist jedem zu empfehlen, der etwas über die Geschichte und die Hintergründe von Geld- und Währungswesen erfahren möchte. Das Buch enthält eine Fülle von Informationen und ist sehr gut lesbar.
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