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Ethik.
 
 
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Ethik. [Gebundene Ausgabe]

Dietrich ( Hrsg. Bethge, Eberhard ) Bonhoeffer
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: M³nchen, Kaiser 1956; Auflage: dritte Auflage (1956)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B0010ZN8P8
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.663.216 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Dietrich Bonhoeffer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesen und nicht vergessen 17. August 2008
Format:Taschenbuch
Die Bonhoeffers sind selten geworden in unserer Zeit. Ihre Ideen sind für viele, die eine neue Moral propagieren, die zur Befreiung des Menschen beitragen soll, veraltet und werden auch gar nicht mehr verstanden, weil man selber längst einer anderen Ethik nachfolgt, der Ethik der Selbstverwirklichung udn Selbstbestimmung. Natürlich ist Bonhoeffers Ethik eine biblische "Jesus"- Ethik, das erklärt auch warum sie heute nicht mehr weit verbreitet ist, denn auch die Bibel ist ja schließlich ein überholtes Buch. So denken zumindest viele, auch viele, die sich zur protestantischen Geistlichkeit zählen.
Nach Bonhoeffer habe die Französische Revolution die Grundlagen für eine geistige Einheit in Bezug auf das Streben nach Freiheit gebracht. Dieses Freiheitsstreben könne aber nicht absolut gesetzt werden, weil das Verlangen in eine absolute Freiheit auch wieder nur in eine tiefe Knechtung führen könne. Der Mensch kann nicht völlige Freiheit in Anspruch nehmen, er hat nämlich auch Pflichten, zunächst sich selber gegenüber wahrer Mensch zu werden, aber natürlich auch gegenüber seinem Nächsten, gegenüber Gesellschaft und Staat, die sein Freiheitsstreben in die Schranken weisen müssen.
Er schreibt: "Die Befreiung als absolutes Ideal führt zur Selbstzerstörung des Menschen. Am Ende des Weges, der mit der Französischen Revolution beschritten wurde, steht der Nihilismus."
Die neue geistige Einheit bezeichnet Bonhoeffer als die abendländische Gottlosigkeit. Sie unterscheidet sich völlig von dem Atheismus einzelner griechischer, indischer, chinesischer und abendländischer Denker. Sie ist nicht die theoretische Leugnung der Existenz eines Gottes. Sie ist vielmehr selbst Religion, und zwar Religion aus Feindschaft gegen Gott, und darin ist sie abendländisch."
Der Autor meint also, dass die Europäer Gott kannten und es nun aber doch lieber selber versuchen, ihr Glück zu finden. Gleichsam wie der verlorene Sohn, der seines Vaters Haus verließ, um in der Fremde seine Freiheit zu suchen, aber als Tagelöhner endete. Europa als Tagelöhner der Asiaten? Mit Gott gab das Abendland auch die christlich geprägte Ethik nach und nach preis. Wie schon Nietsche zeigte liegen die Erklärung, dass Got tot ist und die Umwertung der Werte gedanklich nahe beieinander. Auf die Spitze trieben diesen gedanklichen Ansatz im wirklichen Leben Kommunismus und Nationalsozialismus. Mit großem "Erfolg". Wenn Bonhoeffer recht hat, wären wir aber heute auch nicht mehr weit weg von ähnlichen Erfolgen, denn die heutige Generation veresteht seine Ethik nicht mehr!
Laut Bonhoeffer hat sich die amerikanische Revolution grundlegend von der französischen unterschieden, denn nicht der befreite Mensch, sondern ganz im Gegenteil ... die Begrenzung aller irdischen Gewalten durch die Souveränität Gottes begründet die amerikanische Demokratie." Das ist allerdings das, was mittlerweile auch viele Amerikaner bezweifeln.
Für Bonhoeffer war die Französische Revolution ein Wendepunkt in der Geschichte der Ethik, ein Fallbeil der Menschheit. Er hielt Bolschewismus und Nationalsozialismus für die Brut der Französischen Revolution.
Bonhoeffer würde nicht in unsere Zeit passen. Vermutlich hätte er das, was der Europarat von allen seinen Mitgliedern forderte, straffreien Schwangerschaftsabbruch, auch nur als Resultat des Werteverfalls auf breiter Front verstanden. Und vermutlich hätte er damit Recht gehabt.
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